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Abstimmung im Gemeinderat

Linz: Homo-Ampeln kehren wohl bald zurück


In Kürze sollen sich Linzer Fußgänger wieder nach den grünen und roten Paaren richten (Bild: Facebook/Vielfalt statt Einfalt)

Als ein rechtspopulistischer Politiker vergangenen Monat gleichgeschlechtliche Ampel-Schablonen ersetzen ließ, war die Empörung groß. Nun wird der Schritt rückgängig gemacht.

Am Donnerstag wird der Linzer Gemeinderat über die Rückkehr der sogenannten Homo-Ampeln an der zentral gelegenen Mozartkreuzung abstimmen. Eine Mehrheit für einen entsprechenden Beschluss gilt dabei als sicher, nachdem die sozialdemokratische SPÖ ihre Zustimmung zugesichert hat.

Die Ampel-Schablonen waren Anfang Dezember 2015 in einer Nacht- und Nebelaktion auf Anweisung des neuen Verkehrsstadtrats Markus Hein von der rechtspopulistischen FPÖ entfernt worden, weil sie seiner Meinung nach Ausdruck einer "linken Gesinnungs-Lobby" seien (queer.de berichtete). Seither sind dort wieder die traditionellen Single-Ampelmännchen zu sehen.

Gegen die Entfernung der roten und grünen Pärchen gab es Proteste; auch SPÖ-Bürgermeister Klaus Luger forderte, die Ampelschablonen wieder anzubringen, um dem Image von Österreichs drittgrößter Stadt nicht zu schaden (queer.de berichtete).

Aktion soll auf Mozartkreuzung beschränkt bleiben

Im städtischen Parlament sollen insgesamt drei Anträge behandelt werden: In einem Antrag der linksliberalen NEOS wird die "Rückanbringung" der Ampelpärchen an der Mozartkreuzung gefordert. Die Grünen und die kommunistische Kleinpartei KPÖ fordern in einem gemeinsamen Antrag ebenfalls die "Wiedermontage" der Motive, wollen darüber hinaus aber noch derartige Schablonen an anderen Kreuzungen der Stadt anbringen lassen.

Die SPÖ-Fraktion hat bislang zugestimmt, an der Mozartkreuzung die Schablonen wieder anzubringen, lehnt aber eine Ausweitung der Aktion ab. Laut SPÖ-Vizebürgermeister Christian Forsterleitner gebe es "neben einer Diskussion rund um die Ampelpärchen inhaltliche und politische Schwerpunkte, die dringender zu bearbeiten sind".

Die konservative ÖVP und die rechtspopulistische FPÖ wollen geschlossen gegen die Anträge stimmen, haben aber gemeinsam keine Mehrheit.

Die Idee der Homo-Ampeln stammt aus Wien: Dort waren sie vergangenes Jahr im Vorfeld des Eurovision Song Contest installiert worden (queer.de berichtete). Das führte zu weltweiter Berichterstattung, was Wien dazu brachte, die eigentlich zeitlich begrenzte Aktion fortzusetzen. Die Idee wurde seitdem von mehreren Städten in Deutschland und Österreich übernommen, darunter Frankfurt und Hamburg. In Linz wurden die Pärchen-Lichtsignalanlagen anlässlich des CSDs installiert. Dabei spendeten Bürger die notwendigen 1.000 Euro und finanzierten das Projekt damit, ohne den Steuerzahler zu belasten. (dk)



#1 wiking77
  • 27.01.2016, 18:33h
  • raus aus den Erdäpfeln, rein in die Kartoffeln, kann ich da nur sagen; die Politik auf Bundes, Landes und Kommunalebene hätte wahrlich wichtigeres zu tun, als sich mit Luxusproblemen zu beschäftigen.
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#2 Alte TunteAnonym
  • 27.01.2016, 18:56h
  • Göttin sei dank! Damit ist eines der allerwichtigsten Probleme der Community gelöst!

    Ein kleiner Schritt für Linz, aber ein ganz, ganz großer Schritt für die Menschheit!
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#3 David77Anonym
  • 27.01.2016, 18:56h
  • Antwort auf #1 von wiking77
  • Genau. Man diskutiert hier über den Umgang heterosexueller Machos und ECHTER sexuelle Belästigung, aber die Leute haben nichts wichtigeres zu tun als zu verhindern, das Homosexuelle sichtbar sind. Weil sie sich alleine durch deren Sichtbarkeit belästigt fühlen.
    DAS müssen ja wirklich Luxusprobleme sein...
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#4 FelixAnonym
  • 27.01.2016, 19:06h
  • Richtig so.

    Es kann doch nicht sein, dass ein einzelner Politiker seine Privatmeinung über einen demokratisch gefällten Beschluss stellt und sich einfach darüber hinwegsetzt.

    Er sollte die von ihm verursachten Kosten für Ab- und Aufbau aus seiner Tasche zahlen müssen.
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#5 österreicherAnonym
#6 NicoAnonym
  • 27.01.2016, 19:58h
  • Antwort auf #4 von Felix

  • "Er sollte die von ihm verursachten Kosten für Ab- und Aufbau aus seiner Tasche zahlen müssen."

    Ja, so sollte es sein. Aber leider sind ausgerechnet Politiker die einzige Berufsgruppe, die für ihre Taten nicht belangt werden können. ( Schon praktisch, wenn man sich seine Gesetze selbst machen kann.)

    Deshalb können Politiker nach Belieben Geld verschwenden und der Steuerzahler zahlt...
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#7 wiking77
  • 27.01.2016, 20:41h
  • Antwort auf #3 von David77
  • ... genau und andererseit verdeckt man am Kapitol in Rom die Pimmeln von antiken Marmorstatuen, nur weil ein Ajatollah aus Teheran zu Besuch ist. Ist schon verrückt in Eiropa! Gay-Ampelmännchen sind Sichtbarmachung und Ausdruck von Aufgeklärtheit, aber wenn's opportun ist, belästigt man nicht Ajatollahs mit schön gemeiselten Schniedeln von antiken Statuen.
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#8 Carsten ACAnonym
  • 28.01.2016, 13:02h
  • Antwort auf #1 von wiking77
  • Die Ampelmännchen an sich mögen ein Luxusproblem sein.

    Aber wenn ein einzelner Homohasser sich über demokratische Beschlüsse hinwegsetzt und die abbauen lässt, geht es um die Grundfesten der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit.

    Würde man dem das durchgehen lassen, würde der sich bestätigt fühlen, dass er über dem Gesetz steht und auch in Zukunft machen kann, was er will und nicht, was demokratisch beschlossen wurde.
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#9 RaskarotProfil
  • 28.01.2016, 20:43hWien
  • Die FPÖ ist keine Rechtspopulitsche Partei, sondern eine Rechtsradikale Partei, sie selbst wollen das man sie rechtspopulistisch nennt, weil das schöner klingt und sie mehr Leute damit täuschen können.
    Aber die Presse sollte bei diesem Spiel auf keinen Fall mitmachen.
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