Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?2531

queer.de sprach mit dem Chefredakteur des Spartacus International Gay Guide, Briand Bedford. Wir verlosen drei Exemplare!

Von Anne Richter

Briand Bedford arbeitet seit September 1999 für den Spartacus. Wir befragten ihn zur aktuellen Ausgabe.

Was reizt Dich besonders an diesem Projekt?

Mich reizt es, die Entwicklung der schwulen Welt zu beobachten, vor allem jetzt in Osteuropa. Man kann bei der Entwicklung behilflich sein und sie fördern, das ist sehr interessant.

Was sind die Vor- und Nachteile einer solchen Publikation?

Ich fange vielleicht mit den Nachteilen an. Unser Hauptnachteil ist, dass wir den Spartacus nur einmal im Jahr herausbringen können. Und die schwule Welt ist sehr kurzlebig, da ändert sich schnell etwas. In Berlin zum Beispiel werden oft Kneipen auf- und dann wieder zugemacht. Wir geben im Januar die Sachen ab, im März erscheint dann der Spartacus. Selbst in dieser kurzen Zeit kann sich viel ändern. Es ist ärgerlich, dass man nicht aktueller sein kann und es dann schon mal Adressen gibt, die nicht mehr stimmen.
Ein Vorteil ist natürlich, dass man ein Buch hat, in dem man alle wichtigen Adressen weltweit finden kann. Man muss nicht ständig irgendwelche Adressen im Internet suchen. Da gibt es viele veraltete Websites. Und gerade bei Ländern, deren Sprache man nicht spricht, etwa in Asien, ist es oft schwierig, die Websites zu verstehen und an Informationen zu kommen.

Wo Du das Internet gerade ansprichst: Warum gibt es den Spartacus nicht als Online-Version, vielleicht als kostenpflichtiges Angebot?

Das wollten wir eigentlich vor ein paar Jahren machen und haben dafür viel recherchiert. Aber das war damals die Zeit als eurogay und andere große Anbieter viele Probleme hatten und Mitarbeiter entlassen mussten. Das war für uns alles so ungewiss. Wir haben dann eine Umfrage gemacht, und viele Leute wären nicht bereit gewesen, Mitglied zu werden, und für die Informationen zu bezahlen.

Und wie sieht es heute aus?

Ich glaube, das wird langsam ein bisschen besser, weil die Leute verstehen, dass die Informationen nicht kostenlos sein können, weil so viel Recherchearbeit dahintersteht.

Also wird es demnächst vielleicht doch noch etwas mit der Online-Ausgabe?

Vielleicht fangen wir in diesem Jahr mit ein oder zwei kleineren Projekten an. Und dann werden wir schauen, wie sich das entwickelt. Wir haben einen Spartacus International Web-Guide, den wird es wahrscheinlich als Online-Version geben. Wenn das gut ankommt, werden wir dann weiter machen mit dem Spartacus.

Wie viele Leute arbeiten redaktionell am Spartacus?

Wir sind im Büro vier redaktionelle Mitarbeiter. Und weltweit haben wir zwischen 25 und 30 festangestellte Mitarbeiter, die auf Provisionsbasis arbeiten.

Nach welchen Kriterien wählt Ihr die Locations aus, die im Spartacus aufgenommen werden?

In Europa müssen wir auf jeden Fall alle rein schwulen oder schwul-lebischen Restaurants, Kneipen usw. listen. Wir haben aber das Problem, dass der Spartacus immer dicker und dicker wird. Wir haben vor zwei Jahren ein Limit von 1300 Seiten gesetzt. Das heißt, wir müssen irgendwo anfangen, Platz zu sparen, auch bei den Adressen. Deswegen nehmen wir etwa in einer Stadt wie Berlin nicht jede Kneipe auf, wo viele Schwule hingehen, die aber eigentlich keine schwule Kneipe ist. In anderen Ländern, wo sich die Szene erst noch entwickelt, versuchen wir aber, alles zu listen, was wir herausfinden können.

Gibt es Locations oder Veranstaltungen, vor denen Ihr explizit warnt?

Ja, das machen wir auch. Spartacus ist nicht: alles ist nett, alles ist schön, wir sollten überall hingehen und Spaß haben. Wir nehmen das schon ernst. Wenn wir wissen, dass eine Abzocker-Location einfach versucht, Geld zu kassieren, indem sie sagt, sie sei schwul oder schwulenfreundlich, und das stimmt nicht, dann warnen wir auch davor.

Habt Ihr auch schon Locations abgelehnt?

Das gibt es auch. Wir hatten zum Beispiel Geschäfte oder Sex Shops in den USA, wo Nazi-Sachen verkauft werden. Die Läden nehmen wir dann nicht auf.

Sind noch andere Ausgaben des Spartacus geplant, beispielsweise ein eigener Disco-Guide?

Ein Disco-Guide wäre denkbar. Aber da kommt wieder das Problem, dass die Informationen so schnell veraltet sind. Ich denke, das wäre wirklich etwas, das man im Internet machen könnte. Aber wir überlegen, ein Reisemagazin zu machen, ein Spartacus Traveller Magazine, wo wir die neuen Informationen und Aktualisierungen des Spartacus als Updates veröffentlichen würden.

Wie wird man eigentlich Cover-Modell für den Spartacus?

Man kann sich einfach vorstellen, ein paar Bilder schicken. Das hat vor zwei oder drei Jahren jemand gemacht, ein Typ aus Berlin. Wir haben uns für ihn entschieden und er war dann Cover-Modell. Das ist eigentlich ganz einfach.



Diese Wochen verlosen wir in Kooperation mit Bruno Gmünder drei "Spartacus - International Gay Guides".

Solltest Du bei der Verlosung kein Glück haben, besteht auch die Möglichkeit, den Guide bei Amazon zu bestellen.

So machst Du mit:

Schick bis zum 18. März 2005, 11:00 Uhr (Einsendeschluss) eine eMail mit Deiner Adresse und dem Betreff "Spartacus" an: gewinnen@queer.de.

Teilnahmebedingungen:

Einsendeschluss ist der 18. März 2005. Die Preise werden nicht in bar ausgezahlt. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

11.03.2005



#1 erichAnonym
  • 27.05.2008, 14:28h
  • hallo leute, ich moechte ja nicht aufdringlich erscheinen aber eine online version eines weltweiten cruising guides gibt es seit kurzer zeit; und noch dazu mit google maps, also alles was man benoetigt.
    dieser guide ist im moment gratis und wird in einiger zeit kostenpflichtig sein. was ich gehoert habe um die 10 euro fuer 1 jahr. aber schauts euch doch selbst an. googelt nach bosie.tv
    alles gute erich
  • Antworten » | Direktlink »