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Englands ranghöchste Transfrau: Master McCloud (Bild: Her Majesty's High Court of Justice in England)

Seit über fünf Jahren ist Dr. Victoria McCloud Richterin am obersten Zivilgericht von England und Wales – eine Zeitung hat sie jetzt geoutet.

Am High Court of Justice, dem obersten Zivilgericht von England und Wales, arbeitet seit über fünf Jahren eine transsexuelle Richterin. Die 46-jährige Victoria McCloud war 2010 als das damals jüngste Mitglied und erst das zweite weibliche in die Position eines "Master of the High Court" genannten Juniorrichters berufen worden, berichtet die Boulevardzeitung "Mail on Sunday".

McCloud, die mit dem Vornamen Jason aufwuchs, studierte am Christ Church College in Oxford zunächst Psychologie und schrieb in diesem Fach auch ihre Doktorarbeit. Anschließend absolvierte sie ein Jurastudium und bestand 1995 ihr Staatsexamen. Am High Court leitete die Autorin mehrerer juristischer Fachbücher mehrere öffentlichkeitswirksame Verfahren, die unter anderen Russell Brand und Katie Price betrafen.

Auch McClouds Partnerin ist transsexuell

Victoria McCloud lehnt es Medienberichten zufolge ab, öffentlich über ihre Transsexualiät zu sprechen. Transgender-Gruppen in Großbritannien wie "TG Pals" aus Kent begrüßten dennoch das Outing der "Mail on Sunday" als ein Zeichen für mehr Trans-Sichtbarkeit.

Das Privatleben der Richterin am High Court birgt indes durchaus Stoff für einen Spielfilm: Victoria McCloud lebt zusammen mit ihrer eingetragenen Lebenspartnerin Dr. Annie McCloud in London – die Psychiaterin ist ebenfalls eine Transfrau. (cw)



#1 Asta DAnonym
  • 08.02.2016, 10:14h

  • Warum birgt das Privatleben der Richterin Stoff für Spielfilm? Nur weil sie mit einer anderen Transfrau zusammen ist? Sorry, aber das ist eine Zeile auf Bildniveau und ihr solltet es eigentlich besser wissen und können.
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#2 willieAnonym
  • 08.02.2016, 10:22h
  • Outing von Prominenten ist nur zu tolerieren, wenn diese Prominenten anti-LGBT Politik machen, oder in Extremsituationen, wie zb. während der AIDS Krise.
    Das Outing von trans Menschen ist deutlich problematischer als das Outing von LGB, weil trans weniger Rechte haben, weniger geschützt sind, und extremerer Gewalt und Diskriminierung ausgesetzt sind.
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#3 DandelionAnonym
  • 08.02.2016, 11:16h
  • Ich danke euch recht herzlich dafür, dass ihr das Zwangsouting mit Weiterverbreitung unterstützt.

    Danke auch für eure Detailsverliebtheit, die ihr sowohl mit dem Geburtsnamen, Fotos und vollen Namen der Betroffenen und ihrer Partnerin, demonstiert.
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#4 antos
#5 Maus MopsAnonym
  • 08.02.2016, 12:37h

  • Mal wieder wird sich über das Selbstbestimmungsrecht von Menschen mit geschlechtlichen Hintergrund hinweggesetzt. Darf sie nicht selber bestimmen wem sie von ihrer Vergangenheit erzählt? Und leider macht da Queer.de auch mit.
    Wieder eine Nachricht die eigentlich keine ist. Interessant ist wie gut oder schlecht sie als Richterin ist.
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#6 LaurentProfil
  • 08.02.2016, 13:06h56, Heidelberg
  • Antwort auf #5 von Maus Mops
  • Interessant ist in diesem Zusammenhang die Aussage im vorletzten Absatz des Artikels, wonach Transgender-Gruppen in Großbritannien >dennoch< das Outing der Boulevardzeitung als ein Zeichen für mehr Trans-Sichtbarkeit begrüßten.
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#7 GeorgGAnonym
  • 08.02.2016, 14:05h
  • Eine solche Position kann man nur erfolgreich innehaben, wenn es im eigenen Leben nichts gibt, das man verstecken will. McCloud hätte sich vorher selbst outen müssen. Wahrscheinlich hat sie in den letzten Jahren mit der ständigen Angst gelebt, dass ihr Privatleben bekannt werden könnte.

    Immerhin muss sie als Richterin auch Menschen verurteilen und solche werden immer im Privatleben des Richters/der Richterin herum schnüffeln wollen.
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#8 Maus MopsAnonym
  • 08.02.2016, 14:52h
  • Antwort auf #6 von Laurent

  • Ich finde es trotzdem falsch und auch agressiv wenn irgendwelche Transgendergruppen der Meinung sind Privates gegen den Willen der betroffenen Person zu verbreiten. Ist auch mehr eine Frage des Anstands.
    Generell sind Outings, im Gegensatz zum Comming out, immer schlecht.
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#9 PfoteAnonym
#10 LaurentProfil
  • 08.02.2016, 15:23h56, Heidelberg
  • Antwort auf #8 von Maus Mops
  • Es kommt, wie so oft, auf die Umstände an.
    Im vorliegenden Fall gibt der Sachverhalt doch recht wenig her.
    Der Aussage, dass ein freiwilliges Coming-out fremdbestimmtem Handeln vorzuziehen ist, stimme ich zu.

    zu #9:
    An sich ist das richtig.
    Aber leider wird das Problem der Leute, die daraus eins machen, schnell zum eigenen.

    Wenn die Angst, dass das Privatleben bekannt wird, mit einer Erpressbarkeit einhergehen könnte (bei Richtern nicht ganz abwegig), ist eine entsprechende Belastung der Betroffenen doch nicht zu unterschätzen.
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