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  • 18.01.2016, 14:31h           2      Teilen:   |

Magdeburg

Sachsen-Anhalt stellt Aktionsplan gegen Homophobie vor

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Im Landtag von Sachsen-Anhalt gibt es viel Unterstützung für den Aktionsplan gegen Homophobie (Bild: Flickr / Torsten Maue / cc by 2.0)

Trotz Widerstands aus Teilen der CDU will die Landesregierung mit einem Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie im Land vorgehen.

Die sachsen-anhaltinische Landesjustizministerin Angela Kolb-Janssen (SPD) hat am Freitag im Gleichstellungsausschuss die Schwerpunkte des "Aktionsprogramms für die Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern, Transsexuellen und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTTI) in Sachsen-Anhalt" (PDF) vorgestellt. Der Plan solle nach Angaben der Ministerin nicht nur beim Thema geschlechtlich-sexuelle Vielfalt sensibilisieren, sondern gleichzeitig die Sichtbarkeit von LGBT in der Öffentlichkeit erhöhen und gegen Gewalt und Diskriminierungen eintreten.

Der Landtag hatte schon vor einem Jahr mit Zustimmung aller Fraktionen einem Antrag der oppositionellen Linken und Grünen zugestimmt, einen solchen Aktionsplan einzurichten (queer.de berichtete). Allerdings hatte Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) vergangenen Monat seinen Widerstand angekündigt, weil im Aktionsplan nach dem Vorbild von Berlin und Rheinland-Pfalz auch geplant war, mit dem sogenannten "Kita-Koffer" Kinder bereits im Vor- und Grundschulalter spielerisch mit Rollenbildern, Geschlechtervielfalt und verschiedenen Familienmodellen vertraut zu machen (queer.de berichtete).

Im Ausschuss versicherte der CDU-Abgeordnete Siegfried Borgwardt jedoch, dass seine Fraktion hinter dem vom Landtag gefassten Beschluss stehe. Er begrüßte insbesondere, dass bei der Informationsarbeit LGBT-Flüchtlinge, die aufgrund von Verfolgung ihr Land verlassen mussten, besonders berücksichtigt werden würden.

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70 Einzelmaßnahmen

Wie in anderen Ländern wird der Plan als Querschnittsaufgabe gefasst, an der mehrere Ministerien mitwirkten. Justizministerin Kolb-Janssen erklärte, dass die rund 70 Einzelmaßnahmen des Aktionsplans nicht von heute auf morgen umgesetzt werden könnten. Der Plan brauche Zeit und die nötige finanzielle Ausstattung.

Der Lesben- und Schwulenverband Sachsen-Anhalt begrüßte den Aktionsplan. Man hoffe, dass nach den Landtagswahlen am 13. März der parlamentarische Konsens dazu führe, dass "der vorliegende Maßnahmenkatalog finanziell untersetzt und erfolgreich auf den Weg gebracht wird." Laut Umfragen kann die CDU/SPD-Koalition wahrscheinlich mit einem Stimmenanteil von knapp über 50 Prozent weiter die Regierung bilden. Allerdings kommt die LGBT-feindliche AfD Umfragen zufolge auf bis 15 Prozent und wird mit großer Wahrscheinlichkeit in den Magedeburger Landtag einziehen.

Aktionspläne gegen Homophobie gibt es bereits in sieben deutschen Bundesländern. Neben Sachsen-Anhalt planen außerdem vier weitere Länder die Einführung einer derartigen Initiative. Bislang keinen Aktionsplan angestoßen haben Bayern, Brandenburg, Niedersachsen und das Saarland. Die CSU-Staatsregierung in Bayern hatte sogar im Oktober vergangenen Jahres ausdrücklich erklärt, dass es im Freistaat "keine Notwendigkeit" für einen Aktionsplan gebe, da Bayern bereits heute "auf allen Ebenen" gegen Homophobie vorgehen würde (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: sachsen-anhalt, aktionsplan
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Reaktionen zu "Sachsen-Anhalt stellt Aktionsplan gegen Homophobie vor"


 2 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
18.01.2016
15:23:11
Via Handy


(+4, 4 Votes)

Von Nico


"Trotz Widerstands aus Teilen der CDU "

Uns nicht gleichzustellen ist das eine.

Aber sogar gegen die Bekämpfung von Homo- und Transphobie zu sein, kann nur aus blankem Hass passieren.


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#2
18.01.2016
20:23:42


(+2, 2 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"Allerdings hatte Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) vergangenen Monat seinen Widerstand angekündigt, weil im Aktionsplan nach dem Vorbild von Berlin und Rheinland-Pfalz auch geplant war, mit dem sogenannten "Kita-Koffer" Kinder bereits im Vor- und Grundschulalter spielerisch mit Rollenbildern, Geschlechtervielfalt und verschiedenen Familienmodellen vertraut zu machen (queer.de berichtete). "

Tja, wieder ein gutes Beispiel was zeigt, wessen Geistes Kind die Ängste vor dem gefährlichen LSBTTIQ tum sind!!!!!
Die Idioten sind so dreist dum, das sämtliche Wände des Planeten erschüttert werden.
Vor allem die erzkonservatiovin haben eine dermaßen große Angst vorm Freiendenken, das sie sogar dei Menschenwürde aufgeben.


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