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  • 28.01.2016, 09:00h           35      Teilen:   |

Berichte

Saudi-Arabien: "Verheiratete Schwule" verhaftet

Artikelbild

Vier "schwule" Männer sollen im Königreich von der gefürchteten Religionspolizei festgenommen worden sein.

In der saudi-arabischen Hauptstadt Riad sind laut lokalen Presseberichten am Wochenende vier Männer wegen Homosexualität verhaftet worden. Demnach hat die Religionspolizei nach Hinweisen aus der Bevölkerung eine Razzia in der Wohnung der Männer durchgeführt und die Beschuldigten verhaftet.

Nach Angaben der Nachrichtenseite "Sabq" haben die Männer zugegeben, dass sie als "verheiratete Paare" zusammengelebt und wenige Tage zuvor "geheiratet" hätten. Die Religionspolizei habe Handys sichergestellt, auf denen sie Bilder und Videoclips der Feiern fand, auf denen als Gäste auch Männer in Frauenkleidern und mit Make-up zu sehen seien.

In der Wohnung seien außerdem "falsche Brüste" gefunden worden, ebenso wie in dem Land verbotener Alkohol.

Fortsetzung nach Anzeige


In Saudi-Arabien wird "unzüchtiges Verhalten", insbesondere Homosexualität, scharf verfolgt. Als selbst ernannter Gottesstaat hat das Land eine extremistische Auslegung der Scharia in der Landesverfassung verankert. Auf Homosexualität steht daher im Höchstfall die Todesstrafe, die allgemein zumeist durch öffentliche Enthauptung ausgeführt wird.

Die saudische Regierung erklärte, dass gewöhnlich nur Menschen, die sich auch des Kindesmissbrauchs, des sexuellen Missbrauchs oder eines Mordes schuldig gemacht hätten, zur Todesstrafe verurteilt werden würden. 2010 berichtete der "Guardian", seit 2002 habe es keine Hinrichtung wegen Homosexualität mehr gegeben. 2013 wurde der Fall eines Mannes aus dem Jemen publik, der hingerichtet wurde, nachdem er einen Mann vergewaltigt, ermordet und ausgeraubt haben soll. In den letzten Jahren machten vor allem diverse Razzien und Haftstrafen für schwule Männer Schlagzeilen.

Die islamische Religionspolizei, die sogenannte "Behörde für die Verbreitung von Tugendhaftigkeit und Verhinderung von Lastern", ist besonders gefürchtet. Die Einheit überwacht mit 3.500 Beamten das öffentliche Leben in Saudi-Arabien und überprüft unter anderem, ob sich Frauen in der Öffentlichkeit genug verschleiern. Die Moralbeamten haben auch das Recht, in Wohnungen einzudringen, da die Privatsphäre nicht als Grundrecht in Saudi-Arabien gilt. (dk)

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Tags: riad, saudi-arabien
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Reaktionen zu "Saudi-Arabien: "Verheiratete Schwule" verhaftet"


 35 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
28.01.2016
10:48:59


(-5, 15 Votes)

Von Johannes45


Schockierend kann ich dazu wieder nur sagen und alles im Namen des Islams.

Da bin ich doch froh, dass es in anderen Religionen wie im Christentum, im Buddhismus oder auch im Judentum LGBT-freundliche Kirchen und Organisationen gibt, wo homosexuelle Paare in den christlichen Kirchen, in den jüdischen Synagogen und in den buddhistischen Tempeln als Paar religiös heiraten können.

Aktuell hat nunmehr beispielsweise die EKD-Landeskirche im Rheinland im Januar diesen Jahres kirchliche Trauungen für gleichgeschlechtliche Paare nach derem Gang zum Standesamt ermöglicht.

*
Link zu www.ekir.de

----
Zum Thema: Islam lese ich im Jahre 2016 und auch in den letzten Jahren immer nur schockierende und schlimme Nachrichten, da diese Religion bisher leider kein Aufklärung durchlaufen hat, wie es beim Christentum und beim Judentum im 19./20. Jahrhundert der Fall gewesen ist.

Stattdessen erleben wir in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und zu Beginn des 21. Jahrhunderts, wie sich der Islam inbesondere im Nahen Osten/Nordafrika immer weiter politisiert und radikalisiert.


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#2
28.01.2016
10:49:55


(-2, 14 Votes)

Von wiking77
Profil nur für angemeldete User sichtbar


es ist verwunderlich, das in einem islamischen Land die Religions(!)polizei sich um sowas kümmert. Nachdem selbst hier etliche immer wieder eine Lanze für die islamische Religion brechen und wenn sie nicht weiter wissen, in Schnappatmung geraten und verweisen: "...aber das Christentum...." Fakt ist doch wohl vielmehr, dass der Islam in der heutigen Zeit (früher mag er sogar toleranter als das Christentum gewesen sein, das war einmal) ein riesiges theologisches Problem hat mit: Homosexualität, Frauenrechte, Religions- und Gewissensfreiheit, Meinungsäußerungsfreiheit usw.). Und vor allem hat der Islam, das wird anhand des Beispiel Saudi-Arabiens offensichtlich, auch in der Religionspraxis ein Problem: die radikalste und fundamentalistischste Islamauslegen ist Staatsdoktrin, in vielen islamisch geprägten Ländern ist das genauso der Fall in einer mehr oder minder abgeschwächten Form. Und diese extremistische Religionspraxis ist Mainstream! Die Liberalen sind nicht nur in der Minderheit, sie gelten auch den eigenen Glaubensbrüdern als abtrünnig. Und das ist auch das Problem. Ein Problem, das sich Europa möglicherweise zur Zeit importiert!


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#3
28.01.2016
11:26:25


(-5, 17 Votes)

Von Johannes45


Das es übrigens auch ganz anders sein kann, beweist derzeit auch das katholisch geprägte Mexiko:

Im Januar 2016 ermöglichte der Surpema Corte de Justicia de la Nación die Eheöffnung im Bundesstaat Jalisco.

*
Link zu www.advocate.com
Advocate: Mexican Supreme Court OK's Marriage Equality in Jalisco

Mittlerweile haben 6 Bundesstaaten in Mexiko die Ehe geöffnet:
* Jalisco
* Qunitana Roo
* Chihuahua
* Guerrero
* Nayarit
* der Bezirk der Hauptstadt: Mexiko-Stadt

Ein Artikel zu Mexiko wäre "angebracht"....


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#4
28.01.2016
12:43:18


(-5, 9 Votes)

Von bloomberg


interessieren sich auch für falsche brüste:

Link zu www.bloomberg.com


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#5
28.01.2016
14:43:56
Via Handy


(+4, 16 Votes)

Von Maus Mops
Antwort zu Kommentar #1 von Johannes45


Hallo Johannes, wird ihnen eigentlich nicht schlecht wenn sie bei den homophoben christlichen Kirchen soviel Speichel lecken? Ihre Kommentare zu der Thematik widern mich persönlich mittlerweile richtig an.


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#6
28.01.2016
14:59:32


(+10, 12 Votes)

Von state of the art


eben hat die groko-mehrheit den linken und den grünen antrag zum saudischem blogger, der noch 950 peitschenhiebe erhalten soll, abgeschmettert.

gabriels und merkels signal nach mekka und riad.

(phoenix, bundestag live)


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#7
28.01.2016
15:09:34


(+3, 9 Votes)

Von panzernashorn
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von Maus Mops


Im einfachsten Fall könnte man diese Kommentare ja als witzig und belustigend empfinden, aber leider sind sie letztendlich nur noch nervend und vom mental-intellekten Hintergrund her erschreckend traurig.

Es ist ernüchternd und schlimm, sehen zu müssen, auf welch infantil niedriger Entwicklungsstufe manche Zeitgenossen stehen geblieben sind oder sich sogar noch weiter zurück entwickeln.

Das ist schon kein "Brett mehr vorm Hirn" sondern eher ein riesiges Gebirgsmassiv zur Verhinderung jeglicher normaler Denkfunktion.


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#8
28.01.2016
15:13:56


(+3, 7 Votes)
 
#9
28.01.2016
15:18:45


(-7, 13 Votes)

Von wiking77
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #7 von panzernashorn


erläutere das doch bitte etwas näher... inwiefern und wie konkret .... es wäre sehr schöne, wenn Dein wortreicher Beitrag keine abstrakte Luftnummer bliebe.


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#10
28.01.2016
15:56:15


(0, 8 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #9 von wiking77


Ich springe auf Ihre rhetorische Frage mal mit einer rhetorischen Antwort bei:
Link zu www.queer.de


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