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  • 10.01.2016, 16:05h           47      Teilen:   |

Unioni Civili

Italiens Bischöfe an Lesben und Schwule: "Es gibt kein Recht auf Kinder"

Artikelbild
Für Kardinal Edoardo Menichell, dem Familienbeauftragten der italienischen Bischofskonferenz, haben die "Wünsche" von Lesben und Schwulen nichts mit Gleichberechtigung zu tun

Die italienische Bischofskonferenz warnt vor Eingetragenen Partnerschaften und der Stiefkindadoption für Homosexuelle.

Italien ist das einzige westeuropäische Land in der Europäischen Union, das homosexuelle Beziehungen bislang rechtlich nicht anerkennt – und nach dem Willen der katholischen Kirche soll das wohl auch so bleiben. Die italienische Bischofskonferenz hat sich am vergangenen Donnerstag erneut gegen die von Ministerpräsident Matteo Renzi geplante Einführung eingetragener Partnerschaften ("Unioni Civili") ausgesprochen.

Vor allem die sogenannte Stiefkindadoption – die Möglichkeit, das leibliche Kind des Partners zu adoptieren – will die katholische Kirche verhindern. Es gebe kein Recht auf Kinder, erklärte Kardinal Edoardo Menichelli gegenüber der Tageszeitung "La Stampa", Kinder seien "kein Besitz". Der Familienbeauftragte der Bischofskonferenz befürchtete im Falle einer Legalisierung, dass Homosexuelle im Ausland von Leihmüttern ein Kind austragen und dieses dann von ihrem Lebenspartner in Italien adoptieren ließen.

Für Menichelli ist ein Adoptionsverbot für Lesben und Schwule keine Diskriminierung: Jede Person müsse unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung respektiert werden, sagte der Kardinal. Aber "nicht alle Wünsche sind Rechte, nicht alle Formen des Zusammenlebens können der Ehe gleichgestellt werden". Katholische Verbände und Organisationen haben bereits Unterschriftensammlungen und Demonstrationen gegen die "Unioni Civili" angekündigt.

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Auch in der Regierungskoalition ist das Gesetz umstritten

Ein von der Senatorin Monica Cirinnà von der Demokratischen Partei (PD) erarbeiteter Gesetzentwurf zur Einführung eingetragener Partnerschaften liegt dem Parlament bereits seit Oktober vor (queer.de berichtete). Voraussichtlich am 26. Januar will der Senat darüber beraten – der Ausgang ist ungewiss. Für den 23. Januar haben LGBT-Organisationen zu Großdemonstrationen in mehreren Städten aufgerufen, um Druck auf die Regierung zu machen.

In der Koalitionsregierung von Ministerpräsident Matteo Renzi ist das Projekt umstritten. Während Renzis PD überwiegend hinter dem Vorhaben steht, lehnt die christdemokratische NCD die Stiefkindadoption strikt ab. Beide Parteien drohten bereits öffentlich damit, Stimmen aus der Opposition zu suchen, um die "Unioni Civili" zu beschließen beziehungsweise zu verhindern.

Bereits 2007 hatte die damalige Mitte-Links-Regierung von Ministerpräsident Romano Prodi geplant, Lebenspartnerschaften einzuführen. Das Projekt scheiterte damals am Widerstand der kleinen katholischen Partei UDEUR, die damals einer Neun-Parteien-Koalition angehörte (queer.de berichtete). (cw)

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Tags: italien, unioni civili, lebenspartnerschaft
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Reaktionen zu "Italiens Bischöfe an Lesben und Schwule: "Es gibt kein Recht auf Kinder""


 47 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
10.01.2016
16:13:18


(+9, 9 Votes)

Von wiking77
Profil nur für angemeldete User sichtbar


auf jeden Fall ist ein Kind keine Verfügungsmasse, kein Luxusgegenstand, kein Möbelstück, kein Haustier.

Es ist egal, ob ein heterosexuelles Paar oder ein homosexuelles Paar ein Kind haben will - es sollte die Adoption aus Liebe und Bereitschaft zu Verantwort für den jungen Menschen machen und nicht weil es halt ein Prestige ist, ein Kind in der Partnerschaft zu haben; wie ein gemeinsames Haus, ein Auto oder ein Schmuckstück.

Alles andere was der italienische Pope meint ist schnurz egal, denn gerade diese Herrschaften verstehen am wenigsten was von Kinder erziehen und sich um Kinder sorgen.


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#2
10.01.2016
16:24:31


(+7, 9 Votes)

Von David77


"Italiens Bischöfe: "Es gibt kein Recht auf Kinder""

Es gibt kein Recht anderen Menschen den Kinderwunsch abzusprechen und es gibt kein Recht anderen Menschen vorzuschreiben, ihr Kind zu taufen zu lassen, liebe RKK!!!!!

Was ist denn nun mit der großen epochalen Wende im Vatikan, die uns im Herbst 2014 noch von unserem Missionar versprochen wurde?
Und was ist denn nun mit der schwulenfreundlichen Haltung, die jeder schwule Katholik doch raushören und verstehen will, Herr GeorgG?

"Die italienische Bischofskonferenz hat sich am vergangenen Donnerstag erneut gegen die von Ministerpräsident Matteo Renzi geplante Einführung eingetragener Partnerschaften ("Unioni Civili") ausgesprochen."

WIE? Ich dachte, der Papst würde sich doch FÜR die ELP aussprechen und "nur" gegen die Öffnung der Ehe!
Der Papst als Vorreiter in Sachen Gleichstellung, wie unser Missionar es immer wieder runtergebetet hat??
Ja, was denn jetzt??

Johannes45 schreibt am 17.12.2015, 20:10:40 Uhr:
"Im März 2014 erklärte Franziskus, die Katholische Kirche müsse staatliche Regelungen im Hinblick auf homosexuelle Lebenspartnerschaften evaluieren (z.B. im Hinblick auf Krankenversicherung). Ihre Gleichstellung im Eherecht lehnte er weiterhin ab.Queer.de, 6. März 2014: [
Link zu www.queer.de
''Papst will Lebenspartnerschaften evaluieren'']

---> Diese Fakten stehen teilsweise in diametralen Widerspruch zu Artikeln der Queer, wenn es um die Person Franziskus und seine Haltung geht. Da die Queer aber hier seit Jahren bekannt ist, eher einseitig zu berichten, ist auch dieser Bericht der Queer nach meiner Einschätzung kritisch zu bewerten."

Link zu www.queer.de

Ist das etwa auch nur wieder ein Mißverständnis und ein Widerspruch von queer.de,
TimJohannesMarkusOliver42-45???

Meine Antwort damals:

Link zu www.queer.de

Und jetzt klär uns doch bitte auf, wo ich mich oder andere User und queer.de uns irren!?


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#3
10.01.2016
17:08:50


(+6, 8 Votes)
 
#4
10.01.2016
17:32:13


(+5, 5 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"Es gebe kein Recht auf Kinder,"

Die Aussage: "Es gebe kein Recht" zeigt, in was für einer Sphä­re die vatikanischen Strohköpfe leben.


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#5
10.01.2016
17:35:23


(+6, 6 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"Kinder seien "kein Besitz".

Ach so?!, die Kinder dürfen kein Besitz sein, weil sie automatisch im Besitz des Vatikans sind, deshalb sind wir die schlechten, weil wir uns dagegen währen.


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#6
10.01.2016
17:38:51


(+6, 8 Votes)

Von Fredinbkk
Aus Bangkok (Thailand)
Mitglied seit 08.01.2015


...mal ehrlich, wer hat andres von den senilen ,widerlichen Macht und GeldgeilenTempelhuschen und ihrer Gross-Sekte erwartet ...ich nicht..


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#7
10.01.2016
17:42:04


(+6, 6 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"Jede Person müsse unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung respektiert werden,"

Du verdammter esel, ich will nicht respektiert werden, ich will akzeptiert werden, ohne wenn und aber!!!!!!!!!!

"nicht alle Wünsche sind Rechte,"

Wieder ein Beweis was zeigt, was für monster in der katholischen kirche sind. Menschenrechte sind keine Wünsche, Menschenrechte sind und dürfen nicht verhandelbar sein!!!!!

"Unterschriftensammlungen und Demonstrationen gegen die "Unioni Civili" angekündigt."

Das wird zeigen, wie die Italiener denken, ich bin gespannt!


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#8
10.01.2016
17:44:44
Via Handy


(+9, 9 Votes)

Von Luca


>> "Italiens Bischöfe an Lesben und Schwule: "Es gibt kein Recht auf Kinder""

Diese Aussage zeigt, weiches Bild die katholische Kirche von Kindern hat. Die sehen Kinder als Ware an, an denen man Eigentumsrechte oder andere Rechte hat.

Die werden niemals die wahren Gründe verstehen, weshalb jemand Kinder haben will.


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#9
10.01.2016
17:50:41


(+3, 5 Votes)

Von panzernashorn
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Was für eine verschrobene, verklemmte und frustrierte Schrankschwester ist denn das schon wieder?

Da gehen aber sofort alle Warnleuchten an.....!!


"Si tacuisses philosophus mansisses" - aber auch das nur vielleicht.

Die haben echt den Knall nicht mehr gehört!


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#10
10.01.2016
17:56:20


(+7, 9 Votes)
 
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