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Heinz Uth, geboren 1936, war von 1990 bis 1996 Ansprechpartner der Berliner Polizei für gleichgeschlechtliche Lebensweisen

Der allererste Ansprechpartner einer deutschen Polizeibehörde für Schwule und Lesben ist tot. Heinz Uth hinterlässt nach einer Mitteilung von Gerhard Hoffmann vom Berliner Regenbogenfonds seine Frau Regina. Er wurde 80 Jahre alt.

Nach einer Zunahme von antischwuler Gewalt wurde der damalige Kriminalhauptkommisar 1990 zur ersten Vertrauensperson für gleichgeschlechtliche Lebensweisen der Berliner Polizei ernannt – und nahm seine Aufgabe sehr ernst. Nach einer unverhältnismäßigen und brutalen Razzia im Stricherlokal "Tabasco" drohte er 1992 mit seinem Rücktritt und setzte auf diesem Weg mehr Kompetenzen durch. Heute gibt es bundesweit rund 40 Ansprechpartner für Homosexuelle bei den Landespolizeien, der Bundespolizei und dem Bundeskriminalamt (queer.de berichtete).

Heinz Uth hatte vor rund 25 Jahren auch die Idee, am Nollendorfplatz ein Stadtteilfest zu Verständigung zwischen Szene und Anwohnern zu veranstalten – die Idee für das heutige Lesbisch-schwule Stadtfest in der Motzstraße mit jährlich Hundertausenden Besuchern war geboren.

Im Jahr 1996 ging der engagierte Marathonläufer und heterosexuelle "Quasi-Berufsschwule", wie er sich selbst nannte, in Pension, blieb der LGBT-Community jedoch eng verbunden. Für sein Engagement gegen Homophobie wurde Heinz Uth unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und dem Rainbow-Award ausgezeichnet. Er wird uns fehlen! (mize)



#1 hugo1970Profil
  • 31.01.2016, 13:18hPyrbaum
  • Mein Beileid an Seine Familie!

    Sollche Leute, vor allem sollche, die sich für eine Gesellschaftsgruppe, der Sie gar nicht angehören und sich trotzdem vehement für diese einsetzen, genießen meine Anerkennung.
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