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Mehr Menschen sehen sich als bisexuell an, insbesondere unter Frauen (Bild: flickr / Caitlin Childs / by 2.0)

In den letzten Jahren ist der Anteil der Männer und Frauen, die sich als bisexuell definieren, deutlich angestiegen. Außerdem haben mehr Menschen sexuelle Erfahrungen mit gleichgeschlechtlichen Partnern gesammelt.

Die amerikanische Gesundheitsbehörde CDC berichtet in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie (PDF), dass sich inzwischen mehr Menschen als bisexuell bezeichnen als noch vor ein paar Jahren. Für die Untersuchung wurden zwischen 2011 und 2013 mehr als 9.000 in den USA lebende Menschen zwischen 18 und 44 Jahren befragt. Demnach identifizieren sich 5,5 Prozent der Frauen und 2 Prozent der Männer als bisexuell. Bei der letzten Studie, die auf Befragungen aus den Jahren 2006 bis 2010 hervorgeht, waren es noch 3,9 bzw. 1,2 Prozent.

Der höhere Anteil der Bisexuellen ist laut Professorin Debby Herbenick von der Indiana University darauf zurückzuführen, dass diese Bezeichnung heute bekannter ist als noch vor ein paar Jahren. Dennoch sei diese Selbstdefinition nicht einfach: "Frauen und Männer, die sich als bisexuell identifizieren, erfahren Stigmatisierung sowohl von Heterosexuellen als auch von Homosexuellen", so Herbenick gegenüber CNN. Eine erst kürzlich veröffentlichte Studie der University of Massachusetts hatte bereits angeführt, dass Bisexuelle unter Monosexismus – also den Glauben, dass Menschen nur heterosexuell, lesbisch oder schwul sein können – leiden würden (queer.de berichtete).

Zahl der Schwulen und Lesben stagniert

Der Befragung zufolge sehen sich 1,3 Prozent der Frauen als lesbisch und 1,9 Prozent der Männer als schwul an. Das ist ungefähr gleich viel wie in der letzten Befragung. Ein weiteres Prozent aller Befragten beantwortete die Frage nach der sexuellen Orientierung nicht. Nach Angaben von Casey E. Copen vom CDC-Statistikzentrum ist der Anteil niedriger als bei anderen Befragungen, weil die Fragestellung enger gefasst war.

Der Anteil der Menschen, die gleichgeschlechtliche sexuelle Erfahrungen haben, liegt zugleich weit höher als derjenigen, die sich als homo- oder bisexuell ansehen: 17,4 Prozent der Frauen berichteten, mindestens einmal mit einer anderen Frau Sex gehabt zu haben. Bei der letzten Befragung waren es nur 14,2 Prozent. Bei männlichen Befragten stieg der Anteil auf niedrigerem Niveau an, von 5,2 auf 6,2 Prozent. (dk)

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#1 Foxie
  • 08.01.2016, 12:55h

  • Interessant. Soviel zu "Bisexualität gibt es nicht!", was ich schon mehr als einmal zu hören bekam.
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#2 DannyCologne89Profil
  • 08.01.2016, 12:56hKöln
  • Jaja... weil sich viele lieber als "bi" bezeichnen, anstatt den Arsch in der Hose zu haben, sich homosexuell zu outen... Ganz einfach!

    Leider ist es um die Toleranz in Deutschland nicht so gut bestellt, deshalb sind diese Zahlen so.

    Laut einer Studie aus den USA und Australien sinkt dort die Zahl der Bi´s und die Zahl der offen Homosexuellen steigt. Da kam letzte Woche ein sehr interessanter Bericht auf dem australischen Sender SBS!
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#3 WayneAnonym
#4 Cis ChrisAnonym
  • 08.01.2016, 13:32h
  • Antwort auf #2 von Danny89
  • Da haben wir sie ja schon, die Stigmatisierung Bisexueller!
    Ich bin schwul. Das sage ich deswegen, weil ich mich von Frauen noch nie sexuelle angezogen gefühlt habe. Oder noch deutlicher: Ein Frau könnte mit mir machen, was sie wollte, Schwanger wird sie sicher nicht :)

    Anders bei meinem Mann (der sehr wohl vor mir Frauen als Partnerinnen hatte) und einen sehr guten Freund, der darunter leidet, zwischen den Stühlen zu vögeln und zu lieben. Seine Sexualität ist auf beide Geschlechter fixiert, was in klassischen festen Beziehungen immer zu einem "mir fehlt was" geführt hat. "Den Arsch in der Hose" zu sich zu stehen, hat er jedesmal mit dem Ende der Beziehung bezahlt bisher.

    Schöne Grüße
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#5 NickAnonym
  • 08.01.2016, 13:41h

  • "Frauen und Männer, die sich als bisexuell identifizieren, erfahren Stigmatisierung sowohl von Heterosexuellen als auch von Homosexuellen",

    Nicht zu vergessen dass sich bisexuelle Männer durch die Gesellschaft stigmatisierter fühlen als Frauen. Bisexuelle Frauen gelten bei vielen Heten als Hui, aber bisexuelle und schwule Männer bei nicht wenigen Heten immer noch als Pfui.

    Das erklärt u.a. das sich mehr ehemals als Hetero definierte Frauen bisexuell zu nennen, während ehemals sich heterosexuell definierende Männer Schwierigkeiten haben zu ihrer Bisexualität zu stehen.
    Lesbische Bisexualität in Hetenpornos sind normal und selbst in Spielfilmen werden Zärtlichkeiten unter Frauen offenherziger dargestellt als Erotik unter Männern.

    Das zeigt alles, dass die Stigmatisierung von Bisexuellen in der heteronormativen Welt, in der wir alle leben und sozialisiert werden, gewichtiger wirkt als die in letzter Zeit viel beschworene Stigmatisierung von Bi's durch Homos.

    Beides ist Diskriminierung, aber man sollte die Verhältnismäßigkeit wahren und es ist eindeutig das bisexuelle Männer ebenso wie schwule in erster Linie unter homophoben Heteros leiden und darunter das unsere Gesellschaft Erotik und sogar Zärtlichkeiten zwischen Männern tabuisiert.

    Das in einem Film ein Schauspieler einem anderen in die Fresse schlägt und sich Männer bis aufs Blut prügeln ist Usus, männliche Schauspieler die zärtlich zueinander sind oder sich gar küssen eine Rarität.

    Das sind alles Faktoren die man nicht außer acht lassen darf wenn es darum geht wer sich zu outen traut.
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