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Hausfassade in Hamburg-Altona (Bild: flickr / Klaus Friese / by 2.0)

In Hamburg startet im Februar ein Wohnprojekt für homosexuelle Männer mit psychischen Beeinträchtigungen, die sich in anderen psychiatrischen Einrichtungen allein unter Heteros nicht recht aufgehoben fühlen.

Die "WG 18" ist ein Gemeinschaftsprojekt vom Psychosozialen Trägerverein Eppendorf Eimsbüttel und der Schwulenberatung im Magnus-Hirschfeld-Centrum. In einer angemieteten Wohnung in Altona-Nord können mindestens drei Männer leben. Für jeden Mitbewohner ist ein Einzelzimmer bereitgestellt, der Gemeinschaftsraum wird für Gruppensitzungen und für die Freizeitgestaltung genutzt.

Das Angebot in der ersten betreuten Wohngemeinschaft für psychisch belastete Schwule besteht u.a. aus Einzelgesprächen, Gruppenaktivitäten, Hilfestellungen zur Krisenbewältigung und Unterstützung bei der beruflichen Entwicklung. Die Besonderheit an der "WG 18" ist, dass die betreuenden Mitarbeiter selbst schwul sind. Sie kennen das homosexuelle Leben in Hamburg aus eigener Erfahrung und können auch im Umgang mit Szene, Partnerschaft und Sexualität beraten.

Voraussetzung für den Einzug in die betreute WG ist die Eingliederungshilfe nach den Paragrafen 53 und 54 des Sozialgesetzbuchs XII. Interessierte können sich für einen Gesprächstermin unter Tel. (040) 432 82 44 90 melden. (cw)



#1 Homonklin44Profil
  • 09.01.2016, 22:06hTauroa Point
  • Das klingt nach einem guten Start für eine längst überfällige Sache, die man erweitert auf der Ebene für Pflegefälle, betreutes Wohnen für Senioren oder andere LGBTIQ's mit Assistenzbedarf ins Leben rufen könnte. Sofern es sowas nicht eh schon gibt.

    Als einziger Schwuler ist man umgeben von Heteros und Heteras in einer Einrichtung wirklich verlassen genug. Alle Wege hin zur Community werden dadurch erschwert, sich in einer hetero geprägten Umgebung einfügen zu sollen.

    Super Idee, ich hoffe, das bekommt Ableger!
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#2 TheDad
  • 09.01.2016, 22:20h
  • Antwort auf #1 von Homonklin44
  • ""Das klingt nach einem guten Start für eine längst überfällige Sache, die man erweitert auf der Ebene für Pflegefälle, betreutes Wohnen für Senioren oder andere LGBTIQ's mit Assistenzbedarf ins Leben rufen könnte. Sofern es sowas nicht eh schon gibt.""..

    Leider nicht..
    Mit Ausnahme einiger Projekte die sich für LGBTTIQ-Jugendliche engagieren, die von Obdachlosigkeit bedroht sind..

    ""Voraussetzung für den Einzug in die betreute WG ist die Eingliederungshilfe nach den Paragrafen 53 und 54 des Sozialgesetzbuchs XII.""..

    Über diese Eingliederungshilfen werden auch sämtliche Projekte der Obdachlosen-Hilfen, aber auch die Frauen-Häuser oder die Jugend-Häuser organisiert..
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#3 isegalAnonym
  • 30.01.2016, 20:49h
  • Das letzte was unsere Welt gebrauchen kann ist die zunehmende Psychiatrisierung. Die Institution Psychiatrie gehört abgeschafft. Die Insassen müssen zu einem selbstbestimmten Leben befähigt werden. Mit Medikamenten kann man keine Probleme lösen. Mit mehr Nächstenliebe würde man eher weiterkommen.
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