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  • 26.01.2016, 12:11h           9      Teilen:   |

Premiere

Erste gleichgeschlechtliche Verpartnerung in Griechenland

Athens Bürgermeister Giorgios Kaminis untezeichnet stolz die erste Lebenspartnerschaftsurkunde - Quelle: Twitter/@KaminisG
Athens Bürgermeister Giorgios Kaminis untezeichnet stolz die erste Lebenspartnerschaftsurkunde (Bild: Twitter/@KaminisG)

Am Montag hat sich bei einer Verpartnerungszeremonie im Rathaus von Athen zum ersten Mal ein gleichgeschlechtliches Paar in Griechenland das Ja-Wort gegeben.

Als Standesbeamter fungierte Giorgios Kaminis, der Bürgermeister der griechischen Hauptstadt. Der parteilose 61-Jährige twitterte nach der Zeremonie ein Bild, in dem er gerade die Verpartnerungsurkunde unterzeichnet. "Das ist ein großer Tag für Bürgerrechte in Griechenland", erklärte Kaminis. Nun schließe das Land zur "internationalen Wirklichkeit" auf. Bei dem nicht namentlich genannten Paar handelt es sich um einen Arzt und Lehrer.

Lebenspartnerschaften mit beschränkten Rechten existierten in Griechenland zwar bereits seit 2008, standen aber bislang nur heterosexuellen Paaren offen – und wurden von diesen kaum genutzt. Kurz vor Weihnachten beschloss das Parlament mit Stimmen aller moderaten Parteien die Öffnung für Schwule und Lesben und eine Verbesserung der rechtlichen Situation – geschlossen dagegen stimmten Kommunisten, Rechtspopulisten und Neo-Nazis (queer.de berichtete). Bei der Debatte entschuldigte sich Ministerpräsident Alexis Tsipras bei Homo-Paaren dafür, dass die Anerkennung ihrer Beziehung so lange gedauert habe.

Lebenspartnerschaften sind trotz Verbesserungen in mehreren Bereichen nicht Ehepartnern gleichgestellt. So gibt es kein gemeinschaftliches Adoptionsrecht, Unterschiede beim Steuerrecht und kein Recht auf einen gemeinsamen Nachnamen.

Ganz freiwillig kam die "Ehe Light" für gleichgeschlechtliche Paare nicht: Bereits im November 2013 hatte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte geurteilt, dass Griechenland die Lebenspartnerschaft schwulen und lesbischen Paaren öffnen müsse (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: griechenland, athen
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Reaktionen zu "Erste gleichgeschlechtliche Verpartnerung in Griechenland"


 9 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
26.01.2016
12:54:32


(+1, 7 Votes)

Von Aaha


"geschlossen dagegen stimmten Kommunisten, Rechtspopulisten und Neo-Nazis"

Da sieht man, wer gegen uns ist und wo sich Allianzen bilden.


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#2
26.01.2016
13:17:35


(+2, 6 Votes)
 
#3
26.01.2016
14:16:28


(0, 2 Votes)

Von Johannes45


Herzlichen Glückwunsch nach Athen !

Ein großer Schritt in Griechenland


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#4
26.01.2016
14:27:35


(+5, 5 Votes)

Von Abendland


Sicher geht da jetzt auch bald das Abendland unter, wie es Merkel, Kauder, Steinbach, Hasselfeldt, Seehofer, Beverfoerde, Kuby, Kelle, Lammert, etc. befürchten.
Ist das eigentlich in Holland, Frankreich, Spanien, Luxemburg, etc. schon untergegangen? Habe noch nichts davon mitbekommen!


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#5
26.01.2016
14:50:24


(0, 2 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von Johannes45


""Ein großer Schritt in Griechenland""..

Von "vollständig unterdrückt" zu "ein bisschen weniger unterdrückt"..

Eine wahnsinnige Veränderung..


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#6
26.01.2016
19:58:19
Via Handy


(+1, 5 Votes)

Von J-eye
Antwort zu Kommentar #4 von Abendland


Ja, und als "Beweis" für den Untergang der dekadenten Gesellschaften werden sie anführen, dass Griechenland pleite gegangen ist. q.e.d. (à la Nazi)


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#7
26.01.2016
23:19:36


(+6, 6 Votes)

Von Mister_Jackpot
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Sorry aber es ist definitiv ein großer Schritt für mein zweites Heimatland Griechenland. Wenn ich sehe welche unglaubliche Entwicklung Griechenland in den letzten 10 Jahre bei der Akzeptanzarbeit von LGBT Menschen gemacht hat...vor allem unter Herrn Tsipras.... dann muss ich sagen, dass ich mich unheimlich freue. Ich kenne das Land wohl besser als ihr alle hier und glaubt mir es ist eine riesige positive Veränderung für das Land. Mein Vater ist Grieche und ich weiß wie schwierig es für griechische Schwule und Lesben sein kann. Hoffentlich wächst die Akzeptanz weiter an. Das alles war allerdings nur möglich unter einer Syriza Regierung....


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#8
30.01.2016
15:02:54


(+2, 2 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #5 von TheDad


"Eine wahnsinnige Veränderung.."

Das ist es tatsächlich.

Griechenland ist ein Balkanstaat, der nie Renaissance und Aufklärung erlebt hat und sich eine mit Moskau eng verbandelte schwerreiche orthodoxe Staatskirche leistet, die ein Brutstätte von Antisemitismus und Homophobie ist.

Da ist das Partnerschaftsgesetz ein großer Fortschritt. Zumal sich Tsipras sich dafür entschuldigt hat, dass es erst jetzt kommt.

Vermute, dass er vorher mal mit westlichen Genossen (z. T. aus Spanien und Südamerika) gesprochen hat.


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#9
30.01.2016
17:07:56


(-2, 2 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #8 von goddamn liberal


""Das ist es tatsächlich.""..

Das bezweifle ich..
Warum ?
Du schreibst es selbst :
""Vermute, dass er vorher mal mit westlichen Genossen (z. T. aus Spanien und Südamerika) gesprochen hat.""..

Um dann zur abgespeckten Version der "Ehe-light" zu gelangen, wo in allen diesen Ländern die Ehe geöffnet wurde ?

Durch welchen Zaubertrick kommt man nach einem Besuch in Spanien beispielsweise auf die "Idee" einer "Gleichstellung" durch die ELP ?

Die ELP bleibt von Grund auf verkommen, weil sie die Trennung, Diskriminierung und Unterdrückung festschreibt..
Und genau deshalb bleibt es dann auch eine "wahnsinnige Veränderung"..
Vor allem, weil sie keine ist..


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