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  • 14.02.2016, 10:11h               Teilen:   |

"Songs From The Bottom Vol.1"

Elegant-lässiger Sound: Jochen Distelmeyer

Artikelbild
Jochen Distelmeyer wurde als Kopf der Band "Blumfeld" bekannt, nach der Auflösung 2007 begann er seine Solokarriere (Bild: Sven Sindt)

Der Bielefelder Musiker hat mit "Songs From The Bottom Vol.1" ein Album mit Lovesongs veröffentlicht.

Er hat es getan. Jochen Distelmeyer hat die Rufe erhört. Auf der Lesereise zu seinem viel beachteten Romandebut "Otis" (Rowohlt Verlag) hatte er die Bühnen nicht nur mit seinen frei gesprochenen Rezitationen gerockt. Er verblüffte sein Publikum auch mit der leichtfüßigen Performance einiger seiner Lieblingslieder aus fremder Feder. Auf Englisch. Solo zur Gitarre. Das Publikum war verzückt – und wollte mehr. Jetzt hat Distelmeyer, ehemals Frontmann der legendären Band Blumfeld, das ersehnte Akustikalbum aufgenommen.

Jochen Distelmeyer, der untypischste Popstar des Landes. A voice of its own. Charismatisch und kühl, aggressiv und affirmativ, mit Standpunkt und Stil, Leidenschaftlichkeit und Tiefe. Einer, der sich auch dem Lovesong nicht verweigert.

"Songs From The Bottom Vol. 1" heißt daher vor allem: Songs from the bottom of his heart. 12 englischsprachige Stücke über die Liebe, den Schmerz verlorener Illusionen und das Weitermachen. Grandios-überraschende Versionen von Britney Spears "Toxic", "Video Games" von Lana Del Rey und Richard Ashcrofts BritPop – Hymne "Bitter Sweet Symphony". Songs from the bottom of songwriting, vom Kern des Popsongs: Kris Kristofferson, Al Green, Roddy Frame, Nick Lowe und Ivor Cutler. Evergreens und Instant Classics. Der Avicii-Track "I could be the one" und Radioheads "Pyramid Song", das zum englischen Cousin von "Schmetterlings Gang" vom Blumfeld-Album "Verbotene Früchte" wird.

Back to the roots also? Nur vordergründig. Gemeinsam mit Produzent Swen Meyer hat Distelmeyer einen elegant-lässigen Sound erschaffen. Jeder Gitarrenakkord, jeder Tastenschlag am Klavier und nicht zuletzt Distelmeyers mal hell sehnsuchtsvoller, dann dunkel schimmernder Gesang schwingt transparent durch die Lautsprecher. Dabei macht der Crooner Distelmeyer jeden Song zu seinem eigenen.

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Eine Welt im Wandel

Das neue Album "Songs From The Bottom Vol.1" von Jochen Distelmeyer ist am 12. Februar 2016 erschienen
Das neue Album "Songs From The Bottom Vol.1" von Jochen Distelmeyer ist am 12. Februar 2016 erschienen

Eine Rückschau: Blumfeld in den Neunziger Jahren in Hamburg. Drei Jungs wie einem Postcard-Label-Video entsprungen erzählen zu Indienoise-Gitarren zwischen Joy Division, The Fall und Nirvana, warum sie mit der Welt um sie herum nicht einverstanden sind. "Ich-Maschine" (1992) und "L'Etat et Moi" (1994) sind vielleicht die einflussreichsten deutschen Rock-Platten der neuen Bundesrepublik. USA- und ausgedehnte Europa – Tourneen inklusive. Blumfeld bringen ihre Form von Popmusik auf den Weg.

Dann "Old Nobody" (1999) mit Synthie-Streichern und kristallenem Gesang, dazu ein Video mit Distelmeyer und Helmut Berger in der Hotelsuite. Privates und Politisches in hymnischen Pop gegossen – Blumfeld lassen die vergiftete deutsche Popsong-Erde erblühen. Schweres, das leicht klingt. In Deutschland. Wahnsinn.

Auf "Testament der Angst" (2001) geht die Reise weiter. Songs zwischen Anklage und Zweisamkeit. "Jenseits von Jedem" (2003) auf Platz 7 der Charts. Massig Airplay, Top of the Pops. Graue Wolken, Diktatur der Angepassten, Wir sind frei, Ein neuer Morgen – wahre Popjuwelen. Dazu hypnotische Konzerte. Mit "Verbotene Früchte" wird 2006 die Liebe zu Folk und Blues ausgelebt. Dann der Split.

2009 erscheint "Heavy", Jochen Distelmeyers erstes Soloalbum. "Lass Uns Liebe sein", "Bleiben oder Gehen", "Wohin mit dem Hass?" Distelmeyer nimmt Fragen vorweg, die heute – 6 Jahre später – von erschütternder Aktualität sind. Von da aus nur ein kurzer Schritt zu seinem Romandebut "Otis". Die Geschichte einer modernen Odyssee. Einer Welt im Wandel. Schauplatz Berlin. Die Irrfahrt eines Liebenden als politischer Abgesang.

Und jetzt "Songs From The Bottom Vol. 1". Der Beginn einer Serie? Jochen Distelmeyer kann sich nach seinem nächsten Solo-Album ein Vol. 2 durchaus vorstellen. Er könnte es also wieder tun. Das System Distelmeyer kennt schließlich keine Grenzen. (cw/pm)

Youtube | Jochen Distelmeyer mit "Video Games"
  Tourdaten:
04.03.2016 Chemnitz, Atomino
05.03.2016 Dessau, Kurt Weill Fest
06.04.2016 Dresden, Groove Station
07.04.2016 Bremen, Lagerhaus
08.04.2016 Magdeburg, Moritzhof
09.04.2016 Hamburg, Knust
12.04.2016 Essen, Zeche Karl
13.04.2016 Bielefeld, Forum
14.04.2016 Frankfurt, Brotfabrik
15.04.2016 München, Volkstheater
16.04.2016 Augsburg, Kantine
18.04.2016 Düsseldorf, Zakk
19.04.2016 Heidelberg, Karlstorbahnhof
20.04.2016 Köln, Gebäude 9
21.04.2016 Hannover, Lux
23.04.2016 Stade, Hanse Song Festival
10.05.2016 Braunschweig, Brunsviga
11.05.2016 Berlin, BiNuu
13.05.2016 Rostock, Zwischenbau
19.05.2016 A-St. Pölten, Cinema Paradiso
20.05.2016 A-Ebensee, Kino
21.05.2016 A-Wörgl, Astnersaal
22.05.2016 A-Feldkirch, Theater am Saumarkt
25.05.2016 A-Salzburg, Rockhouse
28.05.2016 Husum, Speicher
Links zum Thema:
» In das Album bei Amazon reinhören
» Offizielle Website von Jochen Distelmeyer
» Fanpage des Sängers auf Facebook
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Tags: songs from the bottom vol.1, jochen distelmeyer, blumfeld
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