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Nur noch Hetero-Symbole bei WhatsApp?

Indonesien geht gegen Homo-Emojis vor


Diesen kleinen Symbolen hat die Regierung Indonesiens den Kampf angesagt

WhatsApp und Co. sollen nach dem Willen der Regierung auf Emojis mit Homo-Paaren verzichten, weil dies gegen die Kultur des Landes verstoße. Ein erster Messaging-Dienst ist bereits eingeknickt.

Die indonesische Regierung hat soziale Netzwerke und Instant-Messaging-Dienste aufgefordert, Emojis mit gleichgeschlechtlichen Paaren zu entfernen. Die kleinen Mini-Grafiken, die in Chats und Kommentaren zum Einsatz kommen, gibt es seit mehreren Jahren auch für Schwule und Lesben, bei Apple etwa seit 2012 (queer.de berichtete).

"Soziale Medien müssen die Kultur der Länder respektieren, in denen sie eine große Zahl von Nutzern haben", sagte am Donnerstag Ismail Cawidu, der Sprecher des Informationsministeriums. Er meldete laut der Nachrichtenagentur AAP schon einen ersten Erfolg: Der in den Region populäre japanisch-koreanische Messaging-Dienst Line habe Homo-Emojis in Indonesien bereits gesperrt. "Wir verlangen nun von anderen Diensten, sich diesem Schritt anzuschließen", so Cawidu. Es hätten sich insbesondere viele Nutzer der Facebook-Tochter WhatsApp über die Emojis mit gleichgeschlechtlichen Paaren oder Regenbogenfamilien beschwert.

Große Mehrheit lehnt Homosexualität ab

In Indonesien, dem bevölkerungsreichsten Land mit einer muslimischen Mehrheit, ist Homosexualität mit Ausnahme der Provinz Aceh nicht verboten. Allerdings ist die Mehrheit der Bürger äußerst LGBT-feindlich eingestellt. Laut einer Umfrage des Pew Research Center aus dem Jahr 2013 erklärten 93 Prozent der Indonesier, dass Homosexualität bekämpft werden sollte – damit ist die Ablehnung dort noch größer als in Malaysia oder Pakistan, wo homosexuelle Handlungen mit langjährigen Haftstrafen geahndet werden können.

Die Homo-Emojis hatten bereits in Russland für Aufregung gesorgt: In Moskau hatte ein Mann den US-Konzern Apple auf Schadensersatz verklagt, weil sein sechsjähriger Sohn "unfreiwillig" den Emojis ausgesetzt worden sei. Er argumentierte, dass dies gegen das Gesetz gegen Homo-"Propaganda" verstoße. Ein Gericht hat die Klage im Dezember letzten Jahres aber zurückgewiesen (queer.de berichtete). (dk)



#1 OwnenheimAnonym
  • 11.02.2016, 14:53h
  • "Soziale Medien müssen die Kultur der Länder respektieren, in denen sie eine große Zahl von Nutzern haben" - so ein blödsinn. Also wenn die leute einen Dienst benutzen dann müssen sie sich leider mti den gegebeheiten abfinden. Wenn es ihnen nicht passt dann sollen sie es nicht verändern, aber nicht vom dienst verlangen er soll sich ändern. Das erinnert mich irgendwie and die muslime die in Deutschland das Bier trinken verbieten.

    He ich hätt mal ne Idee. Wie wärs wenn wir jede art von Fortschrittlicher Technologie mit Abbildungen von Homosexualität und mit Abbildungen von Mohammed oder Allah versetzten. Dann könnten nur noch fortschrittliche Menschen fortschrittliche Technologie benutzen und die Volliditioen können dann ja darauf Verzichten.

    Ich wäre sowieso dafür dass man rückständigen Staaten und gemeinschaften den Zugan zur TEchnologie verweigert...... Wenn sie sich dan sozial weiterentwickelt haben dürfen sie auch die moderne Technik genießen. Zb. Wenn ich Tim Cook von apple wäre würde ich den Verkauf von Apple Produkten in Russland komplett boykotieren.
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#2 wiking77
  • 11.02.2016, 14:55h
  • welche Religion ist denn in Indonesien Mainstream? Geht der Vatikan auch dagegen vor?
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#3 WinzerAnonym
  • 11.02.2016, 16:08h
  • Hmmm.
    Homosexuelle Emojis, ein schönes Wort,
    dachte nur lebende Wesen könnten homosecuell sein.......
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#4 GerritAnonym
  • 11.02.2016, 16:26h
  • Was bilden die sich ein...

    Es ist eher umgekehrt:
    wenn denen ein Produkt nicht passt, sollen sie es halt nicht benutzen. Oder ihre eigene Alternative entwickeln.

    Dass dieser Messenger "Line" bereits eingeknickt ist, sollte für uns alle ein Grund sein, diesen Messenger nicht mehr zu nutzen. Ich hoffe, dass andere Anbieter mehr Rückgrat haben.
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#5 FennekAnonym
  • 11.02.2016, 16:36h
  • Glauben die, dass Homosexualität verschwindet, nur wiel sie sie nicht sehen?!

    Die alte Vogel-Strauss-Taktik: was ich nicht sehe, existiert auch nicht. Ich muss nur den Kopf in den Sand stecken.

    Solch albernes, infantiles Verhalten kennt man sonst nur von kleinen Kindern. Aber auf diesem kognitiven Niveau befinden die sich wohl auch.
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#6 userer
  • 11.02.2016, 16:43h
  • Antwort auf #2 von wiking77
  • Der Vatikan ginge selbstverständlich auch hier dagegen vor, wenn wir ihn nicht so weit wie möglich an der weltlichen Kette hielten, wie man am vatikanischen Widerstand gegen vorurteilsfreie Sexualaufklärung in Schulen sieht.
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#7 wiking77
  • 11.02.2016, 16:49h
  • Antwort auf #3 von Winzer
  • haben Sie eine Ahnung. Auf dem Schulhof einer Schule in Berliln-Kreuzberg oder Berlin-Neukölln kann selbst "Deine Mudda schwul" sein, wenn dort den Halbstarken etwas an Dir nicht passt.
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#8 GerritAnonym
#9 AlexAnonym
  • 11.02.2016, 17:13h

  • >>> Ein erster Messaging-Dienst ist bereits eingeknickt.

    Dann sollte man eben nur noch Anbieter nutzen, die sich nicht solche Diskriminierung diktieren lassen.

    "Line" fällt dann schon mal weg. Das macht die Auswahl leichter.
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#10 WeseraalProfil
  • 11.02.2016, 17:19hBremen
  • Antwort auf #4 von Gerrit
  • genau so ist es. Niemand zwingt einen Indonesier dazu, schwule oder lesbische Bildchen mit den Nachrichten zu versenden.

    Und außerdem: wenn die Politiker da Zeit haben, sich mit dem Genörgle dieser Homophoben zu beschäftigen, dann müssen sie wohl Langeweile haben. Ich kann mir vorstellen, dass in Indonesien weitaus Wichtigeres zu entscheiden gibt, als so etwas
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