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  • 18.01.2016, 20:50h           8      Teilen:   |

Irak

IS richtet angeblich wieder Schwulen hin

Artikelbild
Ein Bildausschnitt aus der neuesten Bilderserie des IS, die eine Hinrichtung eines Mannes wegen seiner Homosexualität zeigen soll

Die Terrororganisation veröffentlicht neue Bilder, auf denen ein Mann von einem Dach geworfen wird. Doch es gibt auch Zweifel daran.

Der "Islamische Staat" brüstet sich mit der weiteren Tötung eines schwulen Mannes. Angaben der Terrororganisation zufolge soll der nicht näher benannte Mann in der irakischen Stadt Rawa getöten worden sein, indem er von einem Dach geworfen wurde.

Eine am Wochenende vom IS veröffentlichte Bilderserie zeigt, wie der Mann im Treppenhaus auf das Dach eines dreigeschossigen Hauses geführt wird. Mit verbundenen Augen, Armen und Beinen wird er dann angeblich vom Dach auf die Straße gestürzt, eine Handvoll Passanten und Kämpfer verfolgt das Geschehen von der Straße aus. Ein letztes Bild zeigt den Mann in Nahaufname auf dem Boden, um sein Gesicht herum ist Blut zu sehen.

Wie häufig gibt es für die Hinrichtung nur den IS und das von ihm erstellte Bildmaterial selbst als Quelle. Bei den aktuellen Bildern gibt es allerdings Zweifel an der Echtheit: Um den fallenden Mann herum sowie bei Teilen von Dachkante und Straße wirken Pixel retuschiert, auch mancher Schattenwurf und der auf mehreren Bildern festgehaltene Fall des Mannes wirken nur teilweise schlüssig. Weder eine Echtheit noch eine Fälschung lassen sich eindeutig belegen.

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Grausame Wahrheiten und manch Falsches

Vom gleichen Gebäude aus hatte der IS vor rund einem Jahr schon einmal die angebliche Hinrichtung eines schwulen Mannes in Bildern festgehalten (queer.de berichtete). Die meisten vom IS erstellten Tötungs-Bilder angeblich schwuler Männer lassen keine Zweifel an den Taten aufkommen.

Das Syrian Observatory for Human Rights hat Anfang Januar vorsichtig geschätzt, dass der IS bislang allein in Syrien mindestens 25 Menschen wegen Homosexualität hingerichtet hat. Dem Bericht der in London ansässigen Organisation zufolge seien drei Männer erschossen, sechs gesteinigt und 16 von einem Gebäude gestoßen worden. Wer das zunächst überlebt habe, sei ebenfalls gesteinigt worden.

Zwei der Hingerichteten seien unter 18 Jahre alt gewesen, so die Organisation weiter. Aus dem Irak waren in den letzten eineinhalb Jahren ebenfalls mehrere Morde an angeblich schwulen Männern durch den IS bekannt geworden. Einige Berichte wurden von Menschen, die aus den jeweiligen Städten fliehen konnten, bestätigt.

Anders als viele ausländische LGBT-Portale verzichtet queer.de auf eine Verbreitung der grausamen Bilder, die nicht neutral entstanden und Teil der IS-Propaganda sind (queer.de berichtete). Manches Portal setzt sie inzwischen inflationär ein, um mehr Klicks zu erlangen. So verbreitete "Gay Star News" mit einem Hinrichtungsbild vor wenigen Tagen vermutlich bewusst die Falschmeldung, der IS habe aktuell "eine Gruppe" von 25 Homosexuellen hingerichtet – in Wirklichkeit handelte es sich um die oben erwähnte Bilanz aus eineinhalb Jahren. Eine weitere gern verbreitete Falschmeldung besagt, Kinder hätten Homosexuelle gesteinigt. Das jeweilige Bild- und teilweise Videomaterial belegt das nicht; vielmehr sind Kinder, Jugendliche und sonstige Anwohner deutlich als Zuschauer der Exekutionen erkennbar. Über die Freiwilligkeit dieser Art von Teilnahme an den Morden in den besetzten Gebieten lässt sich nur spekulieren. (nb)

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Tags: islamischer staat, irak, hinrichtung
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Reaktionen zu "IS richtet angeblich wieder Schwulen hin"


 8 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
18.01.2016
22:21:24


(+1, 3 Votes)

Von ehemaligem User Tiamick


Warum wird denn immer wieder international darüber berichtet ? Ist doch in Saudi-Arabien und Iran ganz alltägliche Normalität.


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#2
19.01.2016
10:56:53


(+1, 3 Votes)

Von schwarzerkater
Profil nur für angemeldete User sichtbar


ist doch egal, wen diese verbrecherorganisation tötet. kein mensch hat es verdient von solchen kriminellen be- oder verurteilt zu werden.


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#3
19.01.2016
15:32:59


(+2, 2 Votes)

Von Christian Knuth


Passt so gut in die Agenda. Zudem liefern Iran und Saudi-Arabien"leider" keine Bilder. Da ist die geringe Klickrate von vornherein den Aufwand nicht wert. *kotz*
#clickbaiting #medien


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#4
15.02.2016
08:24:40


(0, 0 Vote)

Von sachengibz


Grausame Wahrheiten:

Das türkische Regime bemüht sich nach Kräften, den Konflikt in Syrien zu eskalieren - und so den Nato-Bündnisfall auszulösen
Am 13. Februar starteten die türkischen Streitkräfte einen massiven Artilleriebeschuss der Stellungen der Demokratischen Kräfte Syriens (SDF), einer säkular-demokratischen Militärallianz kurdischer, sunnitischer und aramäischer Gruppen, die in den vergangenen Tagen bedeutende Geländegewinne im sogenannten Azaz-Korridor gegenüber islamistischen Militärformationen erzielen konnte.

Die Kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG bilden das organisatorische Rückgrat dieser Allianz, die von den USA wie von Russland militärisch unterstützt wird.

Link zu www.heise.de

Falsches:

Dschihadisten betrügen deutsche Finanzkassen um Millionenbeträge, um den Staat zu schwächen und den Terror zu finanzieren. Dies zeigt eine exklusive Recherche des Bayerischen Rundfunks. Die Täter sprechen von "Economic Jihad", einem Gotteskrieg gegen die Wirtschaft.

Link zu www.br.de


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#5
16.02.2016
04:43:30


(0, 0 Vote)

Von momentums
Antwort zu Kommentar #4 von sachengibz


Hier eine Einschätzung des von der US-Regierung finanzierten Washington Institute for Near East Policy.

Dessen Direktor Soner Çaaptay, sagte Voice of America, dass sich die Türkei mit dem Abschuss eines russischen Jets einen schweren militärischen Nachteil eingehandelt habe: Insgesamt können wir festhalten, dass die Türkei durch den Abschuss des Jets mehr verloren als gewonnen hat () Früher konnte die Türkei bestimmte Rebellengruppen sehr leicht unterstützen und sie sogar per Luft versorgen.

Doch nun ist es unmöglich, nur einen einzigen türkischen Jet im syrischen Luftraum auszumachen. Faktisch gesehen hat Russland eine Flugverbotszone in Syrien eingerichtet, die die Türkei zuvor immer gefordert hatte. Allerdings richtet sich diese Flugverbotszone explizit gegen die Türkei. Das ist wohl der größte Verlust für die Türkei.

Link zu www.amerikaninsesi.com

Syrische und pro-syrische Verbände haben sich auf ca. 80km Raqqa genähert. Dabei wurden strategisch bedeutende Ortschaften entlang der Salamiya-Rakka-Hauptstraße eingenommen.
Diese führt auf direktem Wege zur inoffiziellen Hauptstadt des Islamischen Staates.

Bild-Link:
a0044532_56bbc3b7d7244.png


Link:
europe.newsweek.com/syrian-kurds-open-office-mosco
w-russia-turkey-row-continues-425177?rm=eu


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#6
16.02.2016
04:53:01


(0, 0 Vote)

Von geht auch


Police tried to keep identity of 'gay' jihadi secret to protect his human rights

The disclosure came as Kristen Brekke, Adeel Ulhaq and Forhad Rahman were found guilty at the Old Bailey of helping get Aseel Muthana to Syria

Link zu www.telegraph.co.uk


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#7
16.02.2016
05:13:25


(0, 0 Vote)

Von beiläufig


Hier "Map of religion in the Middle East":

Link:
thegulfblog.com/tag/sunni-shia-middle-east-map/


Hier eine Karte chaldäischer Christen:

Link zu www.kaldaya.net

Lustig: "Der saudiarabische Chefdiplomat warnte Russlands Präsidenten Wladimir Putin vor den Folgen seiner Unterstützung für Assad. 'Wir haben die Russen darauf aufmerksam gemacht, dass sie zum Kombattanten eines Religionskrieges werden, wenn sie an der Seite Assads und Irans in diesen Konflikt eingreifen. Das ist sehr, sehr gefährlich.'

Link zu www.welt.de

Bei Russland oder Persien kann einem ja noch Schach einfallen. Bei den Saudis eher anderes.

Es gibt Fässer, die, wenn man sie aufmacht, den Ölpreis leicht und rappelfix auf 200 Dollar schnellen lassen.


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#8
17.02.2016
11:48:52


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 Ort: Rawa


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