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Ende der sportlichen Karriere

Matthew Mitcham geht in Rente


Matthew Mitcham, hier beim Mardi Gras in Sydney (Bild: Wiki Commons / Matthew Mitcham / by 2.0)

2008 gewann Matthew Mitcham als erster offen schwuler Athlet olympisches Gold. Jetzt hat er seinen Rücktritt vom aktiven Sport erklärt.

Der australische Wasserspringer Matthew Mitcham hat am Donnerstag überraschend seinen Rücktritt bekannt gegeben. "Ich habe alles erreicht, was ich mir erhofft hatte, inklusive der großen Drei: Olympisches Gold 2008, Nummer eins der Welt 2010 und Commonwealth-Games-Sieger 2014. Ohne all die Hilfe, die ich auf diesem Weg erfahren habe, wäre das nie möglich gewesen", sagte der 27-Jährige.

Mitcham war einer der ersten offen schwulen Profisportler seiner Disziplin. Er outete sich kurz vor der Olympiade 2008 in Peking. Dort konnte er sich im Zehn-Meter-Turmspringen als erster offen schwuler Athlet die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen sichern (queer.de berichtete).

Sein Konkurrent in dieser Disziplin ist der rund sechs Jahre jüngere Brite Tom Daley, der sich Ende 2013 geoutet hatte (queer.de berichtete). Eigentlich wurde erwartet, dass sich die beiden bei den Olympischen Spielen in diesem Sommer in Rio de Janeiro ein Duell liefern würden.

Youtube | Süß: Matthew Mitcham singt Dolly Partons "Dumb Blonde"

Mitcham berichtet in seiner Autobiografie von Abgründen


Mitcham als Coverboy im britischen Magazin "Gay Times"

2012 veröffentlichte Mitcham im Alter von nur 24 Jahren seine Autobiografie "Twists and Turns", in der er auch darüber schrieb, dass er als Jugendlicher mit seiner sexuellen Orientierung gehadert habe und deshalb an Depressionen litt. Er berichtete auch, dass er als 14-Jähriger zum ersten Mal einen Schwulenclub besucht und die folgenden fünf Jahre ein Partyleben mit Ecstasy, Speed und LSD zelebriert habe. Er erzählte offen davon, wie er nach seinem Olympia-Sieg von Crystal Meth abhängig wurde – und erst mit Unterstützung einer Selbsthilfegruppe von der Droge loskommen konnte, um wieder an die sportliche Weltspitze zurückzukehren.

Mitcham kündigte nach seinem Rücktritt an, "auf die eine oder andere Art" mit dem Sport verbunden zu bleiben. Er verriet aber noch nichts über seine weitere Lebensplanung.

In Australien war Mitcham durch seine Teilnahme in der populären Reality-Show "Dancing with the Stars" (die australische Version von "Let's Dance") medial allgegenwärtig. Er schaffte es in der Show mit seiner Partnerin auf den zweiten Platz. (dk)



#1 marktkonformAnonym
  • 28.01.2016, 19:21h
  • "Er schaffte es in der Show mit seiner Partnerin auf den zweiten Platz."

    Warum tanzt ein schwuler Mann bei solchen Gelegenheiten eigentlich nicht mit einem Mann? Der gesellschaftlich allgegenwärtige Heterosexismus, der selbst Schwule zur Reproduktion solcher Zwangsrituale treibt, ist einfach nur widerlich. Und gerade nicht das, was junge Männer als "Vorbilder" brauchen.
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#2 johannbAnonym
  • 29.01.2016, 18:15h
  • Viel Spaß mit der neu gewonnenen Freihiet "Rente". Glück und Gesundheit, gute Freunde und eine tolle Familie. Vielleicht verschlägt es Ihn ja mal wieder ins Rampenlicht, wäre sicherlich eine tolle Sache!
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#3 Dancing QueenAnonym
#4 Homonklin44Profil
  • 30.01.2016, 03:24hTauroa Point
  • So einem top begabten Schnuckeli kann man doch nur alles Liebe für eine sportive Zukunft wünschen!
    Hoffentlich nie wieder Crystal Meth und so'n Kack, sondern was für's Herzbegehren.

    Eigentlich kann er sich jeden Traum erfüllen gehen, Rente in so einem Alter ist in solchen Sportarten durchaus gängig.

    Dude, hit the surf at Brissy some time!

    Betreffs dieser Tanzshow nehme ich mal an, dass ihm der Auftritt mit einem Girl von den Formatproduzenten vorgegeben war.
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