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  • 28.01.2016, 12:40h           79      Teilen:   |

YouGov-Umfrage

Große Mehrheit der Deutschen für Ehe-Öffnung

Artikelbild
Deutschland hinkt den westlichen Nachbarn bei der Frage der Gleichstellung im Ehe-Recht hinterher; mehr als zwei Drittel der Deutschen bedauert das
Bild: Amaury / flickr / cc by-nd 2.0

Während die Große Koalition die Ehe für alle blockiert, sprechen sich mehr als zwei Drittel der Deutschen dafür aus. Auch unter Unions-Wählern gibt es eine deutliche Mehrheit.

Immer weniger Menschen teilen Merkels Bauchgefühl: Nach einer am Donnerstag veröffentlichten repräsentativen Umfrage von YouGov befürworten 68 Prozent der Bundesbürger eine Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht. Das ist im Vergleich zu einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts vom Mai letzten Jahres ein Anstieg um drei Prozentpunkte. 24 Prozent der Deutschen lehnen der Umfrage zufolge die Öffnung der Ehe ab (Mai 2015: 28 Prozent).

Unter Anhängern aller im Bundestag vertretenen Parteien gibt es deutliche Mehrheiten für die Ehe für alle: Wähler der Grünen zeigen mit 87 Prozent die höchste Zustimmungsrate. Anhänger von SPD und Linkspartei befürworten zu je 79 Prozent die Gleichstellung. Bei den Wählern von CDU und CSU sind es immerhin noch 61 Prozent (plus vier Prozentpunkte), während in dieser Gruppe 31 Prozent das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben aufrecht erhalten wollen (minus sieben Prozent).

Unter Deutschen mit Migrationshintergrund gibt es mit 55 Prozent Zustimmung ebenfalls eine Mehrheit für die Ehe-Öffnung.

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Mehr als zwei Drittel der Katholiken für Ehe-Öffnung

Große Unterstützung kommt auch von Mitgliedern beider deutscher Kirchen: 68 Prozent der Katholiken widersprechen Papst und Bischöfen und fordern die Gleichbehandlung von Homo-Paaren. Bei den Protestanten sind es 67 Prozent.

Auch mit Regenbogenfamilien haben die Deutschen weniger Probleme: Demnach denken 63 Prozent der Befragten, dass Homo-Paare genauso gute Eltern seien wie heterosexuelle Paare. 19 Prozent glauben, gleichgeschlechtliche Paare könnten Kinder schlechter erziehen, vier Prozent erklärten, Homo-Paare könnten dies besser. Hier gibt es im Vergleich zum Mai kaum Veränderungen.

Laut der Umfrage gibt es mit 61 Prozent Zustimmung auch eine deutliche Mehrheit dafür, dass Homo-Paare das volle Adoptionsrecht erhalten; das ist im Vergleich zum Mai eine Zunahme um vier Prozentpunkte.

Insgesamt befragte YouGov 1338 Personen im Zeitraum vom 22. bis 26. Januar. (dk)

Mehr zum Thema:
» Zwei Drittel der Deutschen befürworten Ehe für alle (30.06.15)
» Umfragen: Mehrheit der Deutschen für Ehe-Öffnung (29.05.15)
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Reaktionen zu "Große Mehrheit der Deutschen für Ehe-Öffnung"


 79 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
28.01.2016
12:57:22


(+12, 12 Votes)

Von Carsten AC


Mehr als Zwei Drittel der Bürger sprechen sich für die volle Gleichstellung von LGBTI aus! Das ist eine Mehrheit von der man bei anderen Themen nur träumen kann und das wäre sogar eine Mehrheit die das Grundgesetz ändern könnte (was aber nicht mal nötig ist).

Sogar eine Mehrheit der Unionswähler will die Gleichstellung.

Aber weiterhin blockieren Union und SPD jeden weiteren Fortschritt.

Ich dachte, in einer Demokratie sei das Volk der Souverän, aber unsere Politiker halten sich für Sonnenkönige, die nach eigenem Geschmack Politik machen können statt als Volksvertreter den Willen des Volkes umzusetzen.


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#2
28.01.2016
13:03:35


(0, 10 Votes)

Von SchleicheR74
Aus Rostock (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 07.02.2014


Mir sind das grundsätzlich immer zu wenig Befragte. Liest sich ja ganz nett die youGov Studie, nur wenn ich das als Argument bringen will und dann sagen muss, dass dafür keine 1500 Leute deutschlandweit befragt wurden, dann ist das einfach nicht stark genug um zu wirken.
1000-2000 pro Bundesland und dann über Deutschland mitteln wäre mal eine Umfrage, die mehr Gewicht hätte und eben auch eine andere Qualität.


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#3
28.01.2016
13:05:01


(+10, 12 Votes)

Von Peer


Wie die Union ihren eigenen Hass über den Willen einer überwältigenden Mehrheit der Bürger stellt und wie die SPD das in totaler Unterwürfigkeit und Selbstaufgabe unterstützt und überhaupt erst ermöglicht, ist wirklich skandalös.

Früher sang John Lennon "Woman is the nigger of the world". Heute würde er wohl singen: "Gays, lesbians and trans* are the nigger of the world".


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#4
28.01.2016
13:06:20


(+6, 10 Votes)

Von lucdf
Aus köln (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 04.09.2011


Endlich müssten die Regierung und der Bundestag liefern. Große Koalition? Das hat man davon. An die SPD werde ich mich lange erinnern.


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#5
28.01.2016
13:10:44


(+8, 10 Votes)

Von David77


Die deutsche Mehrheit kennt die eingetragene Lebenspartnerschaft und die Unterschiede überhaupt nicht, sondern geht davon aus, das man 1:1 heiraten kann. Sogar so einige Schwule machen das.
Und die Mehrheit hat sich längst damit arrangiert.
Nur noch eine lautstarke kleine Minderheit, die um die Unterschiede weiß, macht dagegen Stimmung.
Die Eheöffnung würde also ohne großes Tamtam in den Medien umgesetzt werden.


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#6
28.01.2016
13:35:13
Via Handy


(+9, 11 Votes)

Von Nico


Genau so wie CDU-CSU und SPD sich bisher nicht für den Willen der Bürger interessiert haben, werden die auch die neuesten Zahlen ignorieren und die Sache aussitzen wollen.

Die wollen ja nicht mal das Ausmaß homophober Gewalt und Mobbings erfassen. Wieso sollten sie dann sogar rechtliche Gleichstellung vorantreiben?!

So ist das, wenn nicht Sachverstand und Kompetenz regieren, sondern hasserfüllte Ideologie und machtgeiler Opportunismus.


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#7
28.01.2016
13:57:27
Via Handy


(+8, 10 Votes)

Von Luca


Die schwarz-rote Bundesregierung sollte sich wirklich mal überlegen, ob sie weiterhin auf eine schrille, vom Hass zerfressene Minderheit irgendwelcher Fanatiker hören will oder auf ihre Wähler.

Wollen die wirklich weiterhin Hass und Vorurteile schüren oder Liebe und Vielfalt fördern (was übrigens auch wirtschaftlich von Vorteil ist).


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#8
28.01.2016
14:21:57


(+11, 13 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #6 von Nico


"Genau so wie CDU-CSU und SPD sich bisher nicht für den Willen der Bürger interessiert haben, werden die auch die neuesten Zahlen ignorieren und die Sache aussitzen wollen. "

So ist es.

Denn bei sogenannten 'moralischen' Fragen spielt der Bürgerwille im Kirchenstaat Deutschland traditionell keine Rolle. Obwohl es hier nicht um Kirchenmoral, sondern um ein selbstbestimmtes Leben der BürgerInnen geht (siehe z. B. auch das Thema Sterbehilfe).

Weil hierzulande der parteiübergreifende Kirchen- und Religionsklüngel über das Leben der Mehrheit herrscht.

Deswegen sind auch die neuen Trauungsregeln der Ev. Kirche im Rheinland sehr wichtig für die Willensbildung der abgehobenen Politikerkaste.

Traurig, aber wahr.


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#9
28.01.2016
14:23:10


(+10, 10 Votes)

Von RWTH
Antwort zu Kommentar #7 von Luca


>> was übrigens auch wirtschaftlich von Vorteil ist

Dass die Regierung sogar der deutschen Volkswirtschaft schadet, um dem Land ihren Hass aufzwingen zu können, zeigt, wie tief der Hass sitzt.


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#10
28.01.2016
14:41:30


(-11, 11 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #8 von goddamn liberal


Link:
de.wikipedia.org/wiki/Kirchenstaat


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