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Der suspendierte Pfarrer will weiter gegen seine Verurteilung kämpfen (Bild: Markus Daams / flickr / by-sa 2.0)

In Niederösterreich soll ein Pater einen jungen Mann mit K.O.-Tropfen betäubt und sich sexuell an ihm vergangen haben. Der Geistliche bestreitet das und spricht von einer Liebesbeziehung.

Das Oberlandesgericht Wien hat einen 49-jährigen Ex-Pfarrer zu einer Haftstrafe in Höhe von vier Jahren verurteilt, weil er von 2011 bis 2012 einen heute 26-Jährigen mehrfach mit einem Betäubungsmittel außer Gefecht gesetzt und ihn anschließend sexuell missbraucht haben soll. Fabian V., der als katholischer Pfarrer in der 20 Kilometer von Wien entfernten Kleinstadt Traiskirchen gearbeitet hatte, bestreitet jedoch nach wie vor die Tat und beharrt seit Jahren darauf, dass er mit dem volljährigen Mann eine einvernehmliche Liebesbeziehung geführt habe.

Der Fall lief bereits durch mehrere Instanzen. Der Pater hat jeweils Einspruch gegen seine Verurteilung eingelegt, allerdings hat das Oberlandesgericht nun sogar das Strafmaß der Vorinstanz um acht Monate angehoben. Die Richter begründeten das mit der sogenannten Generalprävention (Abschreckung), weil sich sexuelle Übergriffe von christlichen Würdenträgern derzeit häufen würden.

Anwalt beantragt neues Verfahren

V.s Anwalt Michael Dohr kritisierte die Anhebung des Strafmaßes scharf: "Das war eine Privatangelegenheit und hat mit seiner Funktion als Pfarrer nichts zu tun. Daher ist auch die Begründung der Generalprävention ein Witz", so Dohr nach Angaben der Tageszeitung "Kurier". Der Rechtsanwaltt hat einen Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens eingebracht. Scheitert dieser Antrag, müsste der Pfarrer in der kommenden Woche die Haftstrafe antreten.

Der Fall sorgt bereits seit dem Beginn der Ermittlungen vor über vier Jahren in Österreich für Aufregung: So berichteten Lokalzeitungen, die Homosexualität des überaus beliebten Pfarrers sei ein offenes Geheimnis gewesen. Der Geistliche habe das "Opfer" auch in Costa Rica besucht, als es dort studiert habe. Es habe zudem Zeugen gegeben, die das Paar bei einem gemeinsamen Urlaub in München beim öffentlichen Austausch von Zärtlichkeiten gesehen hätten- und zwar nach einer angeblichen Vergewaltigung.

Nach Angaben des Pfarrers wollte der junge Mann außerdem keine Anzeige erstatten, sei aber offenbar von seinen streng konservativen Eltern dazu gezwungen worden. In dieser Familie habe der junge Mann seine Homosexualität nicht zugeben können. Daher habe er die Beziehung und die Freundschaft zu dem Pfarrer kurz vor der Anzeige beendet und ihm gesagt, dass er fortan mit einer Frau ausgehen werde. (dk)



#1 LucaAnonym
#2 michael008
#3 panzernashorn
  • 08.01.2016, 16:32h
  • Dennoch: welch psychisch gestörte, arme Menschen - durch religiösen Einfluss krank gemacht!

    Anstatt ihre natürliche Sexualität auszuleben, sind sie mit Selbstbelügerei und Schauspiel der Gesellschaft gegenüber beschäftigt - wie traurig, armselig und bedauernswert.

    Ein innerlich erwachsen gewordener, aufgeklärter Mensch handelt anders!
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#4 Rosa SoliAnonym
  • 08.01.2016, 18:02h
  • Bemerkenswert finde ich den Hinweis mit der Generalprävention, weil sich sexuelle Übergriffe durch Würdenträger so häufen würden.

    Mit anderen Worten: "Wir müssen wegen der ganzen Kinderficker im kath. Klerus jetzt endlich mal ein Exempel statuieren."

    Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Die österreichische Justiz sieht sich gezwungen, abschreckende Strafen gegen Geistliche zu verhängen! Was für ein Armutszeugnis für die katholische Kirche.

    Dazu passt auch der erschütternde Bericht aus der Süddeutschen:

    www.sueddeutsche.de/bayern/regensburg-mehr-missbrauchsfaelle
    -bei-den-domspatzen-als-bisher-bekannt-1.2808939


    Aber daran stört sich der deutsche Michel nicht, solange die Täter keine wilden Afrikaner oder sexuell unbändige Araber sind.
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#5 wiking77
  • 08.01.2016, 20:29h
  • was war denn das für ein Betäubungsmittel? Weihrauch und Weihwasser - oder der Messwein? Die Sache ist meines Erachtens immer noch nicht ganz entworren.
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#6 Homonklin44Profil
  • 09.01.2016, 03:17hTauroa Point
  • Eine sehr merkwürdige Geschichte, zu der es mangels Durchblick nicht wirklich ratsam ist, viel zu sagen.

    Fraglich, waren die nun ein Paar oder nicht, welchen Anteil nehmen die gestreng religiotischen Eltern des jungen Mannes an der möglichen Gewaltkonstruktion... Einiges klingt da nicht ganz kosher.

    Es gibt zu viele kriminellsexuelle Geistliche, und es ist nur richtig, wenn auch deren Taten strafverfolgt werden, keine Frage, aber dieser Fall ist so seltsam, da könnte eben auch der Padre das Opfer sein (?)
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#7 BobAachenProfil
#8 Klare KanteAnonym
#9 stromboliProfil
  • 09.01.2016, 13:46hberlin
  • Antwort auf #4 von Rosa Soli
  • Das urteil gegen den lügenhaften pfaffen ist kein grund für uns zu jubeln, nur weils hier mal einen religioten trifft...
    denn wer weiter denkt und das gerichtsurteil entsprechend interpretiert, wird in geringer ferne auch die prävention gegenüber dem gewöhnlichen homosexuellen herauslesen können...

    Generalprävention gegen sexuelle verhaltensformen...
    Das hatten wir doch und kennen auch seine namen: &175!

    "Nach Angaben des Pfarrers wollte der junge Mann außerdem keine Anzeige erstatten, sei aber offenbar von seinen streng konservativen Eltern dazu gezwungen worden. In dieser Familie habe der junge Mann seine Homosexualität nicht zugeben können. Daher habe er die Beziehung und die Freundschaft zu dem Pfarrer kurz vor der Anzeige beendet und ihm gesagt, dass er fortan mit einer Frau ausgehen werde. (dk)"
    Da handeln eltern und richter auf gleicher ebene!
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#10 stromboliProfil
  • 09.01.2016, 14:00hberlin
  • Antwort auf #5 von wiking77
  • wahrscheinlich hat der pfaffe dem guten einen beitrag von dir aus unseren seiten vorgelesen und so ihn ins koma fallen lassen...werden wir je gewissheit erhalten?!Antworten » | Direktlink »