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  • 19.01.2016, 19:06h           111      Teilen:   |

Bericht über zunehmende Gewalt

Kölner Szene führt "Sicherheits"-Bändchen zu Karneval ein

Artikelbild
Vielfältig und voll - so präsentierte sich das Bermudadreieck auf Facebook. Nun wirbt man dort für ein Sicherheitskonzept, das die Besucher der Szenekneipen finanzieren sollen.

Eintritt in schwul-lesbische Kneipen an der Schaafenstraße soll es während der "tollen Tage" nur kostenpflichtig geben.

Das Bermudadreieck in Köln, die schwul-lesbische Kneipenszene rund um den Rudolfplatz, wird zu Karneval kostenpflichtig: Wie die Betreiber von Excorner, Exile, Iron, Ixbar, Maxbar, Mumu und Ruhrpott am Dienstag bekannt gaben, will man von Weiberfastnacht bis Rosenmontag im Rahmen eines "verbesserten Sicherheitskonzepts" Gästen nur Einlass in die Kneipen gewähren, wenn sie zuvor ein "Sicherheitsbändchen" erworben haben.

Diese sind während des Karnevals für 5 Euro pro Tag oder 15 Euro für alle Tage direkt vor Ort erhältlich, das "Sessionsbändchen" bieten die Bars vorab auch für 10 Euro an. "Leider sehen wir keine andere Möglichkeit mehr, die Situation im Sinne aller Gäste in den Griff zu bekommen", heißt es in der gemeinsamen Erklärung. "Wir sind überzeugt, damit eine gute Lösung gefunden zu haben, und sehen somit einem ausgelassenen und friedlichen Karneval in unserem Veedel (Stadtviertel, Red.) entgegen."

In den letzten Jahren habe sich die allgemeine Sicherheitslage verschlechtert, berichten die Bar-Betreiber: "In und um die Kneipen herum häufen sich die Fälle von Taschendiebstählen und Kleinkriminalität. Auch die der Bevölkerung spätestens seit Silvester bekannten 'Antänzer' haben seit einiger Zeit unser Publikum als Zielgruppe ausgemacht." Zudem stelle man auch bei einigen Besuchern der Schaafenstraße seit Jahren "eine steigende Aggressions- und Gewaltbereitschaft" fest.

Fortsetzung nach Anzeige


Sicherheitspersonal für jede Kneipe

Die Bändchen soll es für einen oder alle Tage geben
Die Bändchen soll es für einen oder alle Tage geben

Während des Karnevals soll jede Bar daher eine Sicherheitskraft bekommen und weitere in der Straße unterwegs sein – während besonderer Anlässe wie Karneval und CSD stehen viele der tausenden Besucher ja auf der Straße, um die sich die Bars ebenfalls sorgen. Das mit der Stadt abgesprochene Konzept sieht zudem für Weiberfastnacht und Rosenmontag einen zusätzlichen Sanitätsdienst auf der Straße vor sowie für alle Tage mehr Toilettenwagen und eine tägliche Reinigung.

Die kostenpflichtigen Bändchen sind daher aus Sicht der Barbetreiber eine Lösung, um die durch das Sicherheitskonzept "entstehenden Kosten in fünfstelliger Höhe auffangen zu können und andererseits uns bekannte Straftäter und Aggressoren direkt im Vorfeld zumindest aus den Bars heraushalten zu können".

Taschendieb drinnen, Flüchtlinge draußen

In der Nacht zum Samstag, den 9. Januar, hatte bereits ein Gewaltvorfall für Gesprächsstoff in der Szene gesorgt. Ein Taschendieb habe im Exile "ein neues Maß an Gewalt an den Tag gelegt", ließ die Bar verlauten, das Thekenpersonal und später die Polizei habe den wild um sich schlagenden Mann Anfang 20 nur schwer in den Griff bekommen. Einige Kneipen des Viertels schlossen danach vorzeitig und kündigten die Erarbeitung eines Sicherheitskonzepts an, was manche Kommentatoren auf Facebook als übertrieben oder "Hysterie" bezeichneten.

Dass ein "verbessertes Sicherheitskonzept" auch seine Probleme mit sich bringen kann, zeigte ein Vorfall eine Woche später: Laut einem Betroffenenbericht in einer Facebookgruppe für "LGBTI Asylum Seekers" wurde mehreren queeren Flüchtlingen, die sich zuvor im "Baraka"-Treffpunkt des Beratungszentrums Rubicon getroffen hatten, der Einlass in mehrere Kneipen auf der Schaafenstraße verwehrt. Sie hätten nicht schwul ausgesehen, soll eine der Begründungen gewesen sein. Nach Einschaltung eines deutschsprachigen Freundes habe es in einer Kneipe dann doch noch Einlass und eine Entschuldigung gegeben. (nb)

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Tags: köln, schaafenstraße, karneval, sicherheit, gewalt
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Reaktionen zu "Kölner Szene führt "Sicherheits"-Bändchen zu Karneval ein"


 111 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
19.01.2016
19:23:05


(+10, 16 Votes)

Von Hysterie


Naja das mit den Antänzern wird ja auch erst als Problem gesehen seit es Frauen betrifft, siehe Silvester. Dabei ist die Masche so an Brieftaschen und Handys zu gelangen auch hierzulande bekannt. Es findet auch in Schwulenkneipen statt, denn wo sonst kann man mit anderen Männern besser auf Tuchfühlung gehen als dort.
Aber auch Heteromännern passiert es auf der Straße und bei Feiern dass sie angetanzt und am Hintern begrabscht werden und die Brieftasche ist weg. Aber auch als Schwuler will ich nicht von jedem dahergelaufenen Typen abgegrabscht werden. Kann nicht sein, dass es wenn es mehr Frauen als Männer trifft zum Thema wird und davor hat es die Öffentlichkeit nicht interessiert.
Scheint ja nichts schlimmeres zu geben, wenn der fremde, dunkle Mann die deutsche Frau betatscht...denn ist das Opfer männlich und/ oder ausländisch, gibt es keine wochenlange Hysterie.
Nicht falsch verstehen, sexuelle Übergriffe ( sei es aus sexuellem Motiv oder Raubmotiv) sind zu verurteilen, aber nicht nur wenn Opfer das Opfer weiblich ist!


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#2
19.01.2016
20:42:10


(+6, 10 Votes)

Von ehemaligem User Tiamick
Antwort zu Kommentar #1 von Hysterie


Es geht ja nicht um Taschendiebe, sondern um Raub, wenn sich mehrere gewaltbereite Männer mit einem Opfer beschäftigen.

Das erscheint mir persönlich in der Form, wie man es aus Köln gehört hat, relativ neu.

Taschendiebe dagegen, hat es immer gegeben und wird es auch immer geben.


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#3
19.01.2016
21:17:48


(-6, 12 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von Tiamick


""Es geht ja nicht um Taschendiebe, sondern um Raub,""..

Äh ?
Taschendiebe SIND Räuber !
Ihre Tat Raub..
Und da ist nix neues dran..


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#4
19.01.2016
21:36:47


(+13, 13 Votes)

Von ehemaligem User Tiamick
Antwort zu Kommentar #3 von TheDad


Im Strafgesetz wird deutlich unterschieden zwischen Raub, räuberischem Diebstahl und einfachem Diebstahl.


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#5
19.01.2016
22:07:50


(-9, 9 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von Tiamick


Das wird ganz davon abhängen wie "mutig" die Staatsanwaltschaften anklagen..

Hier kommt nämlich einerseits zusätzlich zum Diebstahl §242, oder Schwerer Diebstahl nach §243, noch eine Tatmehrheit mit Bandendiebstahl nach §244, Infrage..

Es sei denn es wird Raub nach §249, Satz 1 in Tateinheit mit § 126 Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten, Satz 5., einen Raub oder eine räuberische Erpressung (§§ 249 bis 251 oder 255), angeklagt..

Im ersten Fall subsumiert sich hier die Mindeststrafe auf mindestens 1 Jahr, im zweitem Fall auf mindestens 2 Jahre..

Werden im Einzelfall dann noch Tateinheitlich sexuelle Übergriffe angeklagt bildet sich eine Gesamtstrafe nicht unter 2 Jahren..

Abhängig vom Wert der gestohlenen Sachen, ich habe hier mal einen von um die 30.000 Euro für weit über 100 entwendete Smartphones angesetzt, plus diverse Geldbörsen, kommen die Täter nicht unter 3 Jahren davon..


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#6
19.01.2016
22:14:56


(+8, 10 Votes)

Von vertrackt


Keine einfache Antwort möglich. Zunächst wirkt es tatsächlich hysterisch, gelegentliche Diebe oder Antänzer machen noch keinen zweiten Hauptbahnhof. Die Orte sind überschaubarer, Eingreifen besser möglich.

Aus Wirtesicht zugleich: Was wenn die Besucher trotzdem ängstlich weg bleiben? Dann verstehe ich auch, dass man sauer ist, Kosten für die Straße mitzuübernehmen - wo die Leute in der Regel das Bier beim Kiosk holen, das kein Geld bezahlt. Das dann aber auf die regulären Besucher abwälzen?

Und Türsteher? Kenne ich aus Englands Szene. Mit Einschränkungen wegen besoffener, aggressiver Heten (und manchen Homos) durchaus notwendig. Doch letztlich auch zur Auswahl der bevorzugten Gäste genutzt.

Ingesamt überzeugt mich das Konzept nicht, vor allem, weil es nur zu Karneval gelten soll. Ansonsten wähnt man sich dann wieder sicher genug? Hier geht es wohl duch um Kostenumwälzung.


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#7
19.01.2016
22:55:11


(+8, 10 Votes)

Von Jurist
Antwort zu Kommentar #3 von TheDad


"Taschendiebe SIND Räuber"
-
Das ist so nicht richtig und wird auch nicht richtig, wenn du zur Ablenkung Links hinterherschiebst, die es NICHT beweisen. Wenn du keine Ahnung hast, halt doch einfach mal die Finger still. Deine gottverdammte Rechthaberei nervt wirklich.


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#8
20.01.2016
00:18:27


(0, 8 Votes)

Von wiking77
Profil nur für angemeldete User sichtbar


ist das juristisch Hieb und Stichfest? Schließt man da (Rand)-Gruppen damit nicht aus?

Problematisch!


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#9
20.01.2016
01:39:57


(+6, 8 Votes)

Von Miguel53de
Aus Wuppertal (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 23.07.2012
Antwort zu Kommentar #5 von TheDad


Ach Daddy. Lass es doch manchmal einfach gehen.



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#10
20.01.2016
02:06:42


(+6, 10 Votes)

Von DannyCologne89
Aus Köln (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 17.08.2016


Ich finde das eine Abzocke und eine Frechheit. Glaubst du, dass jemanden der Gewalt sucht, sowas abhält? Never ever.

Im Gegenteil. Ich denke, die Situation wird dadurch angeheizt, dass jeder als Täter gilt. Man könnte auch mehr Polizisten einsetzen oder die Bändchen umsonst verteilen oder für 50 Cent, warum müssen es gleich 5 bzw. 15 Euro sein...

Ich finde das allein schon unfair für alle Leute mit wenig Geld... Ich z.B. verdiene sehr wenig und kann mir somit einen Karneval in Köln nicht mehr leisten. Das ist doch kein Argument. Dann dürfen nach deiner Meinung nur noch priviligierte Leute feiern gehen in Köln und der Abschaum wie ich muss nach Düsseldorf oder was? Das ist unverschämt!

Für absolute Sicherheit kann keiner garantieren. Was, wenn in einer Bar eine Bombe hochgeht, weil sich Leute ausgestoßen oder verletzt fühlen? Die Situation ist im Moment so aufgeheizt, man sollte lieber mehr deeskalieren...


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