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  • 21.01.2016, 18:32h           2      Teilen:   |

Homophobie im Fußball

Neapel-Trainer nach "Schwuchtel"-Äußerung für zwei Spiele gesperrt

Artikelbild
Mauricio Sarri (r.) soll in dieser Szene seinen Gegenspieler Roberto Mancini u.a. als "Schwuchtel" beschimpft haben. Letztlich wurden beide Trainer bestraft.

Mauricio Sarri soll seinen Kontrahenten Roberto Mancini homophob beschimpft haben – was das Sportgericht aber nicht strafverschärfend bewertete.

Das Sportgericht der italienischen Fußballliga hat am Donnerstag den Trainer des SSC Neapel, Maurizio Sarri, wegen beleidigender Äußerungen für zwei Spiele gesperrt. Der 57-Jährige muss zudem eine Geldstrafe von 20.000 Euro zahlen, nachdem er am Dienstag in der Nachspielzeit des Pokal-Viertelfinales gegen Inter Mailand dessen Trainer Roberto Mancini beschimpft hatte (queer.de berichtete).

Mancini selbst hatte nach dem Spiel berichtet, Sarri habe ihn als "finocchio" und "frocio" beschimpft – beides homophobe Ausdrücke, die in etwa der Beleidigung "Schwuchtel" entsprechen. Sarri meinte gegenüber Journalisten, er könne sich an den Vorfall nicht erinnern, habe aber ganz sicher keine Schwulen und Lesben beleidigen wollen.

Der Ansicht schloss sich wohl auch das Sportgericht an, das lediglich das unsportliche Verhalten im Rahmen von Beleidigungen bestrafte. Im Falle einer rassistischen Äußerung wäre etwa eine mehrmonatige Sperre fällig gewesen; Homophobie wird in den Paragrafen nicht ausdrücklich erwähnt.

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Wiederholungstäter Sarri

Sarri bei einer Pressekonferenz
Sarri bei einer Pressekonferenz

In diesem Wissen hatte Mancini nach dem Spiel wohl gezielt von rassistischen Äußerungen Sarris gesprochen. "Sarri ist ein Rassist. Solche Männer haben nichts im Fußballsport zu suchen.", so der 51-Jährige.

Sarri war bereits vor zwei Jahren zu einer milden Geldstrafe von 5.000 Euro verurteilt worden, weil er Schiedsrichter unterstellte, die Regeln so zu interpretierten, "als ob sie schwul wären". "Fußball ist zu einem Sport für Schwuchteln geworden", sagte Sarri damals.

Die neue Sperre für zwei Spiele bezieht sich auf die nächsten Pokalspiele. Die Beleidigungen seien durch den vierten Offiziellen und einen Staatsanwalt bestätigt worden, gab das Gericht bekannt.

Auch Mancini wurde verurteilt, zu einer Geldstrafe in Höhe von 5.000 Euro. Er habe in der Auseinandersetzung mit Sarri eine "einschüchternde Haltung" eingenommen und den vierten Offiziellen in der Umkleide mit einer "respektlosen Geste" belegt.

In Interviews hatte Mancini, der aus seiner Zeit in England strengere Antidiskriminierungsregelungen als in Italien gewöhnt ist, am Mittwoch gefordert, den Kampf gegen Homophobie im Sport zu verstärken.

"Das Problem ist nicht, dass Sarri mich beleidigt hat. Ich fühle mich davon nicht beleidigt. Aber er hat eine Menge Menschen beleidigt. So viele arme Kinder in Italien und anderen Teilen der Welt werden gehänselt und veralbert von Menschen, die bestimmte Worte so leicht raushauen." Das tägliche Leiden könne zu Selbstmorden führen, warnte Mancini.

Schalke-Spieler weist homophobe Beleidigung zurück

Derweil hat auch ein deutscher Fußballer ein Zeichen gegen Homophobie gesetzt: Nachdem der Schalke-Spieler Roman Neustädter vor zwei Wochen ein Bild von sich bei Instagram gepostet hatte, war er von einem Nutzer als "Homo" beschimpft worden.

Neustädters Antwort heute in dem sozialen Netwerk: "Ich habe all diese negative Scheiße satt. Wenn Du rassistisch oder homophob ist, verpiss Dich von meinem Instagram."

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Tags: italien, fußball, sport, neapel, mauricio sarri, roberto mancini, homophobie, roman neustädter, schalke, instagram
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Reaktionen zu "Neapel-Trainer nach "Schwuchtel"-Äußerung für zwei Spiele gesperrt"


 2 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
22.01.2016
00:43:49
Via Handy


(+4, 4 Votes)

Von Ehla


Richtig so!

Wenn jemand das N-Wort oder Jude gesagt hätte, war er auch gesperrt worden!


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#2
22.01.2016
18:06:51


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