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Kommentare zu:
Auch Nürnberg eröffnet LGBT-Flüchtlingsheim


#41 TheDadProfil
  • 26.01.2016, 19:59hHannover
  • Antwort auf #38 von HonestAbe
  • ""Warum sollten die alle lügen?""..

    Hat doch niemand behauptet..
    Aber Überstunden fallen überall an..
    Die Frage ist, wieso hier diese Überstunden nicht zunächst einmal ordentlich bezahlt werden ?
    Die meisten Beamten müssen die "abbummeln", was ihnen auch lieber ist, denn Freizeit hat einen definitiv höheren Wert als zusätzliche 80 Cent die Stunde..
    Das "abbummeln" führt aber wieder zu einer "Personal-Knappheit" an anderer Stelle..

    ""Nur dann wenn man als Nichtbetroffener eine notgedrungen subjektive Meinung dazu fällt, indem man sämtliche Aussagen der Betroffenen dazu außer acht lässt und ich fürchte genau das tust du gerade.""..

    Nöö.
    Mein "kleiner" Bruder ist seit über 30 Jahren bei der Polizei..
    Ich habe daher auch genügend Einblicke in die Problematik..
    Ich selbst war als Krankenpfleger über 15 Jahre im Öffentlichem Dienst, und weiß was "Personal-Knappheit" bedeutet..
    Vor allem Fehl-Planung..
    Und vor allem Nicht Planbarkeit von Leben..
    Man kann nur vorausahnen was passieren könnte, und dann die Planungen so anpassen, das möglichst wenig Negatives dabei passiert..
    Es gibt keine "absolute Sicherheit"..
    Wer dann trotzdem immer wieder die Aufstockung von Polizei fordert, macht sich leicht der Forderung nach einem Polizeistaat schuldig..

    ""Ich bin gegen härtere Strafen und für mehr Prävention. Für mehr Prävention braucht die Polizei mehr Personal.""..

    Die meiste Präventiv-Arbeit wird hier gar nicht von der Polizei geleistet..
    Sondern von Erziehern, Lehrpersonal, Sozialarbeiter*innen..

    ""Was haben Vorurteile damit zu tun?

    Alles !
    Denn nur Vorurteile haben doch zu den Angriffen auf die LGBTTIQ's in den Einrichtungen geführt, die nun zur Schaffung von extra Einrichtungen führen..

    Es ist auch ein Vorurteil zu glauben, Polizei könnte hier präventiv helfen..
    Ebenso ist es ein Vorurteil aus den Vorgängen in Köln Rückschlüsse auf das Verhalten von Nordafrikanern in unserer Gesellschaft zu ziehen..
    Vorurteile begegnen uns immer und überall..
    Also gilt es diese abzubauen..
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#42 hugo1970Profil
#43 hugo1970Profil
#44 TheDadProfil
  • 26.01.2016, 20:25hHannover
  • Antwort auf #39 von HonestAbe
  • ""Nicht zwangsläufig, aber Sanierung impliziert zumindest immer eine Investition.""..

    Stimmt..
    Die Polizei hat Heute viel mehr Geld als noch vor 20 Jahren..
    Bessere Autos, bessere Kommunikation über Handys, wo früher oft der Funk versagte..
    Bessere Büro-Ausstattung..
    Bessere Computer..
    Internet-Zugänge in einer Qualität von der der Bürger auf dem Land nur träumen kann..

    Mit ein Grund dafür, wieso es Heute dann auch 16.000 Polizisten weniger gibt..
    Bessere Ausstattung und Technik spart Personal..
    Das sollte jedem klar sein, weil es aus der Wirtschaft bekannt ist..
    Das nennt sich Rationalisierung..
    Die geht auch am Öffentlichem Dienst nicht vorbei..

    ""Und wie kann man den unzähligen Überstunden der Polizisten besser begegnen als mit mehr Personal?""..

    Bessere Planung, weniger Überstunden..
    Ein Großteil der Überstunden geht auf das Konto der BePo, die in Hundertschaften eingesetzt, auch anderen Bundesländern "vermietet" wird, beispielsweise bei Demos und anderen Großveranstaltungen..
    Da geht es schlicht auch um Geld, was man "verdienen" kann..
    Dann stellt Nds beispielsweise Hessen seine Polizisten "in Rechnung"..
    Das "Tagesgeschäft" eines Beamten der BePo geht mit An- und Abreise selten unter 12 Stunden ab..
    Und jede Stunde über die 8.te hinaus ist dann eine Überstunde..
    Auch wenn der Beamte selbst in der Woche dann nicht mehr als 37 Stunden Dienst hat, "sammelt" er bei solchen Einsätzen dann oft bis zu 16 "Überstunden" in der Woche an..
    Eigentlich "normale" Arbeitszeit, die zur Überstunde wird, weil die Arbeitsbelastung pro Tag entsprechend hoch ausfallen kann..

    Eine Million Überstunden bei der Polizei in Nds würden 625 Stellen schaffen..
    Theoretisch..
    Praktisch wäre damit weder den Beamten vor Ort geholfen, noch die Planung der Einsätze verbessert..

    ""In Niedersachsen gibt es rund 500 Polizeidienststellen, wobei an 140 Standorten ein Rund-um-die-Uhr-Schichtbetrieb stattfindet. Es werden rund 23.000 Bedienstete beschäftigt, von denen etwa 18.500 verbeamtet sind.
    Etwa 6.600 Bedienstete versehen Schichtdienst.""..

    Und da haben wir auch schon das nächste "Problem"..
    Viele Häuptlinge, und zu wenige Indianer..
    Wie so oft im Öffentlichem Dienst..
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#45 HonestAbeProfil
  • 26.01.2016, 20:33hBonn
  • Antwort auf #41 von TheDad
  • "Aber Überstunden fallen überall an.."

    Relativierungen haben die unbequeme Eigenschaft nie und nimmer zu einer Problemlösung beizutragen.

    "Nöö."

    Deine persönlichen Erfahrungen in allen Ehren, aber geh mal davon aus, dass du nicht der Einzige bist mit Erfahrungen auf diesem Gebiet.

    So oder so spielen persönliche Anekdoten in der Beurteilung dieser Angelegenheit eine allenfalls sehr kleine Rolle.

    "Es gibt keine "absolute Sicherheit".. Wer dann trotzdem immer wieder die Aufstockung von Polizei fordert, macht sich leicht der Forderung nach einem Polizeistaat schuldig.."

    Ich fordere keine "absolute Sicherheit", die es wie du schon sagst gar nicht geben kann. Genauso wenig möchte ich einen Polizeistaat. Ich möchte nur, dass die unterfinanzierte Polizei besser ausgestattet und nicht weiter kaputt gespart wird.

    Ansonsten scheint "Vorurteil" ein Lieblingswort von dir zu sein.
    Ich sags mal so: Ich glaube nicht, dass man Vorurteile bei Homophoben, die ihr ganzes Leben lang so sozialisiert wurden, durch "Prävention" abbauen kann. Oder willst du die Leute alle nochmal in die Schule stecken? Das wird deren Haltung nicht ändern. Ansetzen kann man also nur bei den Jüngeren und selbst die werden dann von den Älteren gerade wieder in die homophobe Richtung sozialisiert. So oder so reicht Prävention alleine leider nicht aus.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #41 springen »
#46 HonestAbeProfil
  • 26.01.2016, 20:47hBonn
  • Antwort auf #44 von TheDad
  • "Bessere Planung, weniger Überstunden.."

    Leicht gesagt aber schwierig getan, würde ich sagen.

    Die Sache mit der BePo ist mir bekannt und auch dass diese über Landesgrenzen hinaus "vermietet" werden kann. Wie könnte man das wohl lösen? Vielleicht wieder mehr Polizei in den jeweiligen Bundesländern?

    "Viele Häuptlinge, und zu wenige Indianer.. Wie so oft im Öffentlichem Dienst.."

    Ja, das stimmt. Der komplette öffentliche Dienst muss dringend saniert und ineffektive Strukturen reformiert werden.
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#47 TheDadProfil
  • 26.01.2016, 21:27hHannover
  • Antwort auf #45 von HonestAbe
  • ""So oder so spielen persönliche Anekdoten in der Beurteilung dieser Angelegenheit eine allenfalls sehr kleine Rolle.""..

    Eigene Erfahrungen aus dem Öffentlichem Dienst sind kein "anekdotisches Wissen"..

    ""Ich fordere keine "absolute Sicherheit", die es wie du schon sagst gar nicht geben kann.""..

    Habe ich dir auch nicht vorgeworfen..

    ""Genauso wenig möchte ich einen Polizeistaat. Ich möchte nur, dass die unterfinanzierte Polizei besser ausgestattet und nicht weiter kaputt gespart wird.""..

    Als alter Gewerkschafter warne ich davor, blind den Äußerungen von Gewerkschaftern zu vertrauen..
    Die Polizei ist alles andere als "unterfinanziert"..
    Alleine die vorhandenen Mittel zu optimieren, und sich mal professionell mit Personalplanung zu befassen, jenseits von dem Gebaren, was man aus dem Öffentlichem Dienst her kennt, wäre schon einmal ein Anfang..

    ""Ich sags mal so: Ich glaube nicht, dass man Vorurteile bei Homophoben, die ihr ganzes Leben lang so sozialisiert wurden, durch "Prävention" abbauen kann.""..

    Stimmt..
    Denn gelänge das, entstünden ja gar keine Homphoben mehr..
    Prävention richtet sich also an die nachfolgenden Generationen..
    Durch Aufklärung "verschwinden" dann die Homophoben..
    Sie werden weniger..
    Was bei diesen dann natürlich zu "Auslöschungsphantasien" führt..
    Die Homo-Lobby will die Welt übernehmen..

    ""Oder willst du die Leute alle nochmal in die Schule stecken?""..

    Hey..
    Keine schlechte Idee..
    Aber wenn Menschen wie ich das fordern, klingt das schnell nach "Umerziehung", und hat was von "kommunisitscher Verschwörung" an sich..

    ""Das wird deren Haltung nicht ändern.""..

    Entgegen aller gängiger Vorurteile kann man diese Vorurteile tatsächlich durch richtige Informationen ausräumen, und damit die Haltung von Menschen verändern..
    Natürlich ist das so eine Art "Lieblingsbegriff" von mir..

    www.hoffmann-und-campe.de/buch-info/achtung-vorurteile-buch-
    1966/
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#48 TheDadProfil
  • 26.01.2016, 21:46hHannover
  • Antwort auf #46 von HonestAbe
  • ""Die Sache mit der BePo ist mir bekannt und auch dass diese über Landesgrenzen hinaus "vermietet" werden kann. Wie könnte man das wohl lösen? Vielleicht wieder mehr Polizei in den jeweiligen Bundesländern?""..

    Zu teuer..
    Genau deshalb hat man ja mit de ersten Demos im Wendland gegen die Atom-Lobby den "polizeilichen Reisedienst" entwickelt..

    Man muß eben keine Armeen vorhalten für den Fall das mal was los ist..

    Lösungsvorschlag hier :
    Abschaffen der "Überstunden-Struktur"..
    Wer nicht mehr als 40 Stunden schafft, macht auch keine Überstunden..
    Dafür grundsätzlich 1,50 netto pro Stunde für die Beamten mehr..

    ""Ja, das stimmt. Der komplette öffentliche Dienst muss dringend saniert und ineffektive Strukturen reformiert werden.""..

    Jepp..
    Da könnten dutzende Millionen eingespart, und damit sinnvoller eingesetzt werden..
    Da hätten dann alle etwas davon..
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#49 hugo1970Profil
  • 26.01.2016, 22:48hPyrbaum
  • Antwort auf #47 von TheDad
  • "...
    Prävention richtet sich also an die nachfolgenden Generationen..
    Durch Aufklärung "verschwinden" dann die Homophoben..
    Sie werden weniger.."

    Wenn ich so manchen aus der jungen Generation höre, dann meine ich, das die jungen fast schlimmer homophob als die alten sind.
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#50 wuermchenEhemaliges Profil
  • 27.01.2016, 11:49h
  • Antwort auf #23 von HonestAbe
  • "Hab nicht mitbekommen, dass am geltenden Schengener Abkommen irgendetwas geändert worden wäre.
    Auf welches mir unbekannte (vermutlich neue) Gesetz beziehst du dich hier?"

    Es geht weniger um neue Gesetze als um bestehende. Nagel mich jetzt nicht fest. Der Umstand ist, es soll keine InnerEU-Grenzen geben dafür an den EU-Außengrenzen entsprechende Möglichkeiten und Verfahren genutzt werden (Frontex, Dublin-Verfahren,...).
    Aber es funktioniert nicht. Wir wissen aktuell nichteinmal wieviele Menschen in den letzten Monaten nach Deutschland oder der EU gekommen sind und wieviele schon wieder gegangen sind. Eine Ureigene Aufgabe eines Staates, der Grenzschutz, liegt brach. Besser kann man ein Staatsversagen nicht dokumentieren.
    Merkel sagt ein Deutscher Grenzschutz ist nicht möglich, aber die Türkei soll für viel Geld Flüchtlinge aufhalten und quasi eine exterritoriale EU-Grenze führen. Das hat alles kein Hand und Fuß.
    Wenn bestehende Regelungen umgesetzt würden, wäre die EU nicht zum zerreißen gespannt.
    Aktuell sehe ich eigentlich nur die Möglichkeit eine lokale Grenzsicherung durchzuführen, da in der EU keine Einigung zustandekommt.

    "[Straffälligkeit]Darüber kann man sicherlich diskutieren. Welche Einflussfaktoren schlägst du vor?"

    Bei mir persönlich fängt es bei Körperverletzungen und wiederholten geringeren Straftaten (bspw. Diebstahl) an. Das auch nach einer längeren Aufenthaltsdauer.

    "Wobei man dazu auch wiederum sagen muss, dass gute Sachbearbeiter auch nicht mal eben auf Bäumen wachsen."

    Natürlich nicht, aber das ist das elendige Dilemma. Keiner will ausbilden aber alle rufen nach Fachkräfte.

    "Was genau funktioniert da denn besser? Woran bemisst du das? "

    Naja, es gibt in Kanada eine geregelte Einwanderung, dass ist wohl der größte Unterschied zu uns. Während bei uns aktuell Zuwanderung ungeregelt stattfindet und auch über Familiennachzügen kaum Kontrollen bestehen. Um es kurz zu machen: Zuwanderung nach Qualifikation. Unberührt davon natürlich Asyl.
    Ich bemesse das an der deutlich besser funktionierende Integration. Kanada hat sehr viele Menschen in die Gesellschaft integriert und bei Weitem nicht die Probleme, die wir hier in Deutschland und anderen EU-Staaten haben.

    "Die Gefahr ist sehr groß, dass als nächstes der Ruf nach "jemandem der mal richtig durchgreift" kommt."

    Selbstverständlich besteht die Gefahr und zwar durch das Ignorieren der Lage in Deutschland. Natürlich bemühen sich viele, wenn aber durch Aussitzen der Probleme die letzten Helfer resigniert den Hut werfen, dann ist die Gefahr real. Ich habe zuletzt noch gelesen, dass bei einer weiteren Millionen Flüchtlinge die innere Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann. Damit bestände der Staat nur noch aus Steuerzahlen, dann geht es ab.

    "Sagen wir es mal so, als Gegenpol zu unserer demografischen Entwicklung brauchen wir Einwanderung, das ist nun mal absolut sicher. Daher ist auf lange Sicht Einwanderung einfach notwendig, aber auf die Schnelle kostet das erst mal eine ganze Menge, das ist wahr."

    In Japan versuchen sie einen anderen Weg. Dort gibt es keine Einwanderung und das Land ist genauso überaltert. Ob das besser klappt steht in den Sternen aber auf eine Zuwanderung zu setzen, die Länder um die Grundlagen des Staates bringt: Qualifikationsniveau, Lebensstandard, erscheint mir nicht zukunftsweisend. Dass diese Einbußen nur Temporär sind bezweifel ich nämlich oder besser gesagt, sie werden die Gesellschaft spalten.

    "Diese Sorge habe ich auch, doch die habe ich noch viel mehr bei AfD, Pegida und Konsorten. Macht es nicht besser, ich weiß, doch homophobe Flüchtlinge sind ganz sicher nur ein Teil unseres Problems."

    Das mag sein, die von dir genannten Gruppen stehen wenigstens für Gewaltlosigkeit.

    Was denkst du wie eine Zuwanderung in Deutschland stattfinden müsste?
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