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Weihbischof Dominikus Schwaderlapp kritisiert die evangelische Kirche (Bild: Erzbistum Köln)

Die katholische Kirche droht erneut mit dem Ende der Ökumene, sollten die Protestanten schwule und lesbische Paare als gleichberechtigt anerkennen.

Der Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp hat die evangelische Kirche in der "Rheinischen Post" vor einer Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben bei kirchlichen Trauungen gewarnt und mögliche Konsequenzen für die ökumenische Zusammenarbeit der beiden Kirchen angekündigt. Anlass ist die Entscheidung der evangelischen Kirche im Rheinland, als zweite Landeskirche gleichgeschlechtlichen Paaren die kirchliche Trauung zu ermöglichen (queer.de berichtete).

"Ich sehe diese Entscheidung schon mit einer gewissen Trauer. Es ist zumindest kein Schritt zueinander, sondern etwas, das einen Graben eher etwas vertieft", warnte Schwaderlapp. Er erklärte weiter, dass auch die Protestanten bei diesem Thema gespalten seien.

Es ist nicht das erste Mal, dass die katholische Kirche vor einem Aus der Ökumene warnt, sollte die evangelische Kirche weiter auf Schwule und Lesben zugehen. So führte 2013 eine Orientierungshilfe der EKD, in der die Beziehungen von Homo- und Heterosexuellen als "gleichwertig" bezeichnet worden waren, zu Aufregung in der katholischen Führungsebene. Der Münsteraner Bischof Felix Genn warnte damals vor einem "richtigen Riss" zwischen katholischen und evangelischen Christen (queer.de berichtete).

Unter Protestanten gibt es derzeit unterschiedliche Auffassungen über Homosexuelle: Während auch die Landeskirche Hessen-Nassau gleichgeschlechtliche Eheschließungen erlaubt, gestatten es die meisten anderen lediglich, verpartnerte Homo-Paare zu segnen. Demgegenüber zeigt sich die evangelische Kirche insbesondere im Süden des Landes homofeindlich: Die Landeskirche Württemberg hat erst vor einem Jahr die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren abgelehnt (queer.de berichtete).

Sachsen hat sich besonders stark gegen Schwule und Lesben positioniert: So sagte Landesbischof Carsten Rentzing vor einem halben Jahr in einem Interview, dass Homosexualität nicht "gottgewollt" sei (queer.de berichtete). Kurze Zeit später wurde ein Organist in Chemnitz wegen seiner Homosexualität gefeuert (queer.de berichtete).

In anderen Ländern haben protestantische Kirchen dagegen weniger Probleme mit Homo-Paaren: So beschloss die evangelisch-lutherische Volkskirche Norwegens vor knapp drei Monaten nach langen Debatten, Schwule und Lesben im Ehe-Recht gleichzustellen (queer.de berichtete). Die schwedische Kirche hatte diesen Schritt bereits 2009 durchgeführt (queer.de berichtete). (dk)



#1 WeltuntergangAnonym
  • 01.02.2016, 16:27h
  • Das ist ja unglaublich traurig - die Welt geht unter. Und so egal, ob sich zwei Sekten nähern oder nicht, so egal wie der berühmte Sack Reis in China. Schwaderlapp in Köln. Sicher Klemmschwester. Und wenn in der Stadt mal eine Sauna abbrennt, ist der Klerus um 95 % dezimiert. Die wollen das aber weiterhin heimlich, verklemmt, verlogen, bigott machen. Ist auch reizvoller! Wenn es all diese Religionen nicht gäbe, hätten wir Frieden auf der Welt.
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#2 Johannes45Anonym
#3 LucaAnonym
  • 01.02.2016, 16:59h

  • Normale Menschen trauern um die Opfer von Armut, Gewalt und Krieg.

    Aber die katholische Kirche trauert, wenn Liebe nicht mehr diskriminiert wird.

    Was für ein degenerierter Verein mit perversen Ansichten.
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#4 wiking77
  • 01.02.2016, 17:06h
  • wieso "trauert" Seine Exzellenz, der Herr Bischof? Verpartnern sich dann seine Lustknaben und für ihn bleibt nix mehr übrig?
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#5 goddamn liberalAnonym
  • 01.02.2016, 17:08h
  • Sein Name wirkt gerade auf Rheinländer, die wissen, was er bedeutet, sehr komisch.

    Das ist aber dann viel weniger komisch:

    "Schwaderlapp steht der katholischen Laienorganisation Opus Dei nahe.[8][9] Gegenüber der Presse gab Schwaderlapp an, dass er die Theologie der Organisation schätze und an Exerzitien teilnehme. Weiterhin gab er an, dass sein geistlicher Begleiter dem Opus Dei angehöre und er die Organisation auch aus seinem familiären Umfeld kenne." (wiki)

    Da spürt man dann den Hauch des Todes.

    de.wikipedia.org/wiki/Valle_de_los_Ca%C3%ADdos

    de.wikipedia.org/wiki/Francisco_Franco
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#6 nicht wiederAnonym
#7 GeisselungAnonym
#8 SchwTAAnonym
  • 01.02.2016, 17:49h
  • Wenn dieses Pack nicht so einflussreich wäre, könnte man sich einfach die behaarten Eier darauf pellen, welchen Sandkastenstreit die einzelnen Sekten des unbarmherzigen Rachegottes aus Vorderasien untereinander austragen, der von seinen Devotees "JHWH", "Gott" oder "Allah" genannt wird.

    Dazu passend ein Thread aus meinem Lieblingsfeindbild "kath.net":

    "Herr Bischof, auch Homosexuellen darf man die Wahrheit zumuten!" (lesenswert v.a. die Kommentare der Foristen)

    www.kath.net/news/53809

    Da treffen sich die Recht(s)gläubigen...
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#9 NicoAnonym
  • 01.02.2016, 18:11h

  • Das Geschäftsmodell der Kinderschänder-Sekte basiert eben auf Hetze. Nur so können die ihre Mitglieder auf Linie bringen.
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#10 TheDadProfil
  • 01.02.2016, 18:41hHannover
  • Antwort auf #2 von Johannes45
  • ""Die Liste evangelischer/protestantischer als auch anglikanischer Kirchen, die nicht nur öffentliche Segnungsgottesdienste sondern regulär kirchliche Trauungen ermöglicht hat, wird im Laufe der letzten Jahre immer länger.""..

    Je länger sie wird, desto weniger wird sie hier gebraucht..

    ""Wenn nunmehr sich der Kölner Weihbischof dagegen wendet, dann stufe ich Ihn bei Oster aus Passau, Handke aus Eichstätt und Voderholzer aus Regensburg ein...""..

    Übersetzung :
    Der ist genauso doof wie die Anderen..

    Eine wahnsinnig interessante Erkenntnis..

    ""Notwendige Reformen", die von deutschen, schweizerischen und österreichischen römisch-katholischen Theologieprofessoren ausging.""..

    Die Polnische Regierung nennt ihren Eingriff in die Verfassung und das Staatsfernsehen auch "Reformen"..

    Ähnlich kommen die "Reformen" dann wohl auch bei den Betroffenen hier an..

    Unsinnig..
    Überflüssig..
    Dumm..
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