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Auf die "Pfennige" der Gläubigen scheinen die Kirchen nicht wirklich angewiesen zu sein (Bild: flickr / Christopher Bulle / by 2.0)

Die katholische Kirche hat im Jahr 2015 etwa 212 Millionen an Staatsleistungen von den Bundesländern bekommen – sehr zum Ärger der Linkspartei.

"Geld für die katholische Kirche sind auch Fördergelder für Homophobie", kritisierte Parteivorstandsmitglied Marco Höne am Dienstag in einer Pressemitteilung. "Anstatt in eine der gesellschaftliche Entwicklung hinterherhinkende Kirche Millionen zu versenken, sollte das Geld dazu genutzt werden, die massive Diskriminierung von queeren Menschen zu beenden." Auch die Humanistische Union, die die Beträge für die katholische wie evangelische Kirche recherchiert hatte, forderte ein Ende der Zahlungen.

Die Staatsleistungen sind Ersatzzahlungen des Staates für Vermögensverluste der Kirchen, vor allem zur Zeit der Reformation und des Reichsdeputationshauptschlusses von 1803, bei dem viele Klöster und kirchliche Ländereien verstaatlicht wurden. Seit 1919 verlangt Artikel 138 der Weimarer Reichsverfassung die Ablösung der Staatsleistungen. Dies ist bisher nicht geschehen.

Mit 298 Millionen Euro erhielt die evangelische Kirche im vergangenen Jahr noch mehr als katholische, worauf die Pressemitteilug der Linken nicht näher eingeht. Insgesamt zahlte Baden-Württemberg mit 114 Millionen Euro den größten Anteil, gefolgt von Bayern (93 Millionen) und Rheinland-Pfalz (55 Millionen). In den Stadtstaaten Bremen und Hamburg gibt es keine finanziellen Leistungen an die Kirchen. (cw)



#1 SebiAnonym
  • 16.02.2016, 16:48h
  • Ich verstehe eh nicht, warum die Kirche zusätzlich zur Kirchensteuer weitere mehr als 200 Millionen Euro aus Steuergeldern kassiert. Auch von Steuerzahlern, die dort gar nicht Mitglied sind.

    Das hat mit der demokratischen Trennung von Staat und Kirche nichts zu tun und zeigt, dass Deutschland eher ein Gottesstaat als eine echte Demokratie ist.
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#2 MarcAnonym
#3 LucaAnonym
  • 16.02.2016, 19:55h

  • Während es bei Bildung, Gesundheit, Sozialem, etc. vorne und hinten hakt und immer mehr gespart wird, bekommt die Kirche es vorne und hinten reingeschoben um damit ihren Hass zu verbreiten.
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#5 RobinAnonym
  • 16.02.2016, 21:38h
  • Die Kirche kassiert Kirchensteuern, Staatsleistungen (das ist das, was auch Nichtmitglieder zahlen), Subventionen, Steuervergünstigungen, etc.

    Und dann betteln die auch noch mit ihren Kollekten, Opferstöcken, Bettelbriefen, Haussammlungen, etc. Und verkaufen auch noch Heiligenbildchen, Bücher, etc.

    Die sind echt unersättlich...
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#6 sanscapote
#7 ollinaieProfil
  • 17.02.2016, 11:12hSeligenstadt
  • Antwort auf #6 von sanscapote
  • "Was aber jede-r einzelne tun kann ist, aus der Kirche auszutreten,
    ... wurde der eigene Wille uebergangen. "

    Das kein vernünftig denkender Mensch Kirchensteuerzahler sein kann ist klar.

    Leider geht dein Beitrag an dem Artikel vorbei, denn deine Erklärung diese Vereine nicht bezuschussen zu wollen wird ja gerade weiterhin durch die drei Großen, CSU, FastFünfProzent und die AltenNaiven-für-Deutschland übergangen, wovon der Artikel handelt.

    Gegen diese Kirchenzuschüsse hilft eben KEIN Kirchenaustritt sondern nur sein Kreuz an die richtige Stelle zu machen!

    PS: Mit Ministerpräsident Bodo Ramelow hat sich Die Linke in dieser Angeleegenheit leider selbst ein Kuckucksei ins Nest gelegt.
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#9 TheDad
  • 17.02.2016, 11:56h
  • Antwort auf #7 von ollinaie
  • ""PS: Mit Ministerpräsident Bodo Ramelow hat sich Die Linke in dieser Angeleegenheit leider selbst ein Kuckucksei ins Nest gelegt.""..

    Jeder Mensch hat so seine Fehler..
    Der Mann ist zwar Linker, kommt aber als "West-Import" und Gewerkschafter dann doch aus NRW..
    Das ist neben Bayern und dem Saarland das Bundesland, mit den meisten Verdummbibelten sämtlicher Konfessionen..

    Ramelow war ganz der "Tradition" der Gewerkschaften sogar aus dem Verein ausgetreten, ist dann aber aufgrund "persönlicher Erfahrungen" wieder eingetreten..
    Das mag man ihm verzeihen..
    Vor allem weil er seinen "Glauben" nicht wie einen Banner vor sich herträgt, wie viele andere Politiker..
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#10 Carsten ACAnonym