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Der Stuttgarter CSD wird in der letzten Juli-Woche stattfinden (Bild: CSD Stuttgart)

Der Stuttgarter CSD wird in diesem Jahr unter dem Motto "Operation Sichtbarkeit" für gleiche Rechte werben. Das hat der Trägerverein, der in diesem Jahr seinen 15. Geburtstag feiert, am Samstag bekannt gegeben.

Der Kampf um Respekt, Gleichberechtigung und Teilhabe habe sich zuletzt zu einer komplizierten Kraftanstrengung entwickelt, so die Veranstalter. "Scheinbar blanker Populismus" und "das bewusste Schüren von Ängsten", ein "Bauchgefühl-betontes Nein zur Öffnung der Ehe" und viele weitere Fragen bedürften vermeintlich komplizierter Antworten, zu einer Zeit, in der man das nicht mehr für möglich gehalten habe.

Mit dem neuen Motto setze man auf ein "beherztes Antworten", erklärte Christoph Michl, der Geschäftsführer des CSD-Vereins: "Klar in Worten und Taten, dialogorientiert und ausdauernd" wolle man "für die selbstverständliche Sichtbarkeit und Akzeptanz von Vielfalt" eintreten. Die Community sei hier gemeinschaftlich gefragt, Stärke und Vielfalt zu zeigen.

Als eine der Aktionen planen die CSD-Organisatoren, im Frühjahr eine "möglichst vielfältige Menschenmenge zu fotografieren" und dem Querschnitt der Community viele sichtbare Gesichter zu verleihen.

Der Stuttgarter CSD findet vom 22. bis 31. Juli in der baden-württembergischen Landeshauptstadt statt. Die CSD-Politparade wird am 30. Juli zum mittlerweile 20. Mal durch Stuttgarts Innenstadt ziehen. (pm/dk)



#1 FelixAnonym
  • 25.01.2016, 18:41h
  • Dieser Forderung kann ich mich nur anschließen:

    Natürlich gibt es (leider) auch Situationen, wo man vorsichtiger sein sollte. Aber ansonsten gilt: wir sind so viele - wenn viel mehr von uns sich offen zeigen, sehen die anderen, wie viele wir sind und wie vielfältig wir sind.

    Sichtbarkeit steigert auch Akzeptanz.
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#2 Berlin_Profil
  • 25.01.2016, 21:52hBerlin
  • Sehr gute Aktion, aber würde noch besser sein, wenn sowas hinsichtlich Sichtbarkeit organisiert in verschiedenen Städten Deutschlands passiert. Vielleicht kann da ja bis zur Durchführung "Als eine der Aktionen [...] im Frühjahr " noch etwas koordiniert werden.

    Wenn nicht, muss eben spontan aus der Community heraus versucht werden etwas auf die Beine zu stellen.
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#3 SchleicheR74
  • 28.01.2016, 17:23h
  • Jeder kann selbst für etwas mehr Sichtbarkeit sorgen. Ich z.B. trag häufig bunte Schnürsenkel in Regenbogenfarben oder kleide mich mal nicht so unauffällign grau. Naja, ist manchmal ´ne Gratwanderung. Man kann echt gut aussehen und gekleidet sein und wird trotzdem beschissen angeschaut, einfach nur, weil man "zu schwul" aussieht, obwohl das eigentlich auch nicht stimmt - . Manche Leute sind echt schräg drauf. Aber da muss man wohl noch durch.
    So nen GayDay, wo sich alle Nichtheten im Alltag mal gut anziehen und sich zu erkennen geben, wär mal was :)
    Es wäre zu schön, wenn sich keiner mehr an uns stören würde.
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#4 raganello
  • 30.04.2016, 10:57h
  • Antwort auf #3 von SchleicheR74
  • "Es wäre zu schön, wenn sich keiner mehr an uns stören würde."

    Ich bin mir nicht zu 100 % sicher, allerdings gehe ich stark davon aus, dass viele an sich selber stören.
    Das heißt, das viele gar nicht wirklich "proud to be gay" in die Menge schreien.
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