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Die Berliner Polizei soll für die Lage von LGBT-Flüchtlingen sensibilisiert werden (Bild: Sebastian Rittau / flickr / by 2.0)

  • 27. Januar 2016, 13:08h, Noch kein Kommentar

Die Leiterin des Berliner LSVD-Zentrums für Migranten, Lesben und Schwule (MILES), Jouanna Hassoun, schult am Mittwoch die Berliner Polizei zur Lebenssituation und zu den Problemen von homosexuellen und transgeschlechtlichen Flüchtlingen.

Anlass sind unter anderem bekannt gewordene Übergriffe auf LGBT-Flüchtlinge. So haben sich beim LSVD in der Hauptstadt von August bis Dezember 2015 insgesamt 95 Flüchtlinge wegen Gewaltvorfällen gemeldet. Die meisten Gewalttaten ereigneten sich demnach in Flüchtlingsunterkünften. Auch im Januar 2016 ist es nach Angaben des LSVD Berlin-Brandenburg wiederholt zu solchen Straftaten gekommen. Der Großteil der Vorfälle sei bisher nicht bei der Polizei angezeigt worden.

"Der Lesben- und Schwulenverband ist ein wertvoller Kooperationspartner im Zusammenhang mit Gewalttaten gegen homosexuelle und transgeschlechtliche Flüchtlinge", erklärte am Mittwoch Kriminaloberkommissarin Maria Tischbier, die LGBT-Ansprechpartnerin bei der Polizei Berlin. "Unser regelmäßiger Austausch ist eine wichtige Informationsquelle zur Situation von LSBTI-Flüchtlingen. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund der sehr wenigen Strafanzeigen aus diesem Bereich von großer Bedeutung für uns."

Bereits im vergangenen Herbst hatte die Arbeiterwohlfahrt in Berlin Mitarbeiter im Flüchtlingsbereich durch den LSVD schulen lassen. Sensibilisierungsplakate sowie Beratungsflyer des LSVD in deutscher, englischer und arabischer Sprache wurden allen AWO-Flüchtlingseinrichtungen zur Verfügung gestellt.

In Berlin und Nürnberg sollen kommende Woche Flüchtlingsunterkünfte für queere Asylbewerber eröffnet werden. (pm/dk)