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Im Stadtbad Neukölln sorgte der Rauswurf einer Transfrau im vergangenen November für Transphobie-Vorwürfe (Bild: Berliner Bäder-Betriebe)

Die Berliner Bäder-Betriebe wollen geschützte Zeiten für Transsexuelle und Transgender einführen. Dies kündigte Vorstand Annette Siering Ende Januar auf einer Pressekonferenz an.

Nach einem Bericht der "taz" will sich die Bäder-Chefin noch nicht auf eine Halle festlegen. Sie werde sich aber am kommenden Montag mit den queeren Vereinen "Sonntags-Club" und "Seitenwechsel" treffen, um diese Frage zu besprechen, kündigte Siering an. Nach Angaben von Pressesprecher Matthias Oloew denken die Bäder-Betriebe darüber nach, eine Halle auszuwählen, die möglichst nicht von außen einsehbar sei.

Die Forderung nach geschützten Schwimmzeiten für Transmenschen hatten zahlreiche Berliner LGBT-Organisationen und Einzelpersonen im vergangenen Jahr nach einem Vorfall im Stadtbad Neukölln in einem Offenen Brief erhoben. Im November war eine Transfrau, die von anderen Badegästen als "männlich" wahrgenommen wurde, von Angestellten unfreundlich aus dem Damenumkleidebereich und dem Schwimmbad geworfen worden.

Die Schwulenberatung Berlin begrüßte das Vorhaben der Bäder-Betriebe. Das Personal müsse aber über die Gründe dieses Schutzraums geschult werden, forderte Geschäftsführer Marcel de Groot. "Damit der Mensch am Schalter keine blöde Bemerkung macht", sagte er gegenüber der "taz". Viele Transsexuelle seien gerade in der Anfangszeit ihrer Transition unsicher, was den eigenen Körper betreffe. (cw)



#1 Svetlana LAnonym
  • 04.02.2016, 06:20h
  • Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) des Bezirks Tempelhof-Schöneberg ist bereits im November 2014 mit einer entsprechenden Empfehlung an die Bäder-Betriebe herangetreten. Erst nach einer Erinnerung im Februar 2015 haben die reagiert. Seitdem prüfen die :-(
    Leider muss ja immer erst etwas passieren, bevor man mit dem nötigen Ernst an die Sache herangeht. Schade eigentlich!
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#2 Patroklos
#3 ProTransAnonym
  • 04.02.2016, 11:50h

  • Finde ich super! Aber wäre es nicht viel schöner das Bad für Trans & Friends zu öffnen? Einfach nur für Trans wäre doch sehr ausgrenzend und meiner Ansicht nach auch eher kontraproduktiv. Somit käme man dann denke ich viel eher an den Punkt, wo man das Bad wieder allgemein öffnen kann und ganz selbstverständlich jeden raus schmeißt, der sich irgendwie negativ gegenüber Transmenschen verhält und so etwas nicht mehr vom Personal belächelt wird. Transphobie ist ein Verbrechen!
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#4 45t4rgfeAnonym
  • 04.02.2016, 12:20h
  • Finde ich falsch.

    Warum?

    Weil es wieder eine Trennung von Menschengruppen ist.

    Wenn Mitarbeiter einen Transmenschen aus dem rauswerfen, dann gehören die Mitarbeiter gefeuert.

    Wenn andere Badegäste Transmenschen anpöbeln, dann gehören diese Badegäste rausgeworfen.
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#5 Svetlana LAnonym
  • 04.02.2016, 12:22h
  • Antwort auf #3 von ProTrans
  • Volle Zustimmung!

    @ Patroklos
    Nach dem Motto, wir haben schon immer so (langsam) gearbeitet!? Da kann man sich wunderbar hinter verstecken, bringt einen aber auch nicht unbedingt weiter.
    Aber du hast natürlich Recht, das ist (leider) die Realität!
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#6 userer
  • 04.02.2016, 15:11h
  • Antwort auf #4 von 45t4rgfe
  • Das Rauswerfen von transphob agierenden Mitarbeitern und Badegästen ist sicher richtig, geschützte Trans*Zeiten finde ich allerdigns ebenso wichtig, zumal das ja nicht wirklich was Neues ist: Gesonderte Zeiten oder Extra-Saunen für Cis-Frauen gibt es schon lange.
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#7 HubiAnonym
#8 RobinAnonym
  • 04.02.2016, 15:58h
  • Noch schöner wäre es natürlich, wenn auch Transmenschen ganz normal zu den regulären Öffnungszeiten schwimmen gehen könnten, ohne dass man da so eine Art Trans-Ghetto macht.

    Aber solange das nun mal leider nicht der Fall ist, sind solche Maßnahmen nicht nur sinnvoll, sondern geradezu notwendig.

    Auch Transmenschen haben ein Recht auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Und dazu gehört eben auch die Nutzung von Schwimmhallen, Saunen, etc.
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#9 LaurentProfil
  • 04.02.2016, 16:06hMetropolregion Rhein-Neckar
  • Antwort auf #6 von userer
  • Ich denke, für den normalen Badegast würde es mit der Zeit etwas eng, wenn jede Gruppe, die gern unter sich wäre, eigene Badezeiten hätte.

    Im Übrigen tragen solche Abschottungen, selbst wenn sie zunächst eine Erleichterung darstellen, nicht gerade zur Integration bei.
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#10 lucdfProfil
  • 04.02.2016, 16:33hköln
  • Transmenschen sind doch nicht so zahlreich..... Wie viele gibt es denn prozentual?
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