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  • 15.01.2016, 20:59h           1      Teilen:   |

Späte Reaktion auf Gewalt

Südafrika: Gewalttaten verstärken Ruf nach Gesetz gegen Hassverbrechen

Mit einer Demo hatten LGBT-Aktivisten Gerechtigkeit für die ermordete Lesbe Motshidisi Pascalina eingefordert. Kurze Zeit später stellte die Polizei vier Tatverdächtige vor.
Mit einer Demo hatten LGBT-Aktivisten Gerechtigkeit für die ermordete Lesbe Motshidisi Pascalina eingefordert. Kurze Zeit später stellte die Polizei vier Tatverdächtige vor.

Innerhalb weniger Tage wurden eine Lesbe und eine Transsexuelle brutal ermordet.

Das südafrikanische Justizministerium will in den nächsten Monaten ein Gesetz vorstellen, das Verbrechen, die aufgrund von Hass bestimmten Menschengruppen gegenüber begangen werden, stärker bestraft. Es soll neben Herkunft und Religion unter anderem auch die Merkmale sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität umfassen, sagte der stellvertretende Justizminister John Jeffery.

Pläne zur Einführung eines entsprechenden Gesetzes gegen Hassverbrechen gab es schon seit Jahren, ohne je konkret zu werden. Medienberichte und Proteste zu zwei Gewaltverbrechen an einer Lesbe und einer Transsexuellen in den letzten Tagen könnten das Vorhaben nun beschleunigt haben – sie fanden an verschiedenen Orten des Landes statt.

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Brutale Morde ohne Medieninteresse

So waren am Mittwoch vier Männer verhaftet worden, die im Verdacht stehen, Mitte Dezember eine junge Lesbe in der Provinz Gauteng ermordet zu haben. Die angebrannte Leiche von Motshidisi Pascalina, die zwischen 18 und 20 Jahre alt gewesen sein soll, zeigte brutale Verletzungen und Verstümmelungen an Augen, Brüsten und Vagina.

Am 27. Dezember wurde in der Westkap-Region zudem eine 30-jährige transsexuelle Frau ermordet, nachdem sie in einem Geschäft offenbar versehentlich einem 15-Jährigen auf die Füße getreten war. Der Junge nahm das Messer eines Freundes und stach ihr damit ins Genick. Zuvor hatte er Phoebe Titus, die nur einkaufen wollte, homo- und transphob beschimpft.

Die Organisation "Triangle Project" begrüßte das Vorhaben der Regierung zu Hassverbrechen, auch wenn das beileibe nicht alle Probleme lösen werde. Es verwies zugleich darauf, dass es bis Donnerstag gebraucht habe, bis mit der Zeitung "The New Age" ein großes Medium des Landes den Mord an Phoebe Titus aufgegriffen habe. (nb)

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Tags: südafrika, gewalt, hassverbrechen
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Reaktionen zu "Südafrika: Gewalttaten verstärken Ruf nach Gesetz gegen Hassverbrechen"


 1 User-Kommentar
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Die ersten:   
#1
16.01.2016
10:28:42


(0, 4 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"Am 27. Dezember wurde in der Westkap-Region zudem eine 30-jährige transsexuelle Frau ermordet, nachdem sie in einem Geschäft offenbar versehentlich einem 15-Jährigen auf die Füße getreten war. Der Junge nahm das Messer eines Freundes und stach ihr damit ins Genick. Zuvor hatte er Phoebe Titus, die nur einkaufen wollte, homo- und transphob beschimpft."

Nicht nur hier in Deutschland/Europa haben wir ein Jugendproblem.
Die heutige Jugend die Hetzer von morgen!
Es ist an der Zeit, das man die religionen in ihre schranken weisst. Man kann die religionen nicht direkt verurteilen, wenn Hassdelikte passieren, aber sie haben einen wesentlichen Anteil daran!!!
Wir brauchen endlich eine universelle unabhängige kompromislose und vor allem ideologiefreie Weltorganisation, die UNO darf und kann nicht mehr unsere representation sein.


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