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| Eurovision Song Contest
  • 22.01.2016, 16:21h           11      Teilen:   |

Interview vor Vorentscheid

Weißrussischer ESC-Kommentator gegen Homo-"Propaganda"

Jewgeni Perlin verlässt eigenen Angaben zufolge "angewidert" den Raum, wenn Freunde über ihrer Homosexualität reden.



Aus der beliebten Reihe Meldungen, die man sich nicht ausdenken kann, kommt an diesem Freitag ein ganz besonders absurdes Beispiel aus Weißrussland: Der populäre TV-Moderator Jewgeni Perlin hat sich in einem Interview gegen Homo-"Propaganda" ausgesprochen.

Das wäre zunächst nichts besonderes, zählte zu den Kernaufgaben des 26-Jährigen nicht die ehrenwerte Rolle des nationalen Kommentators beim Eurovision Song Contest – spätestens seit dem Sieg von Conchita Wurst das erfolgreichste Mittel europäischer Homo-"Propaganda" schlechthin.

In dem Interview sagte Perlin jedenfalls laut gay.ru:

Meine Erziehung spielt hier eine Rolle. Ich bin ein Unterstützer traditioneller Werte und ich möchte, dass meine Kinder an ihnen festhalten. Nicht, dass es mich stören würde, wer mit wem schläft: Macht es privat. Aber ich bin absolut dagegen, dass sexuelle Minderheiten ihren Lebensstil wie wild promoten.



Wenn seine schwulen Freunde, von denen er mehr als zwei habe, über ihre Homosexualität redeten, sei er so "angewidert", dass er den Raum verlasse, ergänzte Perlin noch, der in Weißrussland auch zu den Moderatoren des Frühstücksfernsehen zählt.

Perlin kommentiert den ESC seit 2013, mit fragwürdigen doppeldeutigen Kommentaren, wie gay.ru schreibt – seine Interviewantwort bezog sich auf Kritik an seinen Kommentaren zu Conchita Wurst. Für die Shows aus Stockholm in diesem Jahr ist er offiziell noch nicht bestätigt, saß aber bereits in der Jury der Vorauswahl des weißrussischen Vorentscheids, der an diesem Freitag abgehalten wird.

Es ist übrigens ein Vorentscheid, der in diesem Jahr durch die Teilnahme des vergleichsweise androgynen Duos "The EM" für Schlagzeilen sorgte – und in den letzten Jahren damit, dass der siegende Interpret oder Song fast immer nachträglich ausgewechselt wurde.

Offenbar keine Homo-"Propaganda": The EM

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Tags: weißrussland, eurovision song contest, jewgeni perlin, the em
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Reaktionen zu "Weißrussischer ESC-Kommentator gegen Homo-"Propaganda""


 11 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
22.01.2016
16:27:57


(+3, 3 Votes)

Von Nerd


ab vom thema:

der song hat was ;D und die beiden jungs schöne stimmen und ne gute harmonie.

auch wenn ich so gar ned auf den "style" der beiden stehe ;P


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#2
22.01.2016
18:33:04


(+10, 10 Votes)

Von Felix


>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
Jewgeni Perlin verlässt eigenen Angaben zufolge "angewidert" den Raum, wenn Freunde über ihrer Homosexualität reden.
<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

Tja, wenn er schon normale Gespräche anderer Menschen über ihr Leben nicht ertragen kann, hat er massive Probleme.

Aber das ist eben genau das:
sein Problem und nicht das von anderen.


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#3
22.01.2016
18:42:17


(+11, 11 Votes)

Von Anthrazit
Aus Alfter (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.08.2015


Den Freunden: Besseren Freund als diesen findet ihr überall ..


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#4
22.01.2016
19:17:34
Via Handy


(+8, 8 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Hmh. Angewidert oder angErregt? Muss der den Raum verlassen weil der sonst einen Steifen kriegt?

Solche Äusserungen lassen mich immer an der Heterosexualität des Sprechers zweifeln. Denn wer mit sich und seiner Heterosexualität im Reinen ist, den verwirren oder verstören zwei Männer die sich küssen oder Händchen halten nicht im Geringsten.


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#5
22.01.2016
19:17:58


(+8, 8 Votes)

Von Sabelmann
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Wenn der den Raum verlässt würde ich mich als Schwuler fragen ob ich so einen als Freund haben will!


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#6
22.01.2016
19:55:38


(+8, 8 Votes)

Von Julian S


"Meine Erziehung spielt hier eine Rolle. Ich bin ein Unterstützer traditioneller Werte und ich möchte, dass meine Kinder an ihnen festhalten."

Was soll denn an Liebe untraditionell sein?

Und glaubt er wirklich, ob seine Kinder hetero werden oder nicht, hänge davon ab, ob sie die Vielfalt der Welt sehen oder ob das vor ihnen versteckt wird? (In dem Fall hätte es zu Zeiten, wo sich GLBT verstecken mussten, gar keine neuen GLBT mehr geben dürfen.)

--------------------------

"Nicht, dass es mich stören würde, wer mit wem schläft: Macht es privat. Aber ich bin absolut dagegen, dass sexuelle Minderheiten ihren Lebensstil wie wild promoten."

Heteros "promoten" ihren Lebensstil laufend:
sie halten Händchen, sie umarmen sich, sie küssen sich. Sie erzählen vom Partner bzw. der Partnerin. Sie haben ein Foto des Partners / der Partnerin auf dem Schreibtisch, in der Geldbörse, am Armaturenbrett, am Schlüsselanhänger, o.ä. Sie tragen gemeinsame Ringe, um ihre Liebe nach außen zu zeigen. Sie tragen bei Hochzeiten Kleidung, die ihre Verbindung selbst Außenstehenden deutlich macht.

Etc. etc. etc.

Wenn Heteros ihre Liebe (und ihre sexuelle Orientierung) tagein tagaus zeigen, wieso sollen andere das nicht auch dürfen?


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#7
22.01.2016
20:06:33


(+7, 7 Votes)

Von panzernashorn
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Was für ein gestörter Macho-Dummkopf!


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#8
22.01.2016
20:21:34


(+6, 6 Votes)

Von olfwob


Wenn ich mitbekommen würde, dass ein "Freund" von mir wegen meiner Homosexualität angewidert das Zimmer verlässt, würde ich ihn wohl - wenn es meine Wohnung ist - entweder rauswerfen, oder aber angewidert die Wohnung verlassen und ihn zum Teufel jagen. Aus welchem Grund erträgt ein Schwuler bitte freiwillig so eine Gesellschaft?


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#9
22.01.2016
20:42:58


(+6, 6 Votes)

Von Heiner


Wer sich seiner eigenen Sexualität sicher ist, fühlt sich nicht von Menschen mit anderer sexueller Orientierung bedroht.


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#10
22.01.2016
21:17:33


(+5, 5 Votes)

Von ESC-Fan


Wenn er ein Problem mit Schwulen hat, ist "ESC-Kommentator" wohl nicht der geeignete Job für ihn.

Nicht, dass der alle paar Minuten schockiert wegrennt und gar nicht mehr moderieren kann... Oder sogar noch ohnmächtig wird.


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