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  • 22.01.2016, 10:45h           10      Teilen:   |

Taktik-Rollenspiel

Keine "Homo-Heilung" mehr im Nintendo-Game

Artikelbild
Soleil bleibt im Westen lesbisch: In der japanischen Originalversion von "Fire Emblem Fates" verliebt sie sich mit Hilfe einer Droge in einen Mann

In der japanischen Version von "Fire Emblem Fates" kann man die lesbische Figur Soleil mit einem magischen Pulver "umpolen" – für den Westen wird diese Szene entfernt.

Proteste hatten Erfolg: Die anstehende Veröffentlichung des Nintendo-Spiels "Fire Emblem Fates" in Europa und den USA verzichtet auf die Möglichkeit der "Umpolung" einer homosexuellen Figur durch die heimliche Verabreichung einer Droge. Dies bestätigte jetzt ein Nintendo-Sprecher gegenüber dem Magazin "Nintendo World Report".

Konkret geht es um die lesbische Figur Soleil, die beim Anblick anderer Frauen nervös und unaufmerksam wird – ein Nachteil in dem Taktik-Rollenspiel, in dem es um gemeinsame Kampferfahrungen geht.

Allerdings kann man Soleil heimlich ein "magisches Pulver" in das Getränk schütten – mit der Folge, dass sie Frauen als Männer und Männer als Frauen wahrnimmt. Auf diese Weise kann sie nun zwar einerseits locker mit anderen Frauen trainieren, sich andererseits aber auch in Männer verlieben. Sobald die Wirkung des Pulvers nachlässt, macht sie der männlichen Figur sogar einen Heiratsantrag mit der Begründung, dass "sie sich zwar in eine Frau verliebt hat, aber ihn nun als Mann liebt".

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Homo-Heilung trotz Ehe für alle

In Japan interpretierten Spieler diesen Handlungsverlauf zum einen als Missbrauch, bei dem ein anderer Mensch gegen seinen Willen unter Drogen gesetzt wird. Zum anderen fühlten sich viele an "Umpolungs"-Versuche religiöser "Homoheiler" erinnert. Nintendo gab bislang keine Details bekannt, wie genau die besagte Szene für Europa und die USA nun abgeändert werden soll.

"Fire Emblem Fates" kam im Japan im Juni 2015 für die Nintendo-Handheld-Konsole 3DS auf den Markt. Es ist das 14. Hauptspiel in der "Fire Emblem"-Serie, die mit der Möglichkeit gleichgeschlechtlicher Ehen bislang eher für positive Schlagzeilen gesorgt hatte. Ein Veröffentlichungstermin für das Spiel in Europa steht bislang noch nicht fest. (cw)

Youtube | Trailer zum Spiel
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Tags: nintendo, videogame, videospiel, fire emblem fates, umpolung, homoheiler
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Reaktionen zu "Keine "Homo-Heilung" mehr im Nintendo-Game"


 10 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
22.01.2016
11:58:16


(+2, 6 Votes)

Von wiking77
Profil nur für angemeldete User sichtbar


ein scheinheilige Getue ist das Verfahren von Nintendo. Wie bei IKEA, das für Möbelkataloge für Saudi-Arabien, Frauen herausretouchiert.


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#2
22.01.2016
12:03:23
Via Handy


(+9, 11 Votes)

Von Luca


Gibt es denn in dem Spiel auch ein "magisches Pulver", das Heteros zu Schwulen bzw. Lesben macht?!


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#3
22.01.2016
12:23:13


(-6, 8 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von Luca


Sowas gibt es nur im Film oder in Cartoonserien, wie z. B. Family Guy.


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#4
22.01.2016
13:03:06


(0, 6 Votes)

Von gewickelt_graz
Aus Graz (Österreich)
Mitglied seit 28.02.2015


Ich finde, man sollte Konsumenten mehr zutrauen. In Computerspielen und in Filmen ist vieles möglich, was in der Realität nicht möglich ist. Ich plädiere stark dafür, in Computerspielen ein unverkranftes Verhältnis zum Thema Sexualität zu pflegen und nicht ein Political-Correctness-Drama zu inszenieren.

Im übrigen ist es mir tausend Mal lieber, ein Homo-Hasser beschränkt sich darauf, Computerspielfiguren umzupolen, als das selbe in der Realität zu probieren.


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#5
22.01.2016
14:10:05


(+1, 7 Votes)

Von PinkPurpleBlue
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Dieses nachträgliche "politische korektur zensire" geht mir auf die Nerfen weil es alles eigendlich noch schlimmer macht.

Werden rassistische, sexistische oder homophobe inhalte weckretuschiert ist das genau so wie verneinen das es sie je gab.

Wenn ich mitbekomme das es so eine mist im orginal gibt möchte ich es auch nicht in einer aufpolierten version haben.

Ist doch wie zu sagen, sorry der Koch hat in den Topf gerotzt aber ich hab alle schleimigen bröckchen rausgefischt, guten hunger.


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#6
22.01.2016
15:03:06
Via Handy


(+5, 7 Votes)

Von Real
Antwort zu Kommentar #1 von wiking77


Bezüglich Frauen die aus Ikea Katalogen entfernt werden: Bei uns ist es oft umgekehrt, wenn auch nicht so extrem.
Ich habe zum Geburtstsg eine neue Kamera und ein Buch über Fotografieren geschenkt gekriegt. Die Beispiel- Models in dem Buch sind ausnahmslos weiblich. Hauptsächlich junge, schlanke Frauen und ab und zu auch ältere Frauen, Seniorinnen und weibliche Kinder. Es geht um verschiedene Belichtungsarten, Schärfen etc. Bei normaler Fotografie sind es die jungen Frauen, manchmal auch Mutter mit kleiner Tochter, um eine Familie darzustellen und manchmal auch ältere Frauen. Natürlich wurden in dem Buch keine Bilder die Männer zeigen rausgenommen, es werden erst gar keine eingefügt.
Mit Fotografie beschäftigen sich auch Frauen, das Argument Heteromänner wollen nackte Frauen- Bilder sehen, zählt also nur bedingt. Zumal es ein Fach- Buch ist und es nicht mal um Nacktheit geht. Außerdem sind wie gesagt die Frauen jeden Alters und kleine Mädchen zu sehen.

Während im arabischen Raum der Körper der Frauen unsichtbar gemacht wird, ist es bei uns ( nicht so extrem und mit Strafe besetzt...will das nicht vergleichen!) zunehmend der männliche Körper.
Gesellschaften prägen und wir sollten nicht glauben dass bei uns alles so frei ist wie es scheint. Auch wir haben viele verinnerlichte Normen und Vorgaben und vergessen so häufig, dass nicht nur die Nachfage das Angebot bestimmt sondern vor allem das Angebot die Nachfage.


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#7
22.01.2016
15:25:48


(-3, 7 Votes)

Von ursus
Antwort zu Kommentar #5 von PinkPurpleBlue


>"Ist doch wie zu sagen, sorry der Koch hat in den Topf gerotzt aber ich hab alle schleimigen bröckchen rausgefischt, guten hunger."

die rotze mitlöffeln ist aber auch keine lösung.

was schlägst du denn alternativ vor?


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#8
23.01.2016
13:37:00
Via Handy


(-2, 2 Votes)

Von James Cock
Antwort zu Kommentar #7 von ursus


Nicht verstanden was PPB sagen wollte?


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#9
24.01.2016
22:28:59
Via Handy


(+2, 2 Votes)

Von Berlin Guy
Antwort zu Kommentar #7 von ursus


Einen großen Aufkleber daran befestigen, der auf den Inhalt hinweist.


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#10
25.01.2016
09:31:54


(+2, 2 Votes)

Von Icedragon


Ich würde Es nicht schlimm finden wenn es andersrum auch möglich wäre, Aber das dann Konsequenzen hätte. Damit würde man moralisch konfrontiert werden und dennoch lässt man die Freiheit im Spiel, aber benachteiligt dabei keinen. Übrigens an dieser Stelle.... Ihr könntet doch auch mal einen positiven Berricht über den Umgang mit Sexualität in Videospielen machen, z.b. Dragon age Inquisition, Sims usw.


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