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  • 19.01.2016, 16:36h           9      Teilen:   |

Human Rights Campaign

USA: Größte LGBT-Organisation unterstützt Clinton

Artikelbild
Hillary Clinton hat im Wahlkampf oft über LGBT-Rechte gesprochen (Bild: flickr / Marc Nozell / cc by 2.0)

Hillary Clinton erhält das "Endorsement" der Human Rights Campaign, obwohl ihr innerparteilicher Herausforderer in den letzten Jahren LGBT-freundlichere Politik betrieben hat.

Die Human Rights Campaign hat am Dienstag ihre Mitglieder aufgefordert, bei den Präsidentschafts-Vorwahlen und den Hauptwahlen im November für Hillary Clinton zu stimmen. "In ihrem Wahlkampf kämpft Ex-Außenministerin Clinton gegen Republikaner, die den Fortschritt blockieren wollen", erklärte HRC-Chef Chad Griffin am Dienstag in einer E-Mail an die Mitglieder. "Republikaner wollen die Fortschritte, die während der Amtszeit Obamas gemacht worden sind, wieder rückgängig machen. Clinton hat dagegen als First Lady, als Senatorin und als Außenministerin für LGBT-Rechte gekämpft."

Clinton hat im Wahlkampf ein ausführliches Programm für LGBT-Rechte vorgelegt und wirbt offensiv in der Community. Allerdings hat sie – anders als ihr innerparteilicher Konkurrent Bernie Sanders – ihre Positionen in den letzten Jahren geändert. So befürwortet sie erst seit 2013 die Ehe für alle (queer.de berichtete) – der Umschwung kam damit just zu einer Zeit, in der sich in Umfragen erstmals eine Mehrheit der Amerikaner für die Gleichstellung aussprachen.

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Clinton führt knapp gegen Sanders

Bernie Sanders ist Hillary Clintons schärfster innerparteilicher Gegner
Bernie Sanders ist Hillary Clintons schärfster innerparteilicher Gegner

Sanders, der seit 1991 als unabhängiger Sozialist im US-Kongress vertreten ist, hat dagegen bereits seit Beginn seiner Karriere für die Ehe-Öffnung geworben und sich auch für andere Maßnahmen wie die Aufhebung des Homo-Verbots im US-Militär engagiert. Das Clinton-"Endorsement" führte daher auf der Facebook-Seite der Human Rights Campaign zu Kritik. So schrieb ein User: "Ich würde eher jemanden unterstützen, der sich von Anfang an für gleiche Rechte einsetzt als eine Person, die ihre Meinung ändert, wenn es günstig ist."

Umfragen zufolge liegt Clinton derzeit unter Demokraten mit zirka 50 Prozent Zustimmung vor Sanders, der knapp 40 Prozent erreichen würde. Bei den ersten Vorwahlen, die Anfang Februar in den Staaten Iowa und New Hampshire stattfinden werden, ist der Abstand allerdings geringer. Bei einem Sieg in diesen beiden Staaten könnte Sanders mehr Rückenwind erhalten. Kritiker befürchten allerdings, dass Sanders bei den Hauptwahlen moderate Wähler abschrecken könnte und am Ende dem Rechtspopulisten Donald Trump helfen könnte, ins Weiße Haus einzuziehen.

Dieser führt derzeit bei den republikanischen Präsidentschaftskandidaten mit radikalen Forderungen die Spitze an. Unter anderem will er ein Einreiseverbot für alle Muslime einführen oder eine Mauer an der amerikanisch-mexikanischen Grenze errichten. Er erhielte aktuellen Umfragen zufolge bei den Vorwahlen auf nationaler Ebene 37 Prozent der Stimmen. An zweiter Stelle liegt Ted Cruz mit 19 Prozent – der in Kanada geborene Texaner wirbt vor allem mit Homophobie um die Stimmen der religiösen Rechten (queer.de berichtete). Keiner der republikanischen Kandidaten hat sich bislang für die Gleichstellung im Ehe-Recht oder andere Verbesserungen für LGBT – etwa ein nationales Antidiskriminierungsgesetz – ausgesprochen. (dk)

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Tags: hillary clinton, bernie sanders, us-wahlen, vorwahlen
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 US-Präsidentschaftswahl 2016
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Reaktionen zu "USA: Größte LGBT-Organisation unterstützt Clinton"


 9 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
19.01.2016
17:15:36


(+1, 9 Votes)

Von Taktik


Bernie Sanders ist auf jeden Fall homofreundlicher. Und das schon immer. Nicht erst die letzten Jahre wie Frau Clinton.

Aber die werden wohl taktisch denken. Jemand, der sich selbst als Sozialist sieht, hat vielleicht in einigen Kreisen Sympathien, aber wenn dann die ganze Nation abstimmen soll, wird er es wohl sehr schwer haben. Das wäre ein gefundenes Fressen für die Republikaner.

Dagegen ist eine Hillary Clinton sicher massenkompatibler als Bernie Sanders. Was bringt einem der bessere Kandidat, wenn er letztlich manche Wähler zu den erzhomophobe Republikanern treibt.

Dann lieber Hillary Clinton als Kompromiss (und kleineres Übel als die Republikaner) und hoffen, dass sie alle Schritte zur weiteren Gleichstellung unternimmt. (Auch wenn mein Herz für Bernie Sanders schlägt.)


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#2
19.01.2016
18:47:54


(-6, 8 Votes)

Von Isaak


Hillary Clinton ist nicht nur eine hervorragende Kandidatin sondern auch jemand, der sich energisch für LGBT-Rechte ausgesprochen hat. Und das - anders als es Sanders' Internethorden verlautbaren lassen - schon bevor etwa das Thema Eheöffnung (a) populär und (b) mehrheitsfähig war. Von daher war das Endorsement absehbar. Man muss dazu auch sagen, dass Sanders (den bis vor einigen Wochen keiner ernst genommen hat) als schrullig-querulatorischer Senator aus Vermont seit jeher mehr Spielraum in seinen Aussagen hatte als eine Ex-First-Lady und zeitweilige Außenministerin.


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#3
19.01.2016
19:54:06


(-1, 5 Votes)

Von Andy


Also, ich bin mir nicht ganz sicher, aber doch ziemlich, dass Hilary Clinton auch schon im Wahlkampf 2008 für die Homo-Ehe war. Ich weiß, dass ich damals dachte: Okay, entweder Obama oder Clinton soll das Rennen machen und das hätte ich mir sicherlich nicht gedacht, wenn Clinton damals gegen die Homo-Ehe gewesen ist.


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#4
19.01.2016
19:59:12


(+3, 7 Votes)

Von Andy


habe gerade noch einmal gegoogelt. Es scheint in der Tat so, als habe sie die Homo-Ehe damals tatsächlich nicht unterstützt. Na ja, schade. Besser spät als nie und in Obamas Fußspuren wird sie eh nie ganz hinein passen - er hat so viel erreicht in den letzten sieben Jahren!


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#5
19.01.2016
20:09:53


(+1, 5 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #4 von Andy


" in Obamas Fußspuren wird sie eh nie ganz hinein passen - er hat so viel erreicht in den letzten sieben Jahren!"

Eben. Und darum ist es umso wichtiger, dass die Republikaner auf keinen Fall wieder an die Macht kommen, sondern man weiter die Demokraten stärkt. Sonst sind die Fortschritte wieder weg.


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#6
19.01.2016
21:21:30


(+2, 4 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


Die Us Wahlen werden zeigen, ob das USA-Volk liberale vorwärtsgewandte Scheindemokratie oder rückwärtsgewandte Scheindemokratie will


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#7
19.01.2016
21:25:20


(+2, 6 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015
Antwort zu Kommentar #5 von David77


Eben.
Was Clinton 20... in 8 Jahren aufgebaut hatte, hatten die republikaner/bush in nicht einmal in einm Jahr kaputt gemacht.


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#8
20.01.2016
15:15:14


(+4, 4 Votes)

Von Wall Street


unterstützt Clinton.


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#9
20.01.2016
22:32:44


(0, 2 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #8 von Wall Street


oder noch besser:
unterstützt Sanders, der verliert (leider) zu 100% und am Ende wird gar ein Trump Präsident.


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