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  • 15.02.2016, 12:18h           9      Teilen:   |

Keine Konsequenzen für Coming-out

Adidas unterstützt LGBT-Sportler

Artikelbild
Adidas will Sportler mit der neuen Initiative das Coming-out erleichtern (Bild: adidas)

Schwulen, lesbischen und transsexuellen Athleten sichert der Sportartikelkonzern vertraglich zu, dass sie nach einem Coming-out nicht gefeuert werden.

Der in Herzogenaurach beheimatete Konzern Adidas stellt sich hinter LGBT-Sportler: Finanzchef Robin Stalker hat laut "BuzzFeed" vergangenen Donnerstag bei einer Pressekonferenz in London angekündigt, dass zukünftig in Sponsorenverträgen vermerkt ist, dass der Konzern bei einem Coming-out den Vertrag nicht nachträglich verändern oder den betreffenden Sportler feuern darf.

Künftig soll es nach Angaben von Stalker heißen: "Adidas würdigt und steht hinter dem Diversity-Prinzip als Teil der Philosophie der Adidas-Gruppe. Deshalb garantiert Adidas, dass dieser Vertrag nicht gekündigt oder geändert wird, falls sich ein Athlet als Mitglied der LGBT-Community (lesbisch, schwul, bisexuell, transgender) outet."

Stalker verkündete die Änderung während der Konferenz "Team Pride: Levelling the LGBT Playing Field", bei der es um die Gleichbehandlung von Sportlern nach einem Coming-out ging. Adidas war auch einer der Sponsoren dieser Konferenz.

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Löchriger gesetzlicher Diskriminierungsschutz

Zu den von Adidas unterstützten Sportlern gehört der britische Wasserspringer Tom Daley – das Motiv entstand vor seinem Coming-out. Danach machte ihn der Konzern zum Botschafter seiner Neo-Marke.
Zu den von Adidas unterstützten Sportlern gehört der britische Wasserspringer Tom Daley – das Motiv entstand vor seinem Coming-out. Danach machte ihn der Konzern zum Botschafter seiner Neo-Marke.

Zwar ist bereits jetzt in vielen europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, die Diskriminierung am Arbeitsplatz aufgrund der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität verboten. Allerdings hat Adidas auch mit Sportlern aus Ländern Verträge geschlossen, in denen noch kein derartiges Gesetz gilt. Beispielsweise gibt es noch immer in 28 der 50 US-Bundesstaaten keinen vollständigen Diskriminierungsschutz für LGBT am Arbeitsplatz.

Adidas, mit einem jährlichen Umsatz von rund 15 Milliarden Euro nach dem US-Konzern Nike der zweitgrößte Sportartikelhersteller der Welt, hat sich in den letzten Jahren als LGBT-freundlich profiliert: So trat die Firma 2014 als erstes Unternehmen der "Berliner Erklärung" gegen Homophobie im Sport bei (queer.de berichtete). Beim "Corporate Equality Index 2016" (PDF) der amerikanischen LGBT-Organisation "Human Rights Campaign" gehörte Adidas zu den wenigen deutschen Unternehmen, die 100 Prozent erreichten, und gilt damit als vorbildlicher Arbeitgeber für Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle. (dk)

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Tags: adidas, sport, london, diversity
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Reaktionen zu "Adidas unterstützt LGBT-Sportler"


 9 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
15.02.2016
12:47:48
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(+8, 8 Votes)

Von Luca


Gut, dass die nicht diskriminieren.

Noch besser wäre es, wenn die auch aktiv unterstützen würden. Z.B. als Sponsor von GLBT-Mannschaften oder der Gay Games.


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#2
15.02.2016
13:49:42


(+6, 6 Votes)

Von schwarzerkater
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von Luca


LUCA: "... Z.B. als Sponsor von GLBT-Mannschaften ..."
als stätdischer oder regionaler sponsor wäre mal die SPARKASSE am zug, die die sich in ihren regularien verpflichtet, gemeinützige vereine zu fördern.
LUCA: "Z.B. als Sponsor (...) der Gay Games."
voll deiner meinung


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#3
15.02.2016
15:03:25


(+6, 6 Votes)

Von Svetlana L


Traurig, dass so etwas überhaupt vertraglich zugesichert werden muss.


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#4
15.02.2016
15:31:45


(+4, 4 Votes)

Von ollinaie
Aus Seligenstadt (Hessen)
Mitglied seit 23.08.2012
Antwort zu Kommentar #2 von schwarzerkater


"wäre mal die SPARKASSE am zug, "

Sparkasse Hanau macht das!
Und Vereinskonten sind kostenfrei, gibt's auch nicht überall.

Frag mal bei deiner lokalen Sparkasse nach, was die in der Richtung tun. Kundeninteresse motiviert!


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#5
15.02.2016
16:58:01
Via Handy


(+2, 4 Votes)

Von Johannes 46


Das mit dem Adidas ist schon toll. Aber nicht ganz so toll wie sich die evangelische Kirche für die Ehe für alle einsetzt. Das ist noch viel tollerer. Wollte ich nur mal gesagt haben.


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#6
15.02.2016
22:53:42


(0, 2 Votes)

Von antos
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von Johannes 46


Ja, Adidas ist schon toll:

Youtube-Video:


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#7
16.02.2016
10:32:01
Via Handy


(+3, 3 Votes)

Von la_passante


Wie grosszügig von Adidas, sich werbewirksam an geltendes Gesetz zu halten...


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#8
16.02.2016
13:45:31


(-1, 1 Vote)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #7 von la_passante


""Wie grosszügig von Adidas, sich werbewirksam an geltendes Gesetz zu halten...""..

Damit hast Du im Grundgedanken sicher Recht..
Es sollte für Firmen und Konzerne "normal" sein, sich an geltendes Recht zu halten..

Und genau deshalb sollten dann auch diese Firmen davon profitieren, und sei es nur, um damit werbewirksam klar zu stellen, das man sich an geltendes Recht hält..
Was dazu führt, wenn man genau hinsieht, Firmen und Konzerne zu identifizieren, die sich nicht an geltendes Recht halten, und so diese bei seinem eigenem Konsum auszuschließen..

Was nutzt es denn z.B. wenn Konzerne wie VW LGBTTIQ-freundliche Werbung macht, und dann gleichzeitig durch Betrug die Vorschriften für den Schadstoff-Ausstoß zu unterlaufen ?

Der Konzern tritt seit Jahren mit dem Willen an den Branchenprimus Toyota zu überholen..
Und jedes Jahr scheitern sie erneut, aus jeweils unterschiedlichen Gründen..

Wie es denn wäre, die Gesetze einzuhalten, noch bessere Autos zu bauen, und dann noch LGBTTIQ-freundlich zu sein, haben sie dabei bislang allerdings noch nicht versucht..

Warum sollte man also dann deren Schlitten kaufen, wenn es doch immer noch bessere, aus besseren Konzernen, mit besserer Technik gibt ?

Genau darum geht es hier auch..
Es gibt sicher sehr gute Sportartikel von anderen Herstellern weltweit..
Aber halten die sich dann auch an die Menschenrechte ?

Wenn ich da bei ADIDAS und anderen Firmen an die Produktion von Trainings-Klamotten denke, und weiß, wie und wo solche Klamotten produziert werden..
Das Frauen schlecht bezahlt werden..
Nicht nur einfach schlechter als die Männer dort, sondern wirklich schlecht..
Das Kinderarbeit in den Produktionsländern stattfindet..
Und wenn man genau hinschaut, dann auch bei ADIDAS in Brasilien, wo sie 2010 damit aufgefallen sind, das die WM-Bälle von Kindern produziert wurden, die nach unseren Vorstellungen in Schulen zu sitzen haben..
Dann zweifle ich auch hier an der Legitimität der Werbung..
So wichtig sie für die einzelnen Sportler auch immer sei..


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#9
16.02.2016
21:30:52


(0, 2 Votes)

Von Isaak
Antwort zu Kommentar #7 von la_passante


Warum geltendes Recht? In den meisten Fällen dürfte es sich um Sponsorship- und Ausstatterverträge halten. Und in keinem Staat der Welt könnte man Adidas daran hindern, einen zeitlich befristeten Vertrag einfach nicht mehr zu verlängern und auslaufen zu lassen.

Davon abgesehen: In den meisten Staaten dieser Welt gibt's keine wie auch immer gearteten Diskriminierungsschutzbestimmungen bezüglich der sexuellen Orientierung. Hier könnte Adidas sogar ganz offen verlautbaren lassen, dass man einen Homosexuellen nicht als Werbepartner haben möchte und ihn aus dem Vertrag schmeißen - und es wäre in vollem Einklang mit geltendem Recht.

Das nur als Hinweis, damit Sie das Commitment von Adidas vielleicht doch noch zu schätzen lernen.


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