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Kommentare zu:
US-Wahlen: LGBT-Mehrheit für Clinton


#1 Real DataAnonym
#2 TimonAnonym
  • 16.02.2016, 14:52h
  • Hillary Clinton setzt sich erst für Homorechte ein, seitdem es dafür stabile Mehrheiten bei den Bürgern gibt. Davor lehnte sie das immer ab.

    Bernie Sanders dagegen wirbt schon seit Jahrzehnten für Homorechte und volle Gleichstellung.

    Insofern kann ich mir nur strategische Gründe für dieses Ergebnis vorstellen:
    Clinton ist bekannter, jünger und massenkompatibler. Und sie kann auch viele Wähler motivieren, die endlich mal eine Frau an der US-Spitze haben wollen. Dagegen wird Sanders, der sich selbst als Sozialist bezeichnet (was in weiten Teilen der USA gar nicht gut ankommt) manche Wähler verschrecken.

    Ich kann mir deshalb nur denken, dass viele LGBTI nicht den integersten und loyalsten Kanidaten wählen, sondern die massenkompatibelste Kandidatin - um schlimmeres (einen Republikaner im Weißen Haus) zu verhindern.
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#3 myysteryAnonym
  • 16.02.2016, 15:31h
  • Ich kann ja nur für mich sprechen, aber ich finde Hillary Clinton in diesem Wahlkampf schwach.

    Sie entfacht keine Begeisterung, v.a. weil ihre Art völlig aufgesetzt wirkt und kommt inzwischen schon mit verzweifelten "Argumenten" wie "Sanders fällt Obama in den Rücken.". Da fand ich sie 2008 noch deutlich ansprechender, einfach weil authentischer. Damals war sie einfach sie, heute will sie jemand sein, der sie nicht ist.

    Außer "ich bin wie Obama, nur in weiß und weiblich", erkenne ich auch keine "Idee", die hinter ihrem Programm.

    Gegenüber den Republikanern ziehe ich sie dennoch vor. Ich habe nur das Gefühl, dass Frau Clinton nicht Präsidentin wird.
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#4 IsaakAnonym
  • 16.02.2016, 18:18h
  • Antwort auf #1 von Real Data
  • Großartig. Dass New Hampshire neben Vermont aber den höchsten Prozentsatz an weißen, männlichen, extrem liberalen Primary-Wählern aufweist verschweigen Sie? Warten Sie mal Nevada und insbesondere South Carolina in der letzten Februarwoche ab, dann werden Sie sehen, wer Clinton unterstützt: Nämlich eine klare Mehrheit der Frauen, Latinos und Afroamerikaner. Besonders bei letzteren ist Sanders im direkten Vergleich extrem unbeliebt, während Clinton allseits gefeiert wird.

    Der Riesenvorsprung unter diesen Gruppen ist auch der Grund, warum Clinton die Nominierung spätestens bis Ende März im Sack haben wird. Aber das nur nebenbei.
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#5 IsaakAnonym
  • 16.02.2016, 18:27h
  • Antwort auf #2 von Timon
  • Ihr erster Punkt entspricht leider nicht der Wahrheit. Clinton setzt sich schon seit Langem für LGBT-Rechte ein und hatte während ihrer Amtszeit als Senatorin von New York auch eine sehr starke und konsistente Bilanz diesbezüglich. Richtig ist: Sie hat sich erst in den letzten Jahren für eine Ehehöffnung ausgesprochen (genau wie Obama übrigens) und war zuvor wie der demokratische Mainstream auf Civil-Union-Linie. Aber auch hier kam der Umschwung bevor(!) sich in Umfragen eine Mehrheit zur Eheöffnung herausgebildet hat, also weiß ich wirklich nicht, was man Clinton hier vorwerfen kann. Im Übrigen: Das Endorsement der Human Rights Campaign und die Tatsache, dass sich extrem viele LGBT für Clinton aussprechen kommt nicht von ungefähr oder kann mit strategischen Gründen abgetan werden. Clinton ist einfach die mit Abstand qualifizierteste und erfahrenste Person für den Job, extrem LGBT-freundlich und jemand, der auch bereit ist mit den Thema offensiv Politik zu machen. Sanders dagegen ist ein Fanatiker, redet nur von Ökonomie und scheint mit seinem Label und seiner Agenda absolut unfähig, mit dem Kongress Kompromisse einzugehen. Aber das ist die notwendige Primärtugend jedes Präsidenten.
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#6 FaktencheckAnonym
  • 16.02.2016, 18:58h
  • Antwort auf #5 von Isaak
  • "weiß ich wirklich nicht, was man Clinton hier vorwerfen kann."

    Zum Beispiel, dass sie sich nicht nur nicht positiv zur Eheöffnung ausgesprochen hat, sondern explizit DAGEGEN. Sie hat ihre eigenen Beliebtheitswerte aus politischem Kalkül (eine stichhaltige andere Begründung gibt es nämlich nicht) über ein grundlegendes Recht der Wählergruppe gestellt, die sie heute umwirbt.
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#8 AndyAnonym
  • 17.02.2016, 08:15h
  • Antwort auf #2 von Timon
  • Das ist falsch. Noch vor zehn Jahren hat Sanders auch nicht eindeutig mit JA geantwortet, als er auf die Homo-Ehe angesprochen wurde, sondern sagte, es sei Angelegenheit der Staaten. Ich habe mir den Clip von damals angeguckt und fand ihn nicht besonders unterstützend, eher zurückhaltend und ein klares JA zur US-weiten Homo-Ehe hat er (noch vor zehn Jahren) auch nicht abgegeben. Also soviel progressiver als die Sanders-Anhänger und Glauben machen wollen, scheint er auch nicht zu sein.
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#9 ollinaieProfil
  • 17.02.2016, 10:32hSeligenstadt
  • Das ist gehüpft wie gesprungen, hauptsache kein Republikaner.

    Letzten Endes können wir nur sagen, wer den gefälligeren Eindruck von sich vermittelt.

    Wie gut regiert wurde kann mensch erst hinterher beurteilen. Das sieht man ja an Obama: Von den vollmundigen Versprechungen ist ja nur ein beschämendes Minimum umgesetzt worden. Von Drohneneinsätzen, No-(LOL!)-Spy-Abkommen ect. will ich jetzt gar nicht anfangen...

    Aber natürlich auch da: Immer noch besser als das best-case Republikanerszenario.
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#10 ollinaieProfil
  • 17.02.2016, 10:47hSeligenstadt
  • "noch vor zehn Jahren ..."

    Vor zwanzig Jahren hab ich mir auch nicht vorstellen können, das es eine gute Idee ist das Schwulenpärchen gemeinsam Kinder adoptieren können sollen; und ich war damals schon offen schwul. Heute halte ich das für eine indiskutable Selbstverständlichkeit!
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#11 TheDadProfil
  • 17.02.2016, 12:12hHannover
  • Antwort auf #10 von ollinaie
  • Keine Ahnung warum das hier negativ bewertet wird..
    Es wird an den Polit-Kommissaren liegen..

    Man muß Menschen zugestehen daß sie im Verlauf des Lebens ihre Meinungen und ihre Haltungen ändern..
    Das gilt hier nicht nur für Mr.Sanders und Mrs. Rodham Clinton..

    Und so kann man eigentlich auch kein "Problem" damit haben, daß diese beiden "vor Jahren" noch andere Meinungen und Haltungen hatten..

    Wichtig ist hier nur, daß sie Heute die richtige Haltung vertreten, denn sie haben etwas dazu gelernt..
    Denn genau das "erwarten" doch auch wir von "unseren Gegnern"..
    Sie sollen dazu lernen..
    Lernen das Menschenrechte nicht teilbar sind..

    Wie Du schreibst, eine "indiskutable Selbstverständlichkeit"..
    Sich hier nun "aufzuregen" daß sie beide "vor Jahren" noch eine andere Haltung hatten, halte ich für eine "Schein-Diskussion" von Leuten, die einem Jeb Bush, oder schlimmer noch, einem Ted Cruz das Wort reden, weil sie sich aus völlig anderen Gründen einen "starken Präsidenten" wünschen..

    Das dieser Wunsch wenig mit wirklichen Menschenrechten zu tun hat, vor allem für die leidende Bevölkerung der zukünftigen Kriegs-Gegner der USA, muß man eigentlich nicht erwähnen..

    Die Tatsache das man einen demokratischen Präsidenten im Gegensatz zu einem Republikaner als "schwach" empfindet, zeigt auf, aus welcher Ecke diese Leute kommen..
    Rechtskonservative und Verdummbibelte vereinigen sich immer zur Front gegen Menschenrechte für Alle..
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#12 FaktencheckAnonym
  • 17.02.2016, 13:59h
  • Antwort auf #8 von Andy
  • "ein klares JA zur US-weiten Homo-Ehe hat er (noch vor zehn Jahren) auch nicht abgegeben."

    Zwischen Sanders Zurückhaltung und Clintons expliziter Stellungnahme gegen die Eheöffnung besteht trotzdem ein großer Unterschied. Sanders hat die Gleichstellung damals zwar auch nicht vorangetrieben, aber Clinton hat ihr aktiv geschadet.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#13 warten nicht abAnonym
  • 17.02.2016, 21:53h
  • Antwort auf #4 von Isaak
  • "Aber in Wahrheit, wenn es darum geht, Dr. Kings Erbe voranzubringen, greift eine Stimme für Clinton nicht nur zu kurz; sie hindert uns daran, Kings Erbe neues Leben zu geben. Demgegenüber ist es Sanders, der sich für dieses Erbe seit 50 Jahren in Wort und Tat eingesetzt hat.
    [...]
    Die neoliberale Wirtschaftspolitik der Clintons haben Kings Sache geschadet. Die Clinton-Maschine - gefeiert vom "zentristischen" Flügel der Demokratischen Partei, schwarz ebenso wie weiß - produzierte Wirtschaftswachstum. Aber dieses kam auf Kosten armer Menschen und der Arbeiterklasse.
    [...]
    Eine Stimme für Clinton verweigert uns allen den neuen Tag und hält uns gefangen in der Falle der Vermögensungleichheit, der Gier, der Propaganda der Konzernmedien und des Militarismus nach außen - alles schädlich für das schwarze Amerika."

    de.wikipedia.org/wiki/Cornel_West

    www.politico.com/magazine/story/2016/02/bernie-sanders-afric
    an-americans-cornel-west-hillary-clinton-213627
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#14 Homonklin44Profil
  • 18.02.2016, 02:14hTauroa Point
  • Da ich mit dem ish kak:fe boldorr ... Onlineanschluss hier im W-Lan verschonten Ghetto kaum genug nachlesen kann, wer wirklich worin Vorzüge/Nachteile mitbringt, sehe ich es so, wie ollinaie erst Mal.

    Bitte bloß kein republikanischer Präsident. Vor allem kein idiofix verbockter Milliardär.
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#15 Nur kein RepAnonym
  • 18.02.2016, 10:06h
  • Clinton & Sanders sind beide um Welten besser als jeder Kandidat der Republikaner.

    Aber da Clinton massenkompatibler ist als Sanders und Sanders als Sozialist eine perfekte Angriffsfläche für die Republikaner wäre, so dass vielleicht manche, die sonst Demokraten wählen würden, diesmal Republikaner wählen oder gar nicht wählen, würde ich vielleicht doch Clinton bevorzugen.

    Es mag sein, dass sie früher gegen volle Gleichstellung war. Aber man muss Leuten auch zugestehen, dass sie dazulernen. Obama war auch mal gegen die volle Gleichstellung und seht Euch an, was er für uns geleistet hat. (Die Eheöffnung mag auf den Supreme Court gehen, aber Obama hat viel für eine positive PR getan.)

    Insofern muss man vielleicht auch sagen:
    Schwamm drüber, was sie früher gemacht hat. Wenn sie heute voll auf unserer Seite steht und die weiteren Schritte umsetzt (und vor allem einen republikanischen Präsidenten verhindern kann) sollte sie uns willkommen sein.

    Denn ich vermute, dass Sanders Chancen US-weit geringer sind. Und nur mit einigen sehr linken Amerikaners (die es natürlich auch gibt) kann niemand Präsident werden.

    Und als Frau wird Clinton auch noch viele überzeugen, die endlich eine Frau an der Spitze haben wollen.
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#16 seb1983
  • 18.02.2016, 11:09h
  • Sanders wäre mit Sicherheit eine interessante Wahl als Präsident der etwas vom versprochenen "Change" umsetzen könnte.

    Allerdings halte ich seine Unterstützung für extrem riskant. Der Wahlkampf wird so oder so eine Schlammschlacht, Sanders bietet aber die optimale Angriffsfläche, dazu ist er auch nicht mehr der Jüngste, keine Erfahrung in der Außenpolitik, wirtschaftlich ultralinks eingestellt für amerikanische Verhältnisse etc.

    Clinton besitzt keinen eigenen Charakter und ist massenkompatibler, wenn es gelingt ihr ein halbwegs freundliches Gesicht zu verleihen dürfte sie grade für Frauen, Schwarze und Latinos gut wählbar sein.
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#17 ultralinksAnonym
  • 18.02.2016, 14:05h
  • "Blicken wir für einen Moment zurück. Von den 1930er bis in die 1970er Jahre standen die USA an der Spitze einer ehrgeizigen Kombination von Politiken, die auf eine Reduzierung der sozialen Ungleichheit abzielten. Zum Teil, um jede Ähnlichkeit mit dem 'Alten Europa" zu vermeiden, das damals als extrem ungleich und gegen den amerikanischen demokratischen Geist gesehen wurde, führte das Land in der Zeit zwischen den Weltkriegen eine hochprogressive Einkommen- und Erbschaftssteuer ein und gab ein Niveau der steuerlichen Progressivität vor, von dem auf unserer Seite des Atlantiks nie Gebrauch gemacht worden war. Von 1930 bis 1980 - für ein halbes Jahrhundert - lag der Steuersatz für die höchsten Einkommen (ab 1 Mio. US-$ pro Jahr aufwärts) bei durchschnittlich 82%, mit Spitzen von 91% von den 1940er bis zu den 1960er Jahren (von Roosevelt bis Kennedy), und lag bei der Wahl Reagans im Jahr 1980 immer noch bei 70%.

    Die Erbschaftssteuer, die gleichermaßen progessiv war, mit Sätzen für die größten Vermögen im Bereich zwischen 70% und 80% über Jarhrzehnte (in Deutschland oder Frankreich lag diese nie über 30% bis 40%), reduzierte in großem Umfang die Konzentration von US-Kapital, ohne die Zerstörung und die Kriege, die Europa auf sich nehmen musste."

    www.theguardian.com/us-news/commentisfree/2016/feb/16/thomas
    -piketty-bernie-sanders-us-election-2016
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#18 Old EuropeAnonym
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