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Julian Kinzel beim Aufhängen von Wahlplakaten im August letzten Jahres (Bild: DIE LINKE.Schwerin)

In Wismar haben offenbar rechtsradikale Täter einen brutalen Anschlag auf einen heterosexuellen Kommunalpolitiker verübt und ihn dabei homophob beschimpft. Das Opfer hatte Glück und trug keine schweren Verletzungen davon.

Am Montag haben drei Täter in der Hansestadt Wismar den 18-jährigen Linkenpolitiker Julian Kinzel mit einem Messer attackiert. Laut einer Pressemitteilung der Linkspartei schlugen die Täter den Schweriner Sprecher der Jugendorganisation Solid und Vorstandsmitglied des linken Kreisverbandes nieder und stachen nach Angaben der behandelnden Ärzte 17 Mal auf ihr Opfer ein. Dabei wurde der heterosexuelle Kommunalpolitiker als "schwule Kommunistensau" und "Zecke" beschimpft.

Die Tat ereignete sich gegen 17 Uhr, als Kinzel im Park am Hauptbahnhof spazierte. Wahrscheinlich handelt es sich bei dem Verbrechen um eine rechtsextremistisch motivierte Tat. Die Täter trugen laut Kinzel Bekleidung von Thor Steinar, einer unter Rechtsradikalen beliebten Marke. Der Staatsschutz ermittelt und sucht noch Zeugen.

Kinzel: "Unsere Antwort auf Hass muss Liebe sein"

Nach der Tat erklärte Kinzel, er habe den Umständen entsprechend Glück gehabt; es seien keine Sehnen verletzt worden und die Ärzte hätten ihn "ordentlich zusammengeflickt". Nur der Arm fühle sich "noch komisch taub an"; mit ihm habe er die meisten Messerangriffe abgewehrt. Die Gegenwehr und das Auftauchen von Passanten hätten Schlimmeres verhindert.

Er werde sich von dem Angriff nicht einschüchtern lassen, so Kinzel weiter: "Vielmehr fühle ich mich in meinem Weg, dem Kampf gegen menschenfeindliche und gewalttätige Ideologien bestätigt und werde mich umso vehementer gegen jede Form von Gewalt stark machen." Kinzel, der mit einem Parteiwagen auch auf CSDs teilnahm und Bilder davon auf Facebook postete, rief dazu auf, auf eine derartige Attacke nicht mit Radikalisierung zu antworten. "Unsere Antwort auf Hass muss Liebe, auf Dummheit Vernunft und auf Gewalt Solidarität sein. Letztendlich sind diese Menschen Opfer ihrer selbst."

Politiker seiner Partei, darunter Dietmar Bartsch, der aus Schwerin stammende Fraktionschef im Bundestag, erklärten nach der Tat, man werde im "Kampf gegen rechtsextremes Gedankengut nicht nachlassen". Jeder, der auf rechtsextremen Demonstrationen Parteien wie der NPD hinterherlaufe, begünstige als geistiger Brandstifter derartige Taten. Die Politiker forderten, die Täter schnell dingfest zu machen und angemessen zu bestrafen. (cw)



#1 goddamn liberalAnonym
  • 06.01.2016, 11:12h
  • Wünsche dem tapfernen Antifaschisten Julian Kinzel schnelle und vollständige Genesung!

    Ja.

    Scheitern vor den Anforderungen der Moderne.

    Seit jeher eben auch ein sehr deutsches Problem.
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#2 hugo1970Profil
#3 media-watchAnonym
#4 LucaAnonym
  • 06.01.2016, 12:32h

  • Der Hass den Politik und Kirche säen bleibt halt nicht folgenlos.

    Ein starkes Zeichen dagegen wäre jetzt volle Gleichstellung und ein umfassender Diskriminierungsschutz. Aber das scheitert ja nach wie vor an Union und SPD.

    Und wir brauchen mehr Bildung und Aufklärung.
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#5 DieterBremenProfil
  • 06.01.2016, 13:10hBremen
  • Solange die etablierten Regierungsparteien uns diskreditieren und uns die verfassungsgemäß garantierte Gleichstellung verweigern, darf man sich über solche widerlichen Ausschreitungen kaum wundern. Es wird endlich Zeit, dass sich Merkel und Konsorten bewegen. Ich habe es satt, mich deklassieren zu lassen!!!
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#6 TrientjeAnonym
#7 RevoluzzerAnonym
  • 06.01.2016, 14:44h
  • Antwort auf #6 von Trientje
  • Schon komisch, auf der einen Seite wird den Linken hier auf queer.de von euch Rechten hier auf queer.de vorgeworfen viel schlimmere Radikale hervorzubringen, nur um auf der anderen Seite einen Linken zu diffamieren, der an die Liebe plädiert und Hass ablehnt, obwohl er selbst Opfer einen furchtbaren Gewaltverbrechens wurde.

    Naja, was anderes ist auch nicht zu erwarten von Leuten wie euch, deren radikalisierte Gesinnungsgenossen Asylbewerberheime in Brand stecken, Schwule zusammentreten und mit tödlichen Waffen auf Flüchtlinge schießen. Aber wenn ein Linker etwas an eine Scheibe schmiert seid ihr die ersten die ihn am liebsten gleich einsperren und den Schlüssel wegwerfen wollen oder gleich schlimmeres.

    Ihr Rechten! Euer moralischer Kompass ist derart verbogen, dass es mich schüttelt vor Grauen!
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#8 AndyAnonym
  • 06.01.2016, 15:29h
  • Es wird Zeit, dass es für solche Angriffe höhere Haftstrafen gibt: Zehn Jahre minimum, wenn ich einen anderen Menschen mit einem Messer angreife! Stattdessen befinden sich in unseren Gefängnissen Menschen, die Steuern hinterzogen haben. Letzteres finde ich ebenso wenig gut: Steuersünder gehören für mich allerdings nicht ins Gefängnis, sondern sollten VIEL, VIEL, VIEL Geld zahlen müssen.
    Die Gesetze müssen sich dringend ändern.
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#9 TrientjeAnonym
  • 06.01.2016, 16:07h
  • Antwort auf #7 von Revoluzzer
  • Liste von Opferzahlen und Massenverbrechen durch Kommunisten:

    Courtois listete in seiner Einleitung Schätzwerte für durch Kommunisten getötete Menschen auf, die er als grobe Annäherungen, basierend auf inoffiziellen Quellen kennzeichnete:

    Sowjetunion: 20 Millionen
    Volksrepublik China: 65 Millionen
    Vietnam: 1 Million
    Nordkorea: 2 Millionen
    Kambodscha: 2 Millionen
    Osteuropa: 1 Million
    Lateinamerika: 150.000
    Afrika: 1,7 Millionen
    Afghanistan: 1,5 Millionen
    die internationale kommunistische Bewegung und kommunistische Parteien ohne Regierungsmacht: um 10.000.

    de.wikipedia.org/wiki/Das_Schwarzbuch_des_Kommunismus
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