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  • 25.01.2016, 17:06h           38      Teilen:   |

Homophobie

US-Prediger: Homosexuelle sind "Feinde" der Christen

Artikelbild
Franklin Graham ist bei amerikanischen Nachrichtensendern, wie hier bei CNN, ein gern gesehener Gast

Einer der bekanntesten Pfarrer der USA warnt vor der Akzeptanz von Schwulen und Lesben als Gemeindemitglieder. Homosexuelle seien generell eine Gefahr für Kinder.

Auch nach der Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht gibt es in den Vereinigten Staaten schrille Töne von evangelikalen Anführern: Star-Prediger Franklin Graham hat nun etwa erklärt, Homosexuelle seien generell "Feinde" von christlichen Gemeinden, sofern sie ihre "Sünden" nicht "bereuen" würden.

In einer Radiosendung von James Dobson, dem Chef der homophoben Organisation "Focus on the Family", sagte Graham vergangene Woche, man könne "nicht homosexuell sein und sich selbst einen Christen nennen". Es sei insbesondere für Kinder gefährlich, wenn man "dem Feind erlaubt, in unsere Kirchen zu kommen". Weiter erklärte der 63-Jährige: "Wir müssen vorsichtig sein, mit wem sich unsere Kinder treffen. Wir müssen vorsichtig sein, wen wir in unsere Kirchen lassen. Es gibt unmoralische Leute, die in unsere Kirchen kommen, und das beeinflusst die anderen Menschen in der Kirche. Das ist gefährlich."

Das Überleben des Christentums könnte gefährdet sein, wenn Gläubige "sehr nett und liebenswürdig" gegenüber Homosexuellen seien. Denn der "Feind" sei darauf aus, den christlichen Glauben zu vernichten. Und er plane sogar noch mehr: "Er will unsere Häuser verschlingen. Er will unsere Nation verschlingen", so Graham. Er warf Schulen und Universitäten zudem vor, "Werbung" für Homosexualität zu betreiben.

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Homophobe Missionierung

Franklin Graham hatte in der Vergangenheit bereits wiederholt gegen LGBT-Rechte polemisiert und unter anderem das russische Gesetz gegen Homo-"Propaganda" gelobt. Der Sohn des 97-jährigen Erweckungspredigers Billy Graham ist seit dem Rückzug seines charismatischen Vaters Chef der "Billy Graham Evangelistic Association", die die weltweite Missionierung zum Ziel hat. Außerdem ist er Vorsitzender der millionenschweren evangelikal-humanitären Organisation "Samaritan's Purse", die insbesondere in Afrika aktiv ist.

Sein Vater Billy war über Jahrzehnte der einflussreichste Pfarrer der USA und beriet mehrere US-Präsidenten. Er führte mehrfach Missionierungsveranstaltungen durch, die er martialisch als "Kreuzzüge" (Crusades) bezeichnete – etwa die "Euro '70" in der Westfalenhalle Dortmund. Außerdem half er dabei, die deutsche Gruppe ProChrist aufzubauen, die ebenfalls LGBT-feindlich eingestellt ist.

In Sachen Homophobie steht Billy Graham seinem Sohn in nichts nach: So hatte er Homosexualität als "sexuelle Perversion" bezeichnet und seine Anhänger bei Volksentscheiden gewarnt, dass Gott erzürnt sei, wenn sie LGBT-Rechte unterstützen würden. (dk)

Mehr zum Thema:
» Prediger Franklin Graham ruft zum LGBT-Boykott auf (09.06.15)
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Tags: evangelikale, franklin graham, billy graham
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Reaktionen zu "US-Prediger: Homosexuelle sind "Feinde" der Christen"


 38 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
25.01.2016
17:33:22


(+11, 11 Votes)

Von lucdf
Aus köln (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 04.09.2011


Feinde nicht aber Gegner bestimmt. Ich wüsste nicht, was die christliche Religion den Homosexuellen zu bieten hat. Bis jetzt nur Probleme.


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#2
25.01.2016
17:49:55
Via Handy


(+9, 11 Votes)

Von Ehla


Bei Religion setzt wohl jedes logische Denken aus.

Religion ist Gift!


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#3
25.01.2016
18:05:51


(+9, 9 Votes)

Von venice-89
Antwort zu Kommentar #1 von lucdf


Doch ich würde schon Feind sagen, den hat sich die Kirche in Jahrtausenden von Jahren selbst herausgezüchtet.

Aktion führt immer zu einer Reaktion


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#4
25.01.2016
18:22:15
Via Handy


(0, 4 Votes)

Von Evchen B


Lustig. Da kann selbst Ulrich P. (rüstiger Rentner aus Kassel) noch was lernen.
Irgendwie eine Form von Abendunterhaltung. (PS Misantrophen verstehe ich immer besser....)


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#5
25.01.2016
18:53:12


(+6, 8 Votes)

Von welch ärgernis


> "wenn Gläubige "sehr nett und liebenswürdig" gegenüber Homosexuellen seien. "

nächstenliebe ist ja auch kein gebot des christentums.


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#6
25.01.2016
18:56:50


(+9, 9 Votes)

Von Felix


>>> Homosexuelle seien generell eine Gefahr für Kinder.

Wer wirklich eine Gefahr für Kinder ist, wissen wir ja.

>>> "dem Feind erlaubt, in unsere Kirchen zu kommen"

Da wollen wir gar nicht hin.

>>> Das Überleben des Christentums könnte gefährdet sein

Dafür sorgen die schon selbst.

>>> unter anderem das russische Gesetz gegen Homo-"Propaganda" gelobt.

Er ist ein freier Mann. Wenn er es dort so viel besser findet, kann er doch dahin auswandern.

>>> Außerdem ist er Vorsitzender der millionenschweren evangelikal-humanitären Organisation

Und da sieht man, worum es wirklich geht.


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#7
25.01.2016
19:06:11


(+7, 7 Votes)

Von paolo


Franklin ,das Christentum hat als kriminelle organisation angefangen und wird als kriminelle organisation ENDEN und zwar vor einem globalen MENSCHENRECHTS tribunal!! Darauf kannst du gift nehmen.


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#8
25.01.2016
20:42:35


(+6, 6 Votes)

Von ehemaligem User paren1957


"Star-Prediger Franklin Graham hat nun etwa erklärt, Homosexuelle seien generell "Feinde" von christlichen Gemeinden, sofern sie ihre "Sünden" nicht "bereuen" würden."

Ich bereue nicht. Und die drei großen monotheistischen Religionen sind in vielem einfach menschenverachtend. Den Krieg kann er haben! Mit aller Härte! Klare Worte schaffen Klarheit. Bin ich dafür.


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#9
25.01.2016
21:01:34


(+5, 5 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"sofern sie ihre "Sünden" nicht "bereuen" würden."

Welche Sünde is nun größer, oder anders gefragt, welche der zwei Thesen von unten sind Sünde?
Ich jemanden liebe und mit Ihm ein Lebensabschnitt teile oder diverse Leute mir sagen, das ist Sündige, wenn ich einen oder mehrere Menschen liebe und es auch öffentlich zeige.


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#10
25.01.2016
21:02:57


(+4, 4 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"dem Feind erlaubt,"

Das sagt doch alles über das denken, dieser hirnverbrannten Idioten.


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