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Barbara Hendricks ist bereits seit 1994 Mitglied des Deutschen Bundestages (Bild: Deutscher Bundestag/Achim Melde)

In einem Interview mit der "Bunten" spricht die Bundesumweltministerin erstmals über ihre Lebenspartnerin, die sie bereits seit fast zwei Jahrzehnten kennt.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat in der am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des Magazins "Bunte" zum ersten Mal gegenüber der Presse Details aus ihrem Privatleben verraten. So sei sie vor rund fünf Jahren "mit meiner Lebensgefährtin in Berlin den Bund fürs Leben eingegangen", erklärte die 63-jährige SPD-Politikerin laut Vorabberichten. Sie präzisierte, dass sie "verpartnert in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft" sei. Ihre mittlerweile verstorbene Mutter habe das noch mitbekommen und sich darüber gefreut.

Ihre Lebenspartnerin, die auch die französische Staatsbürgerschaft besitzt, kenne sie bereits seit fast 20 Jahren. Die Frau sei eine Lehrerin und neun Jahre jünger als sie. "Über gemeinsame Freunde haben wir uns kennengelernt, sie hat teilweise im Bundestag gearbeitet. Es war eine Liebe, die sich langsam entwickelt hat", so Hendricks.

Die Homosexualität der Politikerin war in der SPD jahrelang ein offenes Geheimnis. Ende 2013 outete sie sich kurz nach ihrer Ernennung zur Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit in einem Porträt der "Rheinischen Post" (queer.de berichtete).

In der "Bunten" kommentierte die Sozialdemokratin ihr Coming-out mit den Worten: "Wenn meine persönliche Entscheidung dazu beiträgt, lesbische Frauen selbstbewusster zu machen, soll es mir recht sein."

Seit zwei Jahrzehnen in der Bundespolitik

Hendricks, die 1952 in Kleve am Niederrhein geboren wurde, trat als Studentin im Alter von 20 Jahren in die SPD ein. Seit 1989 ist sie Vorsitzende des SPD-Unterbezirkes Kreis Kleve. In der Bundespolitik mischt Hendricks seit zwei Jahrzehnten mit: Seit 1994 sitzt sie im Deutschen Bundestag. Von 2007 bis 2013 war sie Bundesschatzmeisterin der SPD und von 1998 bis 2007 parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium. Die Katholikin, die auch ihren Amtseid mit dem Zusatz "so wahr mit Gott helfe" ablegte, ist unter anderem Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) und der Katholischen Zentralstelle für Entwicklungshilfe.

In der Öffentlichkeit gibt Barbara Hendricks auch heute noch wenig von ihrem Privatleben bekannt. Auf ihrer Homepage klammert sie dieses Thema komplett aus, auf ihrer Bundestags-Seite verzichtet sie anders als die meisten Kollegen auf eine Angabe beim Familienstand. Sie setzte sich jedoch über Jahre aktiv für LGBT-Rechte ein. Im jüngsten Wahlkampf sprach sie sich engagiert für die Ehe für alle und gegen eine "Zwei-Klassen-Gleichstellung" aus. (cw)



#1 SebiAnonym
  • 03.02.2016, 18:33h
  • Na da kann sie ja froh sein, dass sich damals die Grünen gegenüber der SPD durchgesetzt haben und Gerhard Schröders Wunsch, diese Forderung fallen zu lassen, nicht umgesetzt haben.
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#2 PeerAnonym
  • 03.02.2016, 20:26h
  • Antwort auf #1 von Sebi
  • Ja, richtig. Ihre Partei war schon damals der Bremsklotz (ganz ohne Druck der Union).

    Und wenn man dann sieht, wie selbstverständlich Politiker der SPD (ebenso wie Union und FDP) die eingetragene Partnerschaft nutzen, die ihre Parteien damals noch abgelehnt haben...
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#3 MarcAnonym
#4 wahrheitAnonym
  • 03.02.2016, 21:30h
  • als ich auf hendricks facebook seite die ehe für alle gefordert hab und kritik an der Diskriminierungsmitmache der SPD geäußert hab, hat sie meinen kommentar löschen lassen und mich blockiert.

    ich denke das sagt alles über diese frau.
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#5 Johannes45Anonym
  • 03.02.2016, 21:59h
  • Schon schlimm, wie die SPD bei der Eheöffnung in dieser Legislaturperiode versagt !!!

    Und schon schlimm, das Manfred Bruns als Wähler der SPD, uns "hinhält" und in seinem Tagesspiegelartikel vor einigen Tagen darauf vertrösten will, dass wir der SPD 2017 noch einmal eine weitere Chance geben sollen und wir dann erst ab 2020 vor das Bundesverfassungsgericht Klage erheben sollen.

    Herr Bruns versucht hier seit Jahren, die LGBT-Community "hinzuhalten", damit "seine" SPD doch noch "die Kurve bekommt" und als "Held" der LGBT-Community sich darstellen kann.

    Tja Manfred, Du, hättest vor Jahren nicht "verraten" dürfen, dass Du die SPD gut findest...dein Tagesspiegelartikel "spricht dieser Tage" Bände.

    www.tagesspiegel.de/berlin/queerspiegel/manfred-bruns-und-da
    s-lebenspartnerschaftsgesetz-klage-fuer-oeffnung-der-ehe-mac
    ht-derzeit-keinen-sinn/12891270.html


    (Manfred Bruns und das Lebenspartnerschaftsgesetz)
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#6 willieAnonym
  • 03.02.2016, 22:03h
  • Gut, dass sie jetzt damit offener umgeht. Aber irgendwie ist es auch ganz schön entwürdigend, wenn jemand in so einer Position über Jahrzehnte die Partnerin geheimhält/ geheimhalten muss.
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#7 Wahrheit XXLAnonym
  • 03.02.2016, 22:19h
  • Antwort auf #4 von wahrheit
  • Auch sie verdankt ihren Posten und ihre sozialen Privilegien einer reaktionären, chauvinistischen, rassistischen und homophoben Koalitionsregierung. Einer Koalition, die wesentlich dafür verantwortlich ist, dass auf Straßen und Plätzen wieder eine faschistische Bewegung marschiert, von der Hetzjagden auf und Gewalt gegen Migrant*innen, Linke, LGBT-Menschen und die Arbeiter*innenbewegung insgesamt ausgehen.
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#8 RobinAnonym
#9 Miguel53deProfil
  • 03.02.2016, 23:32hOttawa
  • Antwort auf #5 von Johannes45
  • Halten Sie doch einfach mal die Klappe. Wie oft muss man Ihnen denn noch sagen, dass Sie doch selbst dazu beitragen, dass die SPD so schwach ist, wie jetzt.

    Wer eien Partei nicht waehlt, ihr aber vorwirft, sie hat versagt, kann nur blind, taub und lahm sein. Und auch laecherlich. So, wie Ihr Beispiel es immer wieder zeigt.

    Es ist einfach schrecklich, was Sie hier immer wieder abliefern. Jetzt auch noch mit diesem schmierigen "Tja, Manfred". Gerade so, als seien Sie Duz-Freunde. Sollte Herr Bruns Sie ueberhaupt kennen, wurd er sich mit Sicherheit weigern, auch nur ein Wort mit Ihnen zu wechseln. Geschweige denn, sich zu duzen...
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#10 Julian SAnonym
  • 03.02.2016, 23:34h
  • Die passt doch perfekt in die SPD:
    schön brav immer gegen jeden noch so kleinen Fortschritt bei Homorechten stimmen um nur ja die eigene Karriere nicht zu gefährden.

    Aber das was andere für einen erkämpfen, nimmt man dann gerne für sich selbst in Anspruch.
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