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  • 12.02.2016, 11:47h           35      Teilen:   |

Homophobie

81 Prozent der Russen finden Homosexualität "verwerflich"

Artikelbild
Verhaftung des Aktivisten Nikolai Aleksejew beim Moskauer CSD 2015

Die russische Bevölkerung hat heute mehr Vorurteile gegen Schwule und Lesben als vor 25 Jahren.

Die staatliche Hetze gegen Schwule und Lesben zeigt Wirkung: 81 Prozent der Russen haben in einer am Donnerstag veröffentlichten repräsentativen Umfrage des staatlichen Meinungsforschungsinstituts WZIOM erklärt, dass sie gleichgeschlechtliche Beziehungen für verwerflich halten. Vor einem Vierteljahrhundert, als gerade die Sowjetunion untergegangen ist und die Russische Föderation gegründet wurde, hatten nur 71 Prozent diese Meinung.

Landesweit geben heute nur zwölf Prozent an, sie hätten keine Probleme mit schwulen oder lesbischen Beziehungen (1991 waren es 15 Prozent). Am tolerantesten zeigen sich die Bewohner von Moskau und St. Petersburg, von denen 21 Prozent gleichgeschlechtliche Beziehungen als nicht verwerflich ansehen. Auch unter jüngeren Russen ist die Toleranz etwas größer als unter älteren: So haben immerhin 25 Prozent der 18- bis 24-Jährigen nichts gegen Homo-Paare einzuwenden.

WZIOM-Sprecher Aleksei Firsow erklärte, beim Thema Homosexualität habe sich die russische Bevölkerung von der internationalen Entwicklung abgekoppelt. Eine amerikanische Studie war 2014 bei einem Vergleich von 52 Ländern zu dem Ergebnis gekommen, dass 90 Prozent der Staaten in den vergangenen 20 Jahren homofreundlicher geworden seien (queer.de berichtete).

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Mehr Toleranz bei vorehelichem Sex

Im Gegensatz zu ihrer Einstellung gegenüber Homosexuellen ist die Bevölkerung im flächenmäßig größten Staat der Erde toleranter geworden, wenn es um vorehelichen heterosexuellen Geschlechtsverkehr geht. Heute haben 74 Prozent kein Problem mit verschiedengeschlechtlichem Sex vor der Ehe. 1991 waren es noch 67 Prozent. Die Umfrage zeigt auch, dass fast drei von vier Russen Fremdgehen in der Ehe ablehnen. Hier haben sich die Zahlen im Vergleich zu 1991 kaum verändert.

Die größere werdende Ablehnung von Homosexualität ist angesichts der Homophobie aus Politik und Klerus, die von den staatlich kontrollierten Medien transportiert wird, kaum überraschend. Erst vergangenen Monat hat etwa das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche "gottlose" CSD-Paraden für die Ausbreitung von Terrorismus verantwortlich gemacht (queer.de berichtete).

Außerdem gibt es immer wieder neue Anläufe, die Gesetzgebung gegen Homosexuelle zu verschärfen: So fordern etwa Politiker derzeit zusätzlich zum Gesetz gegen Homo-"Propaganda" ein ausdrückliches Verbot von Demonstrationen, die der "Bewerbung unkonventioneller sexueller Beziehungen" dienen (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: russland, umfrage, homophobie
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Reaktionen zu "81 Prozent der Russen finden Homosexualität "verwerflich""


 35 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
12.02.2016
13:55:58


(+11, 11 Votes)

Von thorium222
Aus Mr (Hessen)
Mitglied seit 10.02.2011


Die Medien in Russland sind gleichgeschaltet und vom Staat kontrolliert. Dazu kommt noch, dass aufgrund der unterschiedlichen Schrift weniger Fremdsprachenkenntnisse oder Kontakte zu Medien außerhalb Russlands bestehen.


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#2
12.02.2016
15:10:47


(+11, 11 Votes)

Von paolo


Die merheit einer bevölkerung würde sogar an einen affengott glauben wenn sie in so einem rahmengebenden politisch religiösen umfeld leben müsste!!


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#3
12.02.2016
15:33:34


(+2, 6 Votes)

Von totem und tabu
Antwort zu Kommentar #2 von paolo


Die religiösen Vorstellungen, denen die Probanden anhingen, umfassten dabei nicht nur Götter im engeren Sinne, sondern auch Ahnen, als belebt empfundene Gegenstände und Naturphänomene.

Link zu www.heise.de


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#4
12.02.2016
15:54:47


(+4, 6 Votes)

Von Ruben


Und 99% der gebildeten Menschen finden Homophobie verwerflich.


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#5
12.02.2016
16:03:36


(+9, 9 Votes)

Von Edgar Andres


81 Prozent der Russen halten den faschistischen Diktator Wladimir Putin aber auch für einen guten Politiker und kapieren nicht, dass er nur deswegen gegen LGBT hetzt, um von seinem eigenen Versagen abzulenken.


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#6
12.02.2016
16:59:23


(+7, 7 Votes)

Von ursus
Antwort zu Kommentar #4 von Ruben


>"Und 99% der gebildeten Menschen finden Homophobie verwerflich."

kommt drauf an, was man unter bildung versteht. viele der aktivsten und verbissensten homofeind_innen haben eine akademische ausbildung hinter sich.

wenn du von herzensbildung sprichst, stimme ich zu. aber immer schön vorsichtig bleiben, dass wir mit zuschreibungen von "dummheit" und "un-bildung" nicht in klassismus oder ableismus abrutschen...


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#7
12.02.2016
18:23:00


(+5, 5 Votes)

Von schwarzerkater
Profil nur für angemeldete User sichtbar


homo-hass - alles mal wieder ablenkung (brot und spiele) für ein korruptes system.


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#8
12.02.2016
18:53:26


(0, 2 Votes)

Von Heiner


Wenn man sein Volk dumm hält, sind das halt die Folgen...

Und diese Folgen sind ja durchaus vom Regime erwünscht.


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#9
12.02.2016
20:18:46


(+7, 7 Votes)

Von ehemaligem User Monster_Baby


Nationalismus - Sozialismus - Nationalismus. Es ist zum verzweifeln. Die Nachfolgeländer der autoritären sozialistischen bzw. kommunistischen Staaten, scheinen sich mehr und mehr nach einer starken Hand zu sehnen. Das ist wohl der vielzitierte Untertanengeist. Ich befürchte, dass nach jahrelanger Anti-Homosexuellen-Propaganda hier ähnliche Entwicklungen zu beobachten wären. Es gibt ja bereits erschreckend viele Putin-Anhänger in Deutschland. Auch hier wird der Ruf nach einfachen, autoritären Lösungen immer lauter. Besonders bei denen, die nicht zu einer gefährdeten Minderheit gehören, aber selbst z.B. bei den Schwulen gibt es mehr als genug, die sich einer autoritären Rechten anschließen. Der richtige Zeitpunkt sich gegen die totalitären Anfängen zu wehren, ist wohl verpasst worden.


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#10
12.02.2016
21:06:44
Via Handy


(+2, 2 Votes)

Von stephan
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Tja, ein zu mindestens 84% widerliches, verachtenswertes und primitiv rückständiges Volk! Das kommt eben bei orthodoxer Verblödung heraus...


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