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  • 20.01.2016, 10:45h           1      Teilen:   |

Maurizio Sarri

Neapel-Trainer soll Gegner als "Schwuchtel" beschimpft haben

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Neapel-Coach Maurizio Sarri versteht die Aufregung nicht

Ein homophober Ausbruch bei einem Pokalspiel beschäftigt Italien. Maurizio Sarri streitet den Vorfall nicht ab, beruft sich aber auf Erinnerungslücken.

Erneut sorgt der italienische Fußball mit Homophobie für Schlagzeilen: Maurizio Sarri, der Coach des SSC Neapel, soll am Dienstag während eines heiß umkämpften Viertelfinalspiels im Ligapokal Robert Mancini, der das Gast-Team von Inter Mailand trainiert, als "finocchio" und "frocio" beschimpft haben. Beides sind homophobe Ausdrücke, die dem deutschen Wort "Schwuchtel" entsprechen.

Mancini beklagte sich nach dem Spiel in einem Interview mit dem Sender "Rai Sport" über sein Gegenüber: "Sarri ist ein Rassist. Solche Männer haben nichts im Fußballsport zu suchen". Der Vorfall habe sich in der dramatischen Nachspielzeit ereignet, nachdem der vierte Offizielle fünf Minuten Nachspielzeit angezeigt hatte. "Dann hat er [Sarri] mich angebrüllt und 'finocchio' und 'frocio' genannt", so Mancini. "Er ist 60 Jahre alt und sollte sich schämen."

In England, wo Mancini vier Jahre lang das Spitzenteam Manchester City trainiert hatte, würde man jemanden wie Sarri nicht mal in die Nähe der Seitenlinie lassen, meinte der 51-Jährige. Immerhin, so Mancini, habe sich Sarri kurz nach dem Spiel in der Kabine persönlich entschuldigt.

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Sarri: "Bin nicht sicher, was ich gesagt habe"

Sarri selbst versuchte, den Vorfall herunterzuspielen. Auf die Frage, ob er homophobe Ausdrücke benutzt habe, sagte er gegenüber einem Reporter: "Ich kann mich nicht daran erinnern. Es ist gut möglich. Ich war emotional und sauer, deshalb bin ich nicht sicher, was ich gesagt habe. Adrenalin stellt manchmal komische Sachen mit jemandem an." Er habe nichts gegen Homosexuelle, sondern sei lediglich irritiert gewesen. Für ihn sei die Sache erledigt, da er sich entschuldigt habe. "Ich denke, was auf dem Spielfeld geschieht, sollte auf dem Spielfeld bleiben."

In dem hochumkämpften Spiel hatte es in der letzten Spielminute 1:0 für die Gäste aus Norditalien gestanden. Kurz vor Beginn der Nachspielzeit wurde dann ein Spieler von Neapel wegen einer Schauspieleinlage im gegnerischen Strafraum mit Gelb-Rot vom Platz gestellt – was Sarri sichtlich erregte. Drei Minuten später erzielte Mailand den zweiten Treffer.

Im italienischen Fußball kommt es immer wieder zu homophoben Ausbrüchen. Erst vor gut zwei Monaten erklärte der italienische Verbandspräsident Carlo Tavecchio, man solle Schwule von ihm fernhalten, weil er selbst "sehr normal" sei (queer.de berichtete).

Der Fußballverband hat inzwischen angekündigt, den Vorfall zu untersuchen – er hatte 2014 Sarri bereits zu einer Strafe von 5.000 Euro verurteilt, weil er meinte, dass Schiedsrichter die Regeln interpretierten, "als ob sie schwul wären": "Fußball ist zu einem Sport für Schwuchteln geworden." (dk)

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Tags: fußball, maurizio sarri, italien, neapel
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Reaktionen zu "Neapel-Trainer soll Gegner als "Schwuchtel" beschimpft haben"


 1 User-Kommentar
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Die ersten:   
#1
20.01.2016
11:15:07


(+4, 4 Votes)

Von Finn


"beruft sich aber auf Erinnerungslücken"

Solche Leute haben seltsamerweise sehr oft "Erinnerungslücken".

Wenn er sich nicht mal an vor kurzem öffentlich getätigte eigene Aussage erinnern kann, sollte er vielleicht lieber mal eine Auszeit nehmen und sich medizinisch durchchecken lassen, statt als Trainer zu arbeiten.


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