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  • 08.01.2016, 15:19h           18      Teilen:   |

Aktion gegen Homophobie

Wien: Streit um LGBT-Schulaufklärung

Artikelbild
Stadträtin Sandra Frauenberger bei der Präsentation der Plakate im Oktober 2015
Bild: Stadt Wien

Konservative und Rechtspopulisten sind empört, dass an Schulen in der österreichischen Hauptstadt Plakate gegen Homophobie hängen sollen.

Die Wiener Plakataktion "Vielfalt im Schulhaus ist sichtbar" stößt auf heftigen Widerstand. Neben der katholischen Kirche und einigen erzkonservativen Gruppen kritisieren auch Rechtspopulisten und die Österreichische Volkspartei (ÖVP) die Kampagne.

Die Plakate waren vom Verein "Ausgesprochen", einem Verband von LGBT-Lehrern, entworfen worden. 3.500 Poster sollen kommenden Monat an die 700 Wiener Schulen verteilt werden, um so gegen Homo- und Transsexuellenfeindlichkeit vorzugehen. Das Projekt ist von der Stadt Wien finanziert worden.

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ÖVP-Politikerin: "Absurde Aktion"

Die ÖVP-Politikerin Sabine Schwarz argumentiert, dass der Kampf gegen Homophobie keine Aufgabe der Schulen sei - Quelle: ÖVP Wien
Die ÖVP-Politikerin Sabine Schwarz argumentiert, dass der Kampf gegen Homophobie keine Aufgabe der Schulen sei
Bild: ÖVP Wien

"Erziehung und Sexualerziehung sind primäres Recht und Verantwortung der Eltern, nicht von irgendwelchen Magistratsabteilungen, die den Schulen vollkommen absurde Aktionen aufdrängen", kritisierte die ÖVP-Gemeinderätin Sabine Schwarz am Donnerstag in einer Pressemitteilung. Sie fordert einen sofortigen Stopp der Kampagne. "Schulen haben definitiv andere Aufgaben – nämlich die bestmögliche Ausbildung der Kinder".

Im österreichischen Parlament, dem Nationalrat, hatte die rechtspopulistische Partei "Team Stronach" bereits im Oktober eine Anfrage gegen die "Gender-Indoktrinationsplakate an Wiener Schulen" gestellt (PDF). In der Ende Dezember formulierten Antwort stellte Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) fest, "dass die Vermittlung von Werten wie Respekt und Akzeptanz gegenüber andersempfindenden Menschen eine wesentliche Aufgabe schulischer Bildung ist" (PDF).

Die Wiener SPÖ verteidigte am Donnerstag ebenfalls die Aktion. "Ein Klassenzimmer, in dem 'schwul' oder 'lesbisch' noch immer als Schimpfwörter verwendet werden, muss jetzt und ein für alle Mal der Vergangenheit angehören", sagte SPÖ-Bildungssprecher Heinz Vettermann. Damit würden die Schulen nicht ihre Kompetenzen überschreiten: "Die Schule spielt eine wichtige Rolle in der Erziehung – und damit auch in der Sexualerziehung – von Kindern und Jugendlichen."

7.000 Homo-Gegner haben Online-Petition unterschrieben

Die Plakataktion war bereits im Oktober letzten Jahres vorgestellt worden (queer.de berichtete). Daraufhin hatten rund 7.000 Menschen eine Online-Petition gegen die Kampagne unterzeichnet. Protest-Organisatorin Leni Kesselstat war bereits Gast bei der Suttgarter "Demo für alle", die europaweite Kampagnenplattform "Citizen Go" wird auch von deutschen Gegnern von LGBT-Rechten benutzt.

Mehrere kirchliche Organisationen wie der Landesverband Katholischer Elternvereine und der Katholische Familienverband der Erzdiözese Wien hatten ebenfalls gegen die Plakate protestiert.

Der Verein "Ausgesprochen" begründet die Kampagne auf seiner Website damit, dass Schule "gelebte Heterosexualität" sei, in der LGBT stets am Rande stünden: "Schulbücher, Schulfächer, erwachsene Orientierungspersonen: Sie alle erzählen von tradierten Lebensentwürfen und beziehen sich dabei entweder auf etablierte und reduzierte Vergangenheit oder beschwören normiertes familiäres Zukunftsideal". Daher solle mit der Aktion gezeigt werden, dass LGBT auch an Schulen anzutreffen seien. (dk)

Galerie
Posterserie "Vielfalt im Schulhaus ist sichtbar!"

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Tags: wien, schule, österreich, övp, homophobie
Schwerpunkte:
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Reaktionen zu "Wien: Streit um LGBT-Schulaufklärung"


 18 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
08.01.2016
15:49:51


(+2, 2 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"Erziehung und Sexualerziehung sind primäres Recht und Verantwortung der Eltern, nicht von irgendwelchen Magistratsabteilungen, die den Schulen vollkommen absurde Aktionen aufdrängen", kritisierte die ÖVP-Gemeinderätin Sabine Schwarz"

Absurd sind die gesellschaftlichen anschauungen der politischen rechten Arme der alt- und neufaschisten die konservative und freiheitliche österreichische partei.
Wahrscheinlich nicht einmal die hälfte der Politiker hat eine Ahung vom ressort, das sie representieren aber so tun als können sie alles. Oh man, Natur lass so viel wie möglich Hirn regnen, aber ich fürchte auch Du würdest schnell an Deine GVrenzen kommen, bewi soviel egoismus und rechthaberei.


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#2
08.01.2016
15:51:32


(+7, 7 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"Schulen haben definitiv andere Aufgaben nämlich die bestmögliche Ausbildung der Kinder".

So is es und dazu gehört die Sexualaufklährung der Lehrer, Kinder und Eltern


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#3
08.01.2016
15:53:12


(+4, 4 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"7.000 Homo-Gegner haben Online-Petition unterschrieben"

Sollche Actionen zeigen das wahre Gesicht einer Gesellschaft.


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#4
08.01.2016
15:58:47


(+5, 5 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"Die Wiener Plakataktion "Vielfalt im Schulhaus ist sichtbar" stößt auf heftigen Widerstand. Neben der katholischen Kirche und einigen erzkonservativen Gruppen kritisieren auch Rechtspopulisten und die Österreichische Volkspartei (ÖVP) die Kampagne."

Damals, vor mehr als 15 Jahren, wie ich eine Dokumentation über christliche Vertreter, die die Naturwissenschaften Darwins anders interpretieren, gesehen hatte, stellten sich meine Haare aus Furcht richtiggehen auf. Die aktuelle weltweite Situation zeigt, das meine damalige Furcht nicht unbegründet wahr.


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#5
08.01.2016
17:51:09


(+5, 7 Votes)

Von TimJohannesWatch


Was sagen eigentlich "bürgerliche Schwule" und Verteidiger der RKK zum Verhalten der Österreichischen Konservativen und den Kirchen?
Und wie gedenken die Kirchen, die Konservativen und die besorgten Eltern in Österreich eigentlich, Vorfällen wie in Düsseldorf vorzubeugen?
Aufklärung ab 18 Jahren, wenn es zu spät ist?
Komisch. Erst sich gegen Aufklärung massiv wehren, aber wenn Jugendliche homophob aggressiv werden, dann ist die Betroffenheit groß.
Was für ein verlogenes Pack mit ihrer Doppelmoral!


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#6
08.01.2016
18:18:51


(+5, 5 Votes)

Von michael008
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von TimJohannesWatch


stimmt genau, und dann wird Migranten und Flüchtlingen die Abwesenheit eben dieser Aufklärung, die man der eigenen Jugend auch weiter vorenthalten möchte, vorgeworfen.
Wie scheinheilig.


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#7
09.01.2016
03:14:50


(+1, 5 Votes)

Von BobAachen
Aus Aachen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 30.09.2015


...Schule "gelebte Heterosexualität" sei...
Aha. Wird in Österreichs Schulen heterosexuell rumgebumst? Öffentlich? Video nach youtube?


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#8
09.01.2016
08:41:39
Via Handy


(-3, 3 Votes)
 
#9
09.01.2016
14:15:03


(+7, 7 Votes)

Von Robin


Wenn es darum geht, Bildung und Aufklärung zu verhindern, stehen Konservative, Rechtspopulisten und Rechtsextreme Seite an Seite...

Warum haben die wohl was gegen Bildung und Aufklärung und warum wollen die wohl die Schüler dumm halten?


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#10
09.01.2016
14:21:54


(+7, 7 Votes)

Von Yannick


Bei dieser Aktion geht es darum, das Mobbing zu reduzieren und die deutlich höhere Selbstmordrate unter LGBTI-Jugendlichen wenigstens etwas zu senken.

Wer solche Aktionen verhindert, nimmt mindestens Mobbing, Gewalt und Suizide billigend in Kauf oder unterstützt dies sogar.

Wie weit muss wohl der Hass der Konservativen gehen, dass sie für ihre Ideologie sogar über die Leichen von Jugendlichen gehen?!


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