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"Moralische Sittenlosigkeit"

Katar verbietet "The Danish Girl"


Der Film um Trans-Pionierin Lili Elbe (Eddie Redmayne, re.) und Ehefrau Gerda (Alicia Vikander) ist zu heiß für Katar (Bild: Universal)

Das WM-Land hat Kinos untersagt, das Biopic über Trans-Pionierin Lili Elbe zu zeigen.

Das Kulturministerium des Emirats Katar hat am Montag laut "Doha News" erklärt, dass die amerikanisch-britische Co-Produktion "The Danish Girl" nicht mehr öffentlich aufgeführt werden darf. Der Film war diesen Monat in einigen Kinos in der Hauptstadt Doha angelaufen. Das hatte zu Online-Protesten geführt, in denen beklagt wurde, dass die Filmbiografie "moralische Sittenlosigkeit" zeige. Ein Hashtag gegen den Film stand zeitweise in den Twitter-Trends von Katar ganz oben.

Auf dem Kurznachrichtendienst schrieb das Kulturministerium am Montag: "Wir möchten Sie darüber informieren, dass wir die verantwortlichen Stellen kontaktiert haben und die Kino-Aufführung von 'The Danish Girl' ab sofort verboten ist. Wir danken Ihnen für Ihre unerschütterliche Wachsamkeit."

"The Danish Girl" ist am vergangenen Donnerstag auch in Deutschland angelaufen und erzählt die Geschichte von Lili Elbe, die sich Anfang der Dreißigerjahre als einer der ersten Menschen weltweit geschlechtsangleichenden Operationen unterzog (queer.de berichtete). Elbe wird vom britischen Ausnahmeschauspieler Eddie Redmayne dargestellt, der bereits im vergangenen Jahr einen Oscar für die Rolle des Stephen Hawking in "Die Entdeckung der Unendlichkeit" erhalten hatte. Die FSK hat "The Danish Girl" ab sechs Jahren freigegeben.

Geschlechtsanpassung und Homosexualität verboten

In Katar sind Geschlechtsanpassungen ebenso verboten wie homosexuelle Handlungen. Auf die gleichgeschlechtliche Liebe stehen im Emirat fünf Jahre Haft.

Das Land steht seit Jahren in der Kritik von LGBT-Aktivisten. Vor allem regte sich Widerstand, nachdem die FIFA vor fünf Jahren die Fußballweltmeisterschaft 2022 nach Katar vergeben hatte (queer.de berichtete). Daraufhin empfahl der inzwischen in Ungnade gefallene FIFA-Präsident Sepp Blatter schwulen Fußballfans, bei einem Katar-Besuch auf Sex zu verzichten (queer.de berichtete). Später entschuldigte sich der Schweizer für diese Äußerung (queer.de berichtete).

Internationale Organisationen beklagen, dass Katar auch in anderen Bereichen Menschenrechte verletzt. So würden Gastarbeiter, die die WM-Stadien bauen, wie Sklaven behandelt. Kritik gab es auch am Fußballverein FC Bayern München, der trotz der schlechten Menschenrechtslage derzeit sein Winter-Trainigslager in Doha abhält. (dk)

 Update  01.02.16: Die Liste der Staaten aus dem Nahen Osten, die "The Danish Girl" nicht zeigen wollen, nimmt zu: Auch die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman, Bahrain, Jordanien und Kuwait haben den Film verboten.



Schwule Fußballfans verurteilen WM-Vergabe an Katar

Beim 8. internationalen Treffen des Netzwerkes der schwul- lesbischen Fußballfanclubs (QFF) wurde eine Resolution gegen die Vergabe der WM 2022 an Katar beschlossen.
Blatter entschuldigt sich

FIFA-Chef Sepp Blatter hat sich für seinen Ratschlag an Schwule und Lesben entschuldigt, bei der WM 2022 in Katar keinen Sex zu haben.
#1 FaecherAnonym
  • 12.01.2016, 14:21h

  • Was anderes hätte mich auch gewundert. Es geht um eine queere Beziehung und ein Land was die Todesstrafe für Homosexuelle vorsieht ist über so einen Film bestimmt nicht "amused.
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#2 FaecherAnonym
#3 Klare KanteAnonym
  • 12.01.2016, 15:13h
  • Was will man den von so einem Staat erwarten, der 2022 die Fußball-WM ausrichtet und die Arbeiter wie den letzten Dreck behandelt? Daran würde das folgende Video auch nichts ändern:

    www.youtube.com/watch?v=eCJB7ziLCxQ

    Ich bin ja mal gespannt, welche Staaten den Film noch nicht in den Kinos zeigen wird. Ich tippe als nächstes auf Saudi-Arabien.
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#4 BusinessTodayAnonym
  • 12.01.2016, 15:27h
  • Antwort auf #3 von Klare Kante
  • Noch so 'n Staat:

    "Deutschland und Katar verbindet eine Geschichte goldener Geschäfte.

    Das Land hat sich in den vergangenen 15 Jahren zu einem der wichtigsten Staaten im nahen Osten für Deutschland entwickelt. Vom Mittelständler bis zum Großkonzern profitieren deutsche Firmen immer stärker von gigantischen Wachstumsraten und schier unerschöpflicher Finanzkraft des an Öl und vor allem Gas reichen Landes, dessen Bewohner das weltweit höchste Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Kaufkraft erwirtschaften.

    Deutsche Unternehmen profitieren von der Fußball-WM 2022

    Die Bundesrepublik exportiert so viele Maschinen, Autos und Dienstleistungen nach Katar wie fast kein anderes Land."

    www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/a-733129.html
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#5 SeebAnonym
  • 12.01.2016, 15:38h
  • Wer keine Argumente hat, versucht es halt mit Zensur.

    Eine Schande, dass solche Unterdrückerstaaten wo es keine Menschenrechte gibt, auch noch eine WM ausrichten dürfen.

    Da sieht man wieder mal, dass es auch im Sport nur noch um Kohle geht.
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#6 hugo1970Profil
  • 12.01.2016, 19:24hPyrbaum
  • fifa, sie sollten sich abgrundtief schämen und sich auflösen, wir brauchen nicht noch mehr mafiosische strukturen!!!!!
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#7 hugo1970Profil
#8 LucaAnonym
  • 12.01.2016, 19:35h

  • Jedes totalitäre System muss seine Bürger dumm halten, um seine Macht erhalten zu können.
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#9 TheDad
#10 hugo1970Profil