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  • 16.02.2016, 13:56h           21      Teilen:   |

Umfrage

US-Wahlen: LGBT-Mehrheit für Clinton

Artikelbild
Bernie Sanders und Hillary Clinton bei einer Fernsehdebatte (Bild: CNN Screenshot)

Die Mehrheit der Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen in den USA würden gerne Hillary Clinton als US-Präsidentin sehen. Die republikanischen Kandidaten sind abgeschlagen.

Hillary Clinton ist die Favoritin unter LGBT in Amerika: Laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Community Marketing & Insights würden sich 48 Prozent der queeren Wähler bei den Präsidentschaftswahlen im November für die ehemalige Außenministerin entscheiden. Mit 41 Prozent liegt ihr innerparteilicher Widersacher, der Vermonter Senator Bernie Sanders, auf Rang zwei.

Die republikanischen Kandidaten sind in dieser Umfrage weit abgeschlagen: Milliardär Donald Trump erhielte ganze zwei Prozent der Stimmen, gefolgt von Ohios Gouverneur John Kasich und Senator Marco Rubio mit je einem Prozent. Alle anderen Kandidaten lagen unter einem Prozent. Vier Prozent der LGBT-Wähler erklärten, sie wüssten noch nicht, für wen sich sich entscheiden würden.

Das Ergebnis basiert auf einer Umfrage unter 563 LGBT-Amerikanern, die zur Wahl gehen möchten. Sie bildet nicht unbedingt das wirkliche Meinungsbild unter allen Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen ab, da in derartigen Umfragen versteckt lebende LGBT nur schwer zu erreichen sind.

Bei der letzten Präsidentschaftswahl im Jahr 2012 erklärten bei Wahltagsbefragungen fünf Prozent der Wähler, sie seien LGBT. Von ihnen unterstützten 77 Prozent Präsident Barack Obama und 23 Prozent seinen republikanischen Herausforderer Mitt Romney. Da bei allen Wählern Obama nur mit 51 zu 47 Prozent gewonnen hat, könnten LGBT für seinen Sieg verantwortlich sein.

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Clinton wird auch von Human Rights Campaign unterstützt

Sowohl Clinton als auch Sanders werben intensiv um LGBT-Stimmen. Clinton konnte sich die Unterstützung der größten LGBT-Organisation, der Human Rights Campaign, sichern (queer.de berichtete). Daraufhin kritisierte ein Sprecher von Sanders die Entscheidung, die "nicht auf Fakten" basiere, da Clinton ihre Positionen zu LGBT-Rechten erst in den letzten Jahren geändert habe, als sich die Meinungsumfragen bereits drehten. So ist sie erst seit 2013 für die Ehe für alle (queer.de berichtete). Sanders dagegen habe sich über Jahrzehnte im Repräsentantenhaus und im Senat immer für LGBT-Bürgerrechte eingesetzt.

Bei der neuen Umfrage wurde auch gefragt, welcher der Kandidaten am LGBT-freundlichsten sei. Hier lag Sanders mit 31 Prozent knapp vor Clinton mit 25 Prozent. Mehr als ein Drittel gab an, dass beide Kandidaten der Demokraten in gleichem Ausmaß LGBT-Rechte unterstützten.

Bei den Republikanern sah das Bild ganz anders aus: Rund drei Viertel der Befragten gaben an, dass keiner der Kandidaten LGBT-Bürgerrechte unterstütze. Immerhin sechs Prozent sahen John Kasich als LGBT-freundlichsten Kandidaten an. Auf Platz zwei lag Donald Trump (vier Prozent). Alle anderen Kandidaten erhielten weniger als zwei Prozent.

Die Umfrage zeigt auch, dass den meisten Befragten die Position der Kandidaten zu LGBT-Bürgerrechten wichtig ist – insgesamt bejahten das 98 Prozent. Auch der Kampf gegen Rassismus ist 96 Prozent der Befragten wichtig.

Dagegen konnten sich die LGBT-Wähler nicht für die konservativen Hauptthemen erwärmen: 89 Prozent war das Thema "Reduzierung oder Verbot von Abtreibungen" nicht wichtig oder sie sprachen sich dagegen aus. Beim Thema "Schutz der Rechte von Waffenbesitzern" lag der Anteil bei 72 Prozent, beim Thema "Stopp der illegalen Einwanderung in die USA" bei 59 Prozent. (dk)

Wochen-Umfrage: Wer wäre der bessere US-Präsident? (Ergebnis)

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Tags: hillary clinton, bernie sanders, usa, us-wahlen
Schwerpunkte:
 US-Präsidentschaftswahl 2016
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Reaktionen zu "US-Wahlen: LGBT-Mehrheit für Clinton"


 21 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
16.02.2016
14:47:54


(+7, 11 Votes)

Von Real Data


New Hampshire:

Sanders 60% - Clinton 38%

Clinton gewann in einer Wählergruppe: Leute mit Einkommen über $200.000.

Link:
edition.cnn.com/election/primaries/polls/nh/Dem


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#2
16.02.2016
14:52:07


(+7, 11 Votes)

Von Timon


Hillary Clinton setzt sich erst für Homorechte ein, seitdem es dafür stabile Mehrheiten bei den Bürgern gibt. Davor lehnte sie das immer ab.

Bernie Sanders dagegen wirbt schon seit Jahrzehnten für Homorechte und volle Gleichstellung.

Insofern kann ich mir nur strategische Gründe für dieses Ergebnis vorstellen:
Clinton ist bekannter, jünger und massenkompatibler. Und sie kann auch viele Wähler motivieren, die endlich mal eine Frau an der US-Spitze haben wollen. Dagegen wird Sanders, der sich selbst als Sozialist bezeichnet (was in weiten Teilen der USA gar nicht gut ankommt) manche Wähler verschrecken.

Ich kann mir deshalb nur denken, dass viele LGBTI nicht den integersten und loyalsten Kanidaten wählen, sondern die massenkompatibelste Kandidatin - um schlimmeres (einen Republikaner im Weißen Haus) zu verhindern.


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#3
16.02.2016
15:31:39


(+8, 8 Votes)

Von myystery


Ich kann ja nur für mich sprechen, aber ich finde Hillary Clinton in diesem Wahlkampf schwach.

Sie entfacht keine Begeisterung, v.a. weil ihre Art völlig aufgesetzt wirkt und kommt inzwischen schon mit verzweifelten "Argumenten" wie "Sanders fällt Obama in den Rücken.". Da fand ich sie 2008 noch deutlich ansprechender, einfach weil authentischer. Damals war sie einfach sie, heute will sie jemand sein, der sie nicht ist.

Außer "ich bin wie Obama, nur in weiß und weiblich", erkenne ich auch keine "Idee", die hinter ihrem Programm.

Gegenüber den Republikanern ziehe ich sie dennoch vor. Ich habe nur das Gefühl, dass Frau Clinton nicht Präsidentin wird.


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#4
16.02.2016
18:18:49


(-3, 7 Votes)

Von Isaak
Antwort zu Kommentar #1 von Real Data


Großartig. Dass New Hampshire neben Vermont aber den höchsten Prozentsatz an weißen, männlichen, extrem liberalen Primary-Wählern aufweist verschweigen Sie? Warten Sie mal Nevada und insbesondere South Carolina in der letzten Februarwoche ab, dann werden Sie sehen, wer Clinton unterstützt: Nämlich eine klare Mehrheit der Frauen, Latinos und Afroamerikaner. Besonders bei letzteren ist Sanders im direkten Vergleich extrem unbeliebt, während Clinton allseits gefeiert wird.

Der Riesenvorsprung unter diesen Gruppen ist auch der Grund, warum Clinton die Nominierung spätestens bis Ende März im Sack haben wird. Aber das nur nebenbei.


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#5
16.02.2016
18:27:14


(-4, 10 Votes)

Von Isaak
Antwort zu Kommentar #2 von Timon


Ihr erster Punkt entspricht leider nicht der Wahrheit. Clinton setzt sich schon seit Langem für LGBT-Rechte ein und hatte während ihrer Amtszeit als Senatorin von New York auch eine sehr starke und konsistente Bilanz diesbezüglich. Richtig ist: Sie hat sich erst in den letzten Jahren für eine Ehehöffnung ausgesprochen (genau wie Obama übrigens) und war zuvor wie der demokratische Mainstream auf Civil-Union-Linie. Aber auch hier kam der Umschwung bevor(!) sich in Umfragen eine Mehrheit zur Eheöffnung herausgebildet hat, also weiß ich wirklich nicht, was man Clinton hier vorwerfen kann. Im Übrigen: Das Endorsement der Human Rights Campaign und die Tatsache, dass sich extrem viele LGBT für Clinton aussprechen kommt nicht von ungefähr oder kann mit strategischen Gründen abgetan werden. Clinton ist einfach die mit Abstand qualifizierteste und erfahrenste Person für den Job, extrem LGBT-freundlich und jemand, der auch bereit ist mit den Thema offensiv Politik zu machen. Sanders dagegen ist ein Fanatiker, redet nur von Ökonomie und scheint mit seinem Label und seiner Agenda absolut unfähig, mit dem Kongress Kompromisse einzugehen. Aber das ist die notwendige Primärtugend jedes Präsidenten.


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#6
16.02.2016
18:58:11


(+5, 7 Votes)

Von Faktencheck
Antwort zu Kommentar #5 von Isaak


"weiß ich wirklich nicht, was man Clinton hier vorwerfen kann."

Zum Beispiel, dass sie sich nicht nur nicht positiv zur Eheöffnung ausgesprochen hat, sondern explizit DAGEGEN. Sie hat ihre eigenen Beliebtheitswerte aus politischem Kalkül (eine stichhaltige andere Begründung gibt es nämlich nicht) über ein grundlegendes Recht der Wählergruppe gestellt, die sie heute umwirbt.


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#7
17.02.2016
06:49:31


(+3, 11 Votes)
 
#8
17.02.2016
08:15:53


(0, 10 Votes)

Von Andy
Antwort zu Kommentar #2 von Timon


Das ist falsch. Noch vor zehn Jahren hat Sanders auch nicht eindeutig mit JA geantwortet, als er auf die Homo-Ehe angesprochen wurde, sondern sagte, es sei Angelegenheit der Staaten. Ich habe mir den Clip von damals angeguckt und fand ihn nicht besonders unterstützend, eher zurückhaltend und ein klares JA zur US-weiten Homo-Ehe hat er (noch vor zehn Jahren) auch nicht abgegeben. Also soviel progressiver als die Sanders-Anhänger und Glauben machen wollen, scheint er auch nicht zu sein.


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#9
17.02.2016
10:32:36


(+1, 11 Votes)

Von ollinaie
Aus Seligenstadt (Hessen)
Mitglied seit 23.08.2012


Das ist gehüpft wie gesprungen, hauptsache kein Republikaner.

Letzten Endes können wir nur sagen, wer den gefälligeren Eindruck von sich vermittelt.

Wie gut regiert wurde kann mensch erst hinterher beurteilen. Das sieht man ja an Obama: Von den vollmundigen Versprechungen ist ja nur ein beschämendes Minimum umgesetzt worden. Von Drohneneinsätzen, No-(LOL!)-Spy-Abkommen ect. will ich jetzt gar nicht anfangen...

Aber natürlich auch da: Immer noch besser als das best-case Republikanerszenario.


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#10
17.02.2016
10:47:01


(0, 6 Votes)

Von ollinaie
Aus Seligenstadt (Hessen)
Mitglied seit 23.08.2012


"noch vor zehn Jahren ..."

Vor zwanzig Jahren hab ich mir auch nicht vorstellen können, das es eine gute Idee ist das Schwulenpärchen gemeinsam Kinder adoptieren können sollen; und ich war damals schon offen schwul. Heute halte ich das für eine indiskutable Selbstverständlichkeit!


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