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Nach Online-Spekulationen

Sänger von Union J hat Coming-out


George Shelley war im November und Dezember in der britschen Version von "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" dabei (Bild: ITV)

In den letzten Monaten machten Gerüchte über seine sexuelle Orientierung die Runde. Jetzt stellt George Shelley klar: Er steht sowohl auf Jungs als auch auf Mädels, will sich aber nicht als bisexuell bezeichnen.

George Shelley, einer von vier Sängern der englischen Boyband Union J, hat am Mittwoch auf Youtube erklärt, dass er sich von Frauen und von Männern sexuell angezogen fühle. "Ich möchte 2016 neu anfangen. Ich möchte nichts mehr verstecken", so Shelley.

Der 22-Jährige sagte aber auch, dass er sich nicht als schwul, hetero oder bisexuell bezeichnen wolle. "Ich habe viel über die Online-Spekulationen gelesen, ob ich hetero, schwul oder bi bin", erklärte der Nachwuchskünstler. Diese "Label" seien aber "altmodisch" und deshalb wolle er sich kein derartiges Label verpassen, so Shelley weiter.

"Ich habe Freundinnen gehabt, dich ich geliebt habe. Das waren wunderbare Zeiten in meinem Leben. Aber ich hatte auch Boyfriends. Ich möchte, dass ihr wisst: Ob ich mich entscheide, als nächstes mit einem Mädchen oder mit einem Typen auszugehen, hängt nur davor ab, ob ich diese Person liebe. Das sollte keine große Sache sein. Wenn's passiert, will ich keine große Sache draus machen und ich möchte keine Angst mehr haben."

Youtube | Das Coming-out-Video

Teilnehmer von "X Factor" und der Dschungelshow


Union J wurde 2011 gegründet und ein Jahr später durch "X-Factor" bekannt

Union J belegte bei der britischen Version der Casting-Show "X Factor" 2012 den vierten Platz. Seither hat die Band zwei Alben veröffentlicht. Der erfolgreichste Song der Band war "You Got It All"; damit schaffte es Union J auf den zweiten Platz der britischen Charts.

In Großbritannien wurde Shelley Ende letzten Jahres vor allem dadurch bekannt, dass er an der 15. Staffel der Reality-Show "I'm a Celebrity…Get Me Out of Here!" (Ich bin ein Star, holt mich hier raus) teilnahm. Dort belegte er am Ende den zweiten Platz. Im Video sagte er, dass sein Aufenthalt im Dschungel ihm viel Zeit gegeben habe, über sein Leben zu reflektieren – deshalb komme sein Coming-out zu diesem Zeitpunkt, nur wenige Wochen nach dem Ende der Show. (dk)

Youtube | Der erfolgreichste Song der Boyband


#1 ESC-FanAnonym
  • 03.02.2016, 18:40h
  • Schön, daß George Shelley reinen Tisch macht und sowohl auf Männer als auch auf Frauen steht. Auch der Song "You Got It All" ist gut und auch der Song geht gut ins Ohr:

    www.youtube.com/watch?v=VBh_nlUrgQg

    Die gutaussehenden Jungs sind bisher leider nur in Großbritannien bekannt sind. Vielleicht kommen sie irgendwann einmal nach Deutschland!

    Da Großbritannien 2016 einen ESC-Vorentscheid einführt, wäre es gut, wenn die Gruppe an diesem teilnimmt und ihn gewinnt!
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#2 NairosAnonym
#3 marktAnonym
#4 ImagecoachAnonym
#5 AnalyseAnonym
  • 03.02.2016, 23:55h
  • Antwort auf #4 von Imagecoach
  • Imagecoach labert Unsinn: "Aus solchen Aussagen trieft immer heteronormaative Indoktrination von Kindesbeinen an."

    Es heißt "heteronormativ" und das Gegenteil davon ist "homonormativ"!

    "Reinen Tisch machen" ist eine Redewendung, nur kapieren daß die meisten nicht, was sich auch an den negativen Bewertungen manifestiert!

    Auch beim Posten gilt: erst denken, dann posten!
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#6 PackagingManagerAnonym
  • 04.02.2016, 12:30h
  • "Diese "Label" seien aber "altmodisch" "

    Was ist dieser Unsinn anderes als Heterosexismus und -normativität in neuer Verpackung?

    Unterschiedliche sexuelle Orientierungen von Menschen sind eine objektive Tatsache, keine "Label".

    Und er wie alle anderen, die sich dieser Vokabel bedienen, kämen nie auf die Idee, von "Label" zu sprechen, wenn es nicht um das "Eingeständnis" (mehr ist es SO ja auch nicht) von HOMOsexualität ginge!

    Das offenbart den reaktionären Charakter der Denk- und Verhaltensmuster, die hier mit dem Anstrich des angeblich "nicht Altmodischen" reproduziert und verbreitet werden.

    Konkret geht es um die (marktwerterhaltende) Minimierung, das Kleinreden und damit letztlich nur um eine andere Form der fortgesetzten Unterdrückung und eben nicht des freien, gleichwertigen Auslebens der eigenen HOMOsexualität, und um nichts anderes.

    Selbstbewusstsein, Selbstliebe und -akzeptanz sehen anders aus.
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#7 Shinkaishi
  • 04.02.2016, 12:51h
  • Antwort auf #2 von Nairos
  • Nun, das mag eben durchaus stimmen.

    Die "sexuelle Orientierung" fand sich nicht in jeder Gesellschaft, auch und gerade bei denen die homosexuelle Beziehungen am meisten tolerierten.

    Natürlich heißt das nicht dass eine Klassifizierung als homo- bi- oder heterosexueller Mann / Frau unsinnig wäre, irgendwo auf diesem Spektrum liegt jeder, aber wie sehr die eigene Identität an einzelnen Kategorien hängt ist am Ende recht willkürlich.
    Wäre Homosexualität so normal wie es zu wünschen wäre, würden sich Menschen wahrscheinlich nicht mehr oder weniger primär darüber identifizieren als sie das über ihre präferierte Diät, ihre Hobbies oder ihre politischen Ansichten tun.

    Mir ist es relativ egal, wie die Leute sich nennen wollen, ob nun homosexuell, schwul, MSM oder eben überhaupt nicht festgelegt, hauptsache wir finden in der Gesellschaft zu einem weniger gestörten Umgang mit der Sexualität...
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#8 leonard87Anonym
#9 coming outAnonym
  • 04.02.2016, 13:11h
  • wie genau soll es eine hilfe für schwule jugendliche sein, wenn ihnen von solchen leuten erzählt und vorgemacht wird, schwulsein sei ein "label", von dem es sich zu distanzieren gilt?

    und wenn immer gleich betont oder sogar deutlich hervorgehoben wird, dass man "natürlich auch auf mädels" stehe.

    solche aussagen haben im grunde eine verheerende wirkung auf homosexuelle jugendliche und machen ein schwules (oder lesbisches) coming out noch schwerer, als es ohnehin unter diesen gesellschaftlichen bedingungen ist.
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#10 finkAnonym
  • 04.02.2016, 15:31h
  • "Diese "Label" seien aber "altmodisch" und deshalb wolle er sich kein derartiges Label verpassen."

    Untertitel: "Ich möchte nicht, dass irgendwer mein Leben mit Politik in Verbindung bringt oder irgendeine politische Haltung oder gar Solidarität mit anderen Betroffenen von mir erwartet. Das wäre ja anstrengend oder könnte meiner Karriere schaden. Ist so alles schon schlimm genug."

    Was sich anhört wie eine schicke Gleichheits-Utopie, ist nichts anderes als die Entnennung eines politischen Problems, also gleichzeitig eine Entpolitisierung und Entsolidarisierung.

    Der Versuch, sich unter der Politik wegzuducken, was noch nie hilfreich, wenn es darum ging, gesellschaftliche Probleme zu lösen.
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