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  • 18.01.2016, 12:57h           39      Teilen:   |

Homophobie unter deutschen Rappern

Fler: Machos mehr diskriminiert als Schwule

Artikelbild
Fler ist einer der erfolgreichsten Rapper Deutschlands (Bild: Wiki Commons / NicoJenner / CC BY-SA 3.0)

Der Berliner Rapper fühlt sich als maskuliner Mann diskriminiert in diesem Land, kritisiert CSDs und verteidigt homophobe Musiktexte.

Der 33-jähriger Rapper Fler hat in einem Interview mit dem Männermagazin "GQ" beklagt, dass er als maskuliner Mann in Deutschland mehr Diskriminierung erfahre als ein Schwuler. "Gangsta-Rapper sind in Deutschland eine Randgruppe. Ein maskuliner Typ gehört in Deutschland zu einer Randgruppe. Machos werden mehr diskriminiert als Schwule", erklärte der Künstler aus Berlin.

In dem Interview beklagte Fler auch, dass nicht-maskuline Homosexuelle in der Modebranche mehr akzeptiert werden würden. So sagte der Betreiber des Modelabels "Maskulin": "Die Aushängeschilder der Modebranche sind natürlich Schwule. Aber es gibt auch maskuline Typen, die haben für maskuline Sachen ein Händchen." Später kritisierte er, dass "prollige" Männer für ihr Auftreten kritisiert würden: "Warum stellt niemand infrage, wenn ein Homosexueller seine Sexualität 'tuckenhaft' auslebt?"

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"Schwuchtel"-Beleidigung ist ein "Sport"

Fler verteidigte auch das Schimpfwort "Schwuchtel", das in vielen Rapsongs vorkommt. Die Nutzung des homophoben Ausdrucks sei für ihn lediglich ein harmloser "Sport" unter Rappern: "Was die Leute nicht verstehen ist, dass es Teil des Sports ist, dass wir Wörter wie 'Schwuchtel' benutzen. Ein Fußballer, der einem anderen Fußballer in die Beine grätscht, hat auch keine Körperverletzung begangen."

LGBT-Aktivisten sehen in derartigen Sprüchen allerdings eine Gefahr, weil sie eine aggressive homosexuellenfeindliche Atmosphäre schaffe, die es gerade jungen Schwulen und Lesben erschwert, offen zu leben. So kam etwa eine Berliner Studie 2012 zu dem Ergebnis, dass fast zwei Drittel der Grundschüler "schwul" oder "Schwuchtel" als Schimpfwort verwenden (queer.de berichtete). Hauptgrund sei, dass homophobe Sprüche anders als etwa rassistische Kommentare noch immer gesellschaftsfähig seien.

Fler verteidigt Bushido

In dem Interview verteidigte Fler zudem die homophoben Ausfälle von Bushido. Sein Rap-Kollege hatte etwa vor gut fünf Jahren beim Transgenialen CSD in Berlin gegen Teilnehmer gepöbelt (queer.de berichtete). Den CSD beschrieb Fler dagegen als eine mögliche Gefahr für Kinder: "Wenn Männer und Frauen auf einem komischen Wagen durch die Straßen fahren würden, Latex-Kostüme tragen und sich gegenseitig ablecken, dann würde ich genauso sagen: 'Das macht man doch nicht. Hier sind kleine Kinder, die sehen das'."

Fler gehört zu den erfolgreichsten Rappern in Deutschland. Sein Album "Keiner kommt klar mit mir" erreichte im vergangenen Jahr Platz eins der deutschen Charts, mit "Weil die Straße nicht vergisst" kam er auf Rang zwei. In den letzten Jahren sorgte er immer wieder für Kontroversen, inbesondere mit frauenfeindlichen Texten. Außerdem lieferte er sich mit anderen Rappern die branchenüblichen verbalen Auseinandersetzungen.

Als seine Vorbilder sieht Fler amerikanische Gansta-Rapper wie 50 Cent an, der ebenfalls wiederholt mit homophoben Äußerungen aufgefalllen ist (queer.de berichtete). Die Ankündigungen, in die USA auszuwandern, konnte Fler aber wegen einer Bewährungsstrafe nicht wahr machen. (dk)

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Tags: fler, schwuchtel, rap, rapper
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Reaktionen zu "Fler: Machos mehr diskriminiert als Schwule"


 39 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
18.01.2016
13:33:09


(-13, 17 Votes)

Von dbfehler


Bitte lasst Fler in Ruhe. Klar, er ist nicht die hellste Torte auf der Kerze, aber er gibt sehr kurzweilige Interviews und wenn er sehen würde, dass ein schwules Pärchen in Schöneberg auf Grund von "tuckigem" Verhalten blöd angemacht werden würde, Fler würde den beiden zur Seite springen.


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#2
18.01.2016
13:48:33


(+1, 11 Votes)

Von dbfehler


Also auf dem Artikelfoto würde ich den Guten ja nicht wirklich als männlichen Macho bezeichnen. Das hat schon ein bisschen was von Milchbubi.

Da sollte er mal die Typen aus der Lederbar am Wochenende sehen. Dann weiß er was Machos sind.


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#3
18.01.2016
13:49:11


(+3, 9 Votes)

Von dbfehler
Antwort zu Kommentar #1 von dbfehler


"Nicht die hellste Torte auf der Kerze"

Okay, alles klar.

Der Typ soll ganz männlich seinen Mann stehen, dann braucht er nicht gegen andere hetzen.


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#4
18.01.2016
13:50:55


(+5, 9 Votes)

Von dbfehler
Antwort zu Kommentar #1 von dbfehler


a505...:"Fler würde den beiden zur Seite springen."

Würde mich freuen, wenn das so wäre. Hast du für deine Behauptung einen Beleg oder einen Hinweis, der das untermauert? Aus dem Artikel lässt sich das jedenfalls nicht herauslesen.


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#5
18.01.2016
13:51:16


(+16, 16 Votes)

Von James Cock
Antwort zu Kommentar #1 von dbfehler


Gangsta-Rapper sind einfach kindische Lachnummern. Wo ist da irgendwas "maskulin"? Die sind irgendwo in der Pubertät stecken geblieben und leben das jetzt voll aus. Kein Wunder, dass die vor allem bei pubertären Problem-Kids gut ankommen.


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#6
18.01.2016
14:01:09


(+9, 11 Votes)

Von dbfehler


Hammer ! Was ist das denn für einer ? In Russland werden Schwule verprügelt und verhaftet. In den arabischen und afrikanischen Ländern sogar getötet oder verstümmelt und der fühlt sich diskriminiert ???? Wo lebt der denn ? Und jemanden zu beschimpfen ist also ein Sport. Hey, Fler Du bist so ein hässlicher und dummer Vogel. Du solltest auch schwul sein, dann würden sich auch mal Frauen für Dich interessieren und müsstest nicht immer mit deinen Homos, äh, Homies abhängen. Nimms sportlich, wichser ! Und nochwas zum CSD . War der noch nie beim kölner Karneval oder dem Oktoberfest ? Was man da als Kind zu sehen bekommt, das ist schlimm. Oder die Texte von euch Rappern, die werden auch von Kids gehört, du schlaukopf. Und die sind schlimm und menschenverachtend.


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#7
18.01.2016
14:04:41
Via Handy


(+10, 10 Votes)

Von Luca


Es gibt in deutschen Gesetzen dutzende Diskriminierungen gegen GLBTI.

In den Medien nehmen GLBTI nicht mal 1% der Sendezeit ein.

Die Selbstmordrate ist unter GLBTI-Jugendlichen aufgrund homophoben Mobbings 5x höher als bei gleichaltrigen Heteros.

GLBTI verlieren ihren Job oder ihr Zuhause nur weil sie GLBTI sind.

Als GLBTI muss man immer überlegen, wo man seinen Partner oder seine Partnerin umarmen oder küssen darf und wo man das besser nicht sollte.

Etc. Etc. Etc.

Wer da noch behauptet, Heteros seien stärker diskriminiert als GLBTI, ist entweder unglaublich dumm oder unglaublich homophob. Oder beides...


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#8
18.01.2016
14:34:31
Via Handy


(+14, 14 Votes)

Von Nico


"Der Berliner Rapper fühlt sich als maskuliner Mann diskriminiert"

Nur weil man rumprollt und gegen andere herzt, macht einen das nicht maskulin.

Echte Kerle sind sich ihrer Sexualität so sicher und haben genug Selbstbewusstsein, dass sie sich nicht von Schwulen bedroht fühlen.


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#9
18.01.2016
14:39:41


(+5, 7 Votes)

Von dbfehler


"Fler verteidigt Bushido"

Diese Aussage ist hinreichend um eine Person als dumm und/oder Arschloch zu qualifizieren.

"Fler ist einer der erfolgreichsten Rapper Deutschlands"

Aha. Endlich eine Wissenslücke zu der mensch herzlich gratulieren darf!

#2 - #7: Full ack!


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#10
18.01.2016
14:44:46
Via Handy


(+6, 8 Votes)

Von LadyGayga


Also... ich bin der Meinung der hat mir gestern im Bull einen geblasen und gebettelt, dass ich ihn mal richtig kraeftig... ;-)


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