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Der Freistaat Sachsen will seine Schüler auch über LGBT aufklären (Bild: Gays With Kids)

Das CDU-geführte Kultusministerium von Sachsen hat einen "Orientierungsrahmen für die Familien- und Sexualerziehung an sächsischen Schulen" (PDF) veröffentlicht, der auch sexuelle Vielfalt berücksichtigt.

So wird in dem Papier gefordert, dass beim "Sprechen über die Geschlechter immer auch Rücksicht auf Kinder und Jugendliche zu nehmen [sei], die aktuell oder in Zukunft durch Homo- oder Bisexualität, lntersexualität, Transgender oder Transsexualität eine Orientierung bzw. einen Lebensstil jenseits gewohnter heterosexueller Normen leben bzw. leben werden."

Weiter heißt es, dass sich Schüler über "Homosexualität und andere Ausdrucksformen sexueller Vielfalt" nicht nur aus naturwissenschaftlicher Sicht altersgerecht auseinandersetzen sollten. Die Sexualerziehung solle dazu beitragen, "dass unterschiedliches selbstbestimmtes Sexualverhalten, das die Würde des Menschen wahrt, keine Bewertung erfährt und als Teil der individuellen Persönlichkeit akzeptiert wird."

Die Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der SPD Sachsen begrüßte das Papier, da es verdeutliche, dass es "neben der traditionellen Beziehung zwischen Mann und Frau auch andere Formen des Zusammenlebens gibt", so Schwusos-Landeschef Oliver Strotzer. "Der fächerübergreifende Ansatz ist hier der richtige Schritt. Bisher spielten sexuelle und geschlechtliche Identitäten, die von der heterosexuellen Norm abweichen, im Orientierungsrahmen keine Rolle. Das wird sich nun endlich ändern." Er forderte, dass sich auch die Lehrerausbildung verbessern müsse, damit die Pädagogen das notwendige Wissen zum Thema erwerben.

In Baden-Württemberg wird derzeit ein Bildungsplan von der CDU und er AfD bekämpft, weil dort der Umgang mit sexueller Viefalt angemessen im Bildungsplan berücksichtigt werden soll (queer.de berichtete). (dk)



#1 ursus
  • 19.02.2016, 15:19h
  • >"Dies erfordert von Lehrerinnen und Lehrern ein hohes Maß an Selbstkontrolle und Sensibilität beim Unterrichten und in der alltäglichen Interaktion ..."

    selbstkontrolle? um nicht versehentlich "arschficker" zu sagen?
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#2 LottyAnonym
  • 19.02.2016, 15:19h
  • Wer Intersexualität und Transsexualität als Lebensform bezeichnet hat von der Materie nicht die geringste Ahnung.

    Nicht viel anders verhält es sich jedoch wenn man aus dem LSBTTIQ ein LSBT macht. Es sollte eigentlich bekannt sein dass Unsichtbarmachung eine Art der Diskriminierung und Unterdrücckung ist.

    Da sag ich doch einfach mal DANKE!

    Wie währe es wohl wenn man im Bereich der sexuellen Orientierung alles zu einem H zusammenfassen würde? Von mir aus noch mit einem Sternchen dainter. H*T* zum Beipiel, sieht doch hübsch aus oder.

    Wenn ich nicht wüsste das ich damit unschuldige Menschen kränken würde, könnte mich mich glatt daran gewöhnen.
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#3 Julian SAnonym
  • 19.02.2016, 17:58h
  • "In Baden-Württemberg wird derzeit ein Bildungsplan von der CDU und er AfD bekämpft"

    Und nicht zu vergessen von der FDP.
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#4 FaktencheckAnonym
  • 19.02.2016, 19:13h
  • Antwort auf #2 von Lotty
  • "Nicht viel anders verhält es sich jedoch wenn man aus dem LSBTTIQ ein LSBT macht. Es sollte eigentlich bekannt sein dass Unsichtbarmachung eine Art der Diskriminierung und Unterdrücckung ist."

    Weshalb machen Sie dann Asexuelle unsichtbar?
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#5 LottyAnonym
#6 TheDadProfil
  • 19.02.2016, 21:07hHannover
  • Antwort auf #4 von Faktencheck
  • ""Weshalb machen Sie dann Asexuelle unsichtbar?""..

    Eine solche Frage kann man stellen..
    Man kann aber auch mal fragen wieso sich die A-sexuellen so lange selbst unsichtbar gemacht und gehalten haben ?

    Und warum man unter ihnen so viele Menschen trifft, die aus dem evangelikalem verdummbibeltem Teil der Bevölkerung kommen ?

    Denn das sind meine Erfahrungen mit diesen Menschen..

    Vielleicht haben andere Menschen andere Erfahrungen damit ?
    Dann wäre es mal schön darüber zu lesen..

    Ich halte A-sexuelle Menschen für eine Art "Mogelpackung", weil es sich da mMn nicht um eine Sexuelle Identität handelt die lebenslang anhält und vor allem angeboren ist, sondern um die Störung dieser Sexuellen Identität..
    Wodurch diese dann ausgelöst wird, mag unterschiedliche Gründe haben..
    Einer davon ist sicher eine zunehmende Verdummbibelung..
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#7 AliceAnonym
  • 23.02.2016, 06:12h
  • Antwort auf #6 von TheDad

  • Ich weiß nicht in welchem Kontext Sie auf das Thema Asexualität gestoßen sind, aber auf dem AVEN-forum tummelt sich keine Ansammlung von Christen und auch im Verein AKTIVISTA werden Sie nocht mit religiösen Themen konfrontiert.

    Wenn man Ihren Post liest könnte man auch meinen Sie gingen davon aus Asexuelle würde enthaltsam leben, um sich moralisch überlegen zu fühlen oder aus Selbstschutz. Asexualität schließt ein aktives Sexualleben allerdings nicht aus.

    Dass es sich bei Asexualität, um eine Störung handelt ist definitorisch nur dann der Fall, wenn mit ihr einhergeht, dass die Kriterien des aktuellen ICD 10 F 52.0 (Hyposexuelle Störung) erfüllt sind. Gilt übrigens nicht mehr in den USA im DSM V (302.71/302.72) wurde Asexualität explizit als "Exkulpationsmöglichkeit" gegen eine solche Pathologisierung eingeführt. Das selbe Phänomen, dass etwas hier als Pathologisch gilt, was in Übersee gesund ist gibt es im Bezug aus BDSM Fetisch Neigungen, da der ICD versäumt den Leidensdruck als Kriterium zu intergieren. Das zeigt auch das grundsätzliche Problem mit dem Kapitel F im ICD. Es sind halt oft nur kodifizierte Normvorstellung. Nur so konnte Homosexualität bis 1992 im ICD 9 Nr. 302 als "Störung" geführt werden.

    Mir ist schleierhaft warum von außen Leuten ihre Gesundheit abgesprochen werden soll nur weil deren Empfinden selten und für viele eben unverständlich ist. Es gibt kein gesellschaftliches Bedürfniss, dass es rechtfertigt da Einzelpersonen eine Störung einzureden. Wer unter oben genannter Problematik oÄ wirklich leidet bleibt es ja unbenommen sich Hilfe zu suchen. Ist jmd. dann wirklich Asexuell sollte man die Person, dann halt die Möglichkeit aufzeigen sich vom äußeren Normativierungsdruck zu befreien und sie nicht mit Konversionsversuchen quälen.
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#8 TheDadProfil
  • 23.02.2016, 15:29hHannover
  • Antwort auf #7 von Alice
  • Liest sich alles schön..

    Deinen Ausführungen nach ist Asexualität eben keine Störung des Sexualtriebes, sondern nur eine "Variante" ?

    Der Punkt ist hier aber :
    Bei den LGBTTIQ's handelt es sich um Menschen mit einer ganz spezifischen Sexuellen Identität..
    LGBTTIQ zu sein ist KEINE "Variante" in Form einer "Unterart" der eigenen Sexuellen Identität..
    Es sind Sexuelle Identitäten..

    Diese "Spezifikation" liegt bei Asexualität aber nicht vor..
    Diese Asexualität bezieht sich immer auf die vorliegende Sexuelle Identität, also Hetero oder LGBTTIQ, nicht aber auf die "Unterform" Asexualität..

    Und so wie Fetische nicht in die Buchstaben-Kombination aufgenommen sind, muß man dann auch keine "sexuellen Abweichungen" aufnehmen, nur weil sich die Menschen in Gruppen zusammenfassen wollen..

    Am Ende würde das zu endlosen Buchstaben-Reihen führen, die keiner mehr verwenden könnte..
    Was käme als nächstes in die Reihe ?
    Impotenz ?
    Weil impotente Männer ja auch nicht Asexuell sind ?

    Mein "Kontext" in dem ich verschiedentlich auf diese Menschen traf waren diverse CSD's, Teils deren Info-Stände, Teils zufällige Begegnungen..

    ""Mir ist schleierhaft warum von außen Leuten ihre Gesundheit abgesprochen werden soll nur weil deren Empfinden selten und für viele eben unverständlich ist.""..

    Wir sprechen hier nicht als "Gesundheits-Experten"..
    Ich kenne den Hang dieser Leute, alles was nicht einer vorgegebenen Norm entspricht, als "Krank" zu kennzeichnen..
    Der Fehler liegt dort im System begründet..
    Wer sich vermeintlich um Gesundheit kümmert, muß "Kranke", also Patienten identifizieren, und dann Behandlung begründen..

    Aber nicht alles was "nicht gesund" im Sinne von nicht in der Norm ist, ist auch gleich Krank..
    Ein "Problem" der ICD-10 ist es vor allem, das diese Ansammlung von Kriterien als "Krankheits-Bezeichnungen" missverstanden wird..
    Ob sie das wirklich ist, ist aber noch gar nicht geklärt..
    Auch Schwangerschaft hat einen ICD-10-Schlüssel..
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#9 ursus
  • 23.02.2016, 17:48h
  • Antwort auf #8 von TheDad
  • ich sehe asexuelle als menschen, die - wie ich als schwuler mann - von diskriminerungen betroffen sind, die sich aus der heteronormativen vorstellung ableiten, jeder mensch habe gefälligst heterosexuelles begehren zu verspüren und sein leben um dieses begehren zu ordnen.

    asexuelle, die diese vorstellung kritisieren, sind meine verbündeten im kampf gegen heteronormativität.

    deine seltsamen spekulationen über vermeintliche religiöse oder pathologische ursachen von asexualität finde ich unangebracht.
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#10 ursus