Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?25612

Todesstrafe für Schwule und Lesben?

Manny Pacquiao: "Ich sage ja nur, was die Bibel sagt"


Manny Pacquiao beharrt vor seinem letzten Kampf darauf, dass seine Abneigung gegenüber Homosexuellen gottgewollt sei (Bild: Instagram / mannypacquiao)

Der homophobe Boxer verteidigt seine Attacken auf Schwule und Lesben – und veröffentlicht einen Bibelvers, wonach Männer, die mit Männern schlafen, getötet werden sollten.

Das philippinische Sport-Idol Manny Pacquiao beharrt darauf, dass seine homophoben Tiraden gottgewollt seien. Am Freitag sagte der Boxer nach AFP-Angaben bei einem Training in der südphilippinischen Stadt General Santos, er habe nicht die Absicht, sich seinen Kritikern zu beugen: "Was ist sage, ist richtig." Der 37-Jährige betonte, schließlich nur die Heilige Schrift zu zitieren.

Pacquiao hatte am Montag in einem Interview über schwule und lesbische Paare gesagt: "Wenn sich Männer mit Männern und Frauen mit Frauen paaren, sind sie schlimmer als Tiere" (queer.de berichtete). Nach einem Aufschrei hatte er sich zwar für die Aussage entschuldigt, sein Sponsor Nike zog aber die Reißleine und kündigte den Vertrag mit ihm. Außerdem bezeichnete die Firma in einer Pressemitteilung die Aussagen des Boxers als "abscheulich" (queer.de berichtete).

Nun stellte Pacquiao klar, dass nur der Tiervergleich eine Grenze überschritten hätte, nicht aber seine generelle Ablehnung von Homosexuellen. "Was ich falsch gemacht habe, ist nur, dass ich Menschen mit Tieren verglichen habe. Aber was ich Ihnen sage, ist die Wahrheit. Ich sage ja nur, was die Bibel sagt. Wir glauben an Gott und sollten das Wort Gottes ernst nehmen."

Er akzeptiere die Entscheidung von Nike, den Vertrag zu kündigen, so Pacquiao weiter. Beim Training trug er aber noch die Kleidung des amerikanischen Sportartikelherstellers. Seine Haltung ändere sich nicht durch die internationale Kritik: "Ich bin glücklich. Ich bin immer glücklich, weil Gott bei mir ist."

Todesstrafe für Schwule und Lesben

Am Donnerstag hatte Pacquiao erneut für Kritik gesorgt, als er auf Instagram unter anderem einen Bibelvers aus dem dritten Buch Mose/Levitikus (Kapitel 20, Vers 13) stellte. Wörtlich heißt es: "Schläft einer mit einem Mann, wie man mit einer Frau schläft, dann haben sie eine Gräueltat begangen; beide werden mit dem Tod bestraft". Neben dem Zitat prangte ein Bild, das den Boxer und seine Mutter zeigt. Kurze Zeit später löschte er kommentarlos den Eintrag, der zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits über 18.000 "Likes" gesammelt hatte.



Den Bibelvers hatte er bereits 2012 in einem Interview zitiert, in dem er die gleichgeschlechtliche Ehe kritisierte (queer.de berichtete). Nach heftiger Kritik hatte er sich auch damals für die Aussagen entschuldigt und behauptet, dass er Schwule und Lesben nicht in Wirklichkeit töten wolle. Er habe sogar "einen Vetter, der schwul ist, und auch schwule Freunde".

Pacquiao, ein gebürtiger Katholik, bezeichnet sich bereits seit Jahren als wiedergeborenen Christen. Er erklärte mehrfach in Interviews, dass Gott persönlich zu ihm spreche und er ihm bedingungslos folgen werde. Im April will der Boxer in seinem Abschiedsmatch gegen Timothy Bradley Jr. antreten und sich dann ganz der philippinischen Politik widmen. Derzeit bewirbt er sich um einen Sitz im Senat als aussichtsreicher Kandidat für die "Vereinigte nationalistische Allianz", die konservative Partei von Vizepräsident Jejomar Binay. Die Wahlen finden Anfang Mai statt. (dk)



#1 Laurent
  • 19.02.2016, 13:07h
  • Bei solchen Typen, die unumwunden bei ihrer Meinung bleiben, weiß man im Gegensatz zu den vielen Heuchlern und Scheinheiligen, die nur der Vorteile willen den Schwanz einziehen bzw. einen Rückzieher machen, wenigstens, woran man ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 AEMR1948Anonym
  • 19.02.2016, 13:16h
  • Die Bibel ist halt nicht menschenrechtskonform und eignet sich daher nicht dafür, um sein Leben danach auszurichten. Gilt übrigens für alle angeblich "heiligen" Schriften.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Danny387Profil
  • 19.02.2016, 13:23hMannheim
  • Künftig sollten alle vergewaltigten Frauen getötet werden, weil sie nicht laut genug geschrieen haben.

    Sorry für alle, die das doof finden, aber "ich sage ja nur, was die Bibel sagt": 5. Mose 22,23-24

    So viel zum Thema "biblische Ethik".
  • Antworten » | Direktlink »
#4 gatopardo
  • 19.02.2016, 13:29h
  • Er ist ja gar nicht in der Lage, aufgrund mangelhafter Intelligenz und seines religiösen Fanatismus einzusehen, dass Bibelverse aus dem Alten Testament heute eher für Lachsalven sorgen.
    Aber ich teile die Ansicht des Kommentars #1: Er verbiegt sich nun auch wieder nicht, um sich durch Heuchelei am Ende Vorteile zu verschaffen.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 gatopardo
#6 NurEinDoofesBuchAnonym
#7 KatholibanWatchAnonym
  • 19.02.2016, 13:50h
  • "Aber was ich Ihnen sage, ist die Wahrheit. Ich sage ja nur, was die Bibel sagt."

    Das 5. Gebot sagt: Du sollst nicht töten.
    Und das Gesetz sagt, das Mord und Totschlag strafbar ist und man bei dem Versuch das Recht auf Notwehr hat. Was nun, Manny?
    Darf man sich gegen dich straffrei wehren?
  • Antworten » | Direktlink »
#8 GeorgGAnonym
  • 19.02.2016, 14:12h
  • "Pacquiao, ein gebürtiger Katholik, bezeichnet sich bereits seit Jahren als wiedergeborenen Christen. Er erklärte mehrfach in Interviews, dass Gott persönlich zu ihm spreche und er ihm bedingungslos folgen werde."

    Eigentlich ist der Katholizismus auf den Phillipinen stark spanisch-romanisch geprägt, also eher locker und lebensbejahend. Wenn sich Manny jetzt als "wiedergeborener Christ" bezeichnet, so sieht man darin den Einfluß von evangelikalen Sekten, wahrscheinlich aus den USA.

    Manny ist ein Beispiel dafür, dass diese amerikanischen Sekten die gewachsenen Strukturen in Ländern wie Lateinamerika oder den Phillipinen kaputt machen. Das wird dadurch gefördert, dass die Hauptumgangssprache in diesem Land Amerikanisches Englisch ist. Alles sehr traurig!

    PS: Es wird hier bei queer.de immer mal wieder gefordert, dass Englisch die offizielle Sprache der EU bzw der ganzen Welt werden sollten.
    Wohin das führen kann, zeigen die stark amerikanisierten Phillipinen.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 LucaAnonym
  • 19.02.2016, 14:22h

  • "Ich sage ja nur, was die Bibel sagt"

    Wenn die Bibel für unschuldige Menschen die Todesstrafe fordert, sollte er sich überlegen, ob das wirklich ein Buch ist, nach dem man sein Leben ausrichten sollte.

    Im Übrigen fordert die Bibel auch, dass man keine gemischtfasrigen Stoffe trägt, kein Leder anfasst, keine Schalentiere isst, keine Frauen berührt die gerade ihre Tage haben, etc.

    Hält er sich auch daran?
  • Antworten » | Direktlink »
#10 ollinaieProfil
  • 19.02.2016, 14:34hSeligenstadt
  • Antwort auf #8 von GeorgG
  • "...dass Englisch die offizielle Sprache der EU bzw der ganzen Welt werden sollten.
    Wohin das führen kann, zeigen die stark amerikanisierten Phillipinen."

    Au Weia!

    GB, AUS, NZ, CA? Alles die gleiche Soße?
    Und die Schweizer waren auch zu 2/3 Nazis, da wo Deutsch gesprochen wurde?!

    Religiosität fürt oft zu selten dämlichen Aussagen. Aber die Religioten haben kein Monopol darauf!
  • Antworten » | Direktlink »