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Jutta Ehrmann-Wolf kritisiert IHF

Homophobie bei der Handball-WM?


Jutta Ehrmann-Wolf erhebt schwere Vorwürfe gegen die Internationale Handball-Föderation (Bild: wiki commons / Armin Kübelbeck / by 3.0)

Nach der Frauen-WM in Dänemark werden Vorwürfe laut, dass Jutta Ehrmann-Wolf nicht als Delegierte teilnehmen durfte, weil der internationale Verband keine Lesbe dabei haben wollte.

Die Internationale Handball-Föderation (IHF) soll die Teilnahme der deutschen Ex-Schiedsrichterin Jutta Ehrmann-Wolf bei der Frauen-Weltmeisterschaft verhindert haben, weil die 52-Jährige homosexuell ist. Das erklärte Ehrmann-Wolf am Samstag gegenüber dem norwegischen Fernsehsender TV2. Die WM ist am Sonntag im dänischen Herning mit einem Sieg der Norwegerinnen über die Niederlande zu Ende gegangen.

Ehrmann-Wolf sagte im Interview, sie habe sich darüber gewundert, dass sie nicht nominiert worden war, und bei der IHF nach dem Grund gefragt. Ihr sei daraufhin mitgeteilt worden, dass es "viele traditionelle Leute" in der IHF-Führung gebe, die ein Problem mit "ihrem Lebensstil" hätten. Die Antwort habe sie schockiert, so Ehrmann-Wolf.

Derzeit wird die Handball-Föderation vom umstrittenen Ägypter Hassan Moustafa geführt, dem in den letzten Jahren Untreue und die Beteiligung an Spielmanipulationen vorgeworfen worden war.

Laut dem norwegischen Sender ist die Spanierin Carmen Manchado, die 2013 Delegierte bei der WM in Serbien war, ebenfalls von der IHF wegen ihrer Homosexualität abgelehnt worden.

IHF-Vize streitet Vorwürfe ab

IHF-Vizepräsident Miguel Roca Mas wies die Vorwürfe zurück: "Ich glaube nicht, dass dies der Wahrheit entspricht. Wenn sie Beweise haben, sollen sie sie zeigen. Aber ich bezweifle das stark", sagte der Spanier nach Angaben von TV2. Als Hauptkriterien für die Auswahl der Delegierten nannte er Nationalität, Alter und sportliche Verdienste.

Die angebliche Homophobie an der Spitze des Handballverbandes führte zu scharfer Kritik. So machte der schwedische Handball-Trainer Ljubomir Vranjes, der seit fünf Jahren die Männer des SG Flensburg-Handewitt coacht, auf Facebook seinem Ärger Luft: "Jutta Ehrmann-Wolf, durfte nicht wegen ihrer sexuellen Neigung bei der Frauen WM teilnehmen. IHF = Steinzeit ‪#‎nichtinordnung‬".

Jutta Ehrmann-Wolf arbeitete zwischen 1983 und 2009 als Handball-Schiedsrichterin. Sie leitete über 500 Spiele des Deutschen Handballbundes, darunter über 100 Spiele der ersten Bundesliga der Männer. Seit 2008 ist sie mit der früheren Handball-Spielerin Renate Wolf verpartnert, die gegenwärtig als Cheftrainerin für Bayer Leverkusen arbeitet. (dk)



#1 KralleProfil
  • 21.12.2015, 14:39hGegenüber der verblödeten Masse. ^_^
  • Bei der Optik muss man nichtmal erwähnen das sie lesbisch ist. xDDDD
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#2 PinoAnonym
  • 21.12.2015, 15:46h
  • Wenn das stimmt, wäre das ein Skandal, der personelle Konsequenzen nach sich ziehen muss.
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#3 GlashausAnonym
#4 Just meAnonym
#5 Komischer VogelAnonym
  • 21.12.2015, 17:29h
  • Meine Mama sagt:
    Nadine Angerer war DIE Sportfrau in der Fussball Damen WM. Und Handball hinkt dem Fussball immer um Welten hinterher.

    Wenn Frau Angerer als absolute vorzeige Sportlerin und offen lesbisch, wie kann Handball sich da Homophobie leisten ?
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#6 StretchingmasterProfil
  • 21.12.2015, 18:53hEssen / Holsterhausen
  • Als ob die Nichteinladung und die gegebene Antwort nicht schon schockierend genug sind. Anschließend wird sie auch noch vom IHF-Vize der Lüge bezichtigt.
    Absolute Sauerei

    Schönen Tag noch
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#7 sanscapote
#8 stromboliProfil
#9 derMichel
  • 22.12.2015, 12:18h
  • Traurig, traurig, traurig, das es so etwas in einem vermeintlich modernen Land noch gibt. Von Russland oder einem arabischen Staat hätte man so etwas ja noch erwarten können, aber hier?
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#10 bigotterieAnonym
  • 22.12.2015, 12:42h
  • Antwort auf #1 von Kralle

  • Gerade in einem queeren Forum ist dein Spruch doppelt Murks. Denn hier zählen Otto Normal's und Lieschen Müllers Binsenweisheiten über das was für andere attraktiv sein muss, nicht.

    Viele Heteromänner können zB nicht nachvollziehen dass sich einige Männer von anderen Männern anstatt von Frauen angezogen fühlen.
    Da würdest du, angenommen du bist schwul, von einigen Männern schräg angeguckt werden wenn du sagst dass du Männer attraktiver findest als Frauen.

    Das gleiche machst du jetzt aber mit dieser Frau. Du kannst nicht nachvollziehen, dass es andere Geschmäcker bezüglich des Aussehens von Menschen als dem Deinen gibt und deswegen kann sie ja in deinen Augen nur lesbisch sein.
    Es geht nicht in deinen Kopf, dass auch Heteromänner sich in Frauen verlieben können, die nicht wie eine Klischeehetera aussehen.

    Du willst ( vorausgesetzt du bist schwul) das Heteros deine Anziehung zu Männern akzeptieren, akzeptierst aber selber nicht, dass eine Frau unabhängig ihres Aussehens, sowohl hetero als auch lesbisch sein kann und es sowohl Männer als auch Frauen gibt, die sie attraktiv finden werden.

    Heteronomes denken innerhalb der lgbti ist immer wieder entlarvend...
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