Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 20.02.2016, 16:56h           3      Teilen:   |

Aufruf zum Fremdgehen

Ev. Kirche in der Pfalz erkennt Homo-Trauungen an

Kirchenpräsident Christian Schad - Quelle: Evangelische Kirche der Pfalz
Kirchenpräsident Christian Schad (Bild: Evangelische Kirche der Pfalz)

Gleichgeschlechtliche Paare werden offiziell ins Kirchenbuch eingetragen, wenn sie sich in einer anderen Landeskirche trauen lassen.

Schwule und lesbische Paare aus dem Gebiet der Evangelischen Kirche in der Pfalz können sich in einer anderen Landeskirche trauen lassen und die Verbindung dann ins heimische Kirchenbuch eintragen lassen.

Eine entsprechende Anweisung, mit der die Paare offiziell anerkannt werden und die eine Reaktion auf die entsprechende Traaungsmöglichkeit in der rheinischen Kirche ist, gab Kirchenpräsident Christian Schad am Freitag bekannt.

In der eigenen Landeskirche wird homosexuellen Paaren hingegen weiterhin nur eine gottesdienstliche Begleitung in Form einer Segnung angeboten, die nicht in die Kirchenbücher eingetragen wird. Die dritte Landeskirche in Rheinland-Pfalz, Hessen-Nassau, bietet hingegen Segnungen an, die eingetragen werden.

Dass die Paare nun anerkannt werden, geht laut Schad auf die Grundordnung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zurück, wonach sämtliche Amtshandlungen in allen Gliedkirchen anerkannt werden müssen. "Die Möglichkeit, die Eintragung einer ordnungsgemäß vollzogenen Amtshandlung in das Kirchenbuch aus Gewissensgründen zu verweigern, besteht nach landeskirchlichem Recht nicht", sagte Schad. Gegebenenfalls müsse ein Pfarrer einen Vertreter finden, der die Eintragung vornehme.

Eine Ehe seien die gleichgeschlechtlichen Verbindungen in allen Kirchen nicht, betonte Schad, der sich kritisch zur Forderung nache einer Ehe für alle äußerte: "Muss Verschiedenes erst gleich gemacht und gleich bezeichnet werden, um gleiche Würde und gleiche Rechte zuzugestehen? Oder ist es nicht ein anspruchsvolleres Konzept von Verschiedenheit, wenn die Ehe und die Lebenspartnerschaft Gleichgeschlechtlicher in ihrer Unterschiedlichkeit benannt bleiben und gerade dem Verschiedenen gleiche Würde und gleiches Recht zugestanden wird?" (nb/pm)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 3 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 145             4     
Service: | pdf | mailen
Tags: evangelische kirche, pfalz, rheinland-pfalz, trauung, segnung
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Ev. Kirche in der Pfalz erkennt Homo-Trauungen an"


 3 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
21.02.2016
04:51:55


(+6, 6 Votes)

Von Homonklin44
Aus Tauroa Point (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 08.07.2014


"Muss Verschiedenes erst gleich gemacht und gleich bezeichnet werden, um gleiche Würde und gleiche Rechte zuzugestehen? Oder ist es nicht ein anspruchsvolleres Konzept von Verschiedenheit, wenn die Ehe und die Lebenspartnerschaft Gleichgeschlechtlicher in ihrer Unterschiedlichkeit benannt bleiben und gerade dem Verschiedenen gleiche Würde und gleiches Recht zugestanden wird?"

Wo ist die Verschiedenheit darin, wenn zwei Menschen heiraten, die einander lieben, bzw. eine Familie gründen möchten?

Wenn Ehe bedingt, dass Kinder die Folge sind, sind ein gutes Drittel aller heterosexuellen Ehen 'nur' Lebenspartnerschaften.

Die gleiche Würde wird doch dadurch hervorgehoben, wenn man vermeintlich Unterschiedliches in einem Nenner einigt. Nenner :
Menschen, die einander lieben, ggf. eine Familie gründen, für einander einstehen, den Lebensbund eingehen möchten.

Geschlechtsunabhängig gleiche Würde. Die des Menschen über seinem Geschlecht.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
21.02.2016
10:21:44


(+3, 5 Votes)

Von KatholibanWatch


"Eine Ehe seien die gleichgeschlechtlichen Verbindungen in allen Kirchen nicht, betonte Schad, der sich kritisch zur Forderung nache einer Ehe für alle äußerte: "Muss Verschiedenes erst gleich gemacht und gleich bezeichnet werden, um gleiche Würde und gleiche Rechte zuzugestehen? Oder ist es nicht ein anspruchsvolleres Konzept von Verschiedenheit, wenn die Ehe und die Lebenspartnerschaft Gleichgeschlechtlicher in ihrer Unterschiedlichkeit benannt bleiben und gerade dem Verschiedenen gleiche Würde und gleiches Recht zugestanden wird?"

Wie denn nun? Beidem die gleiche Würde und das gleiche Recht? Oder nur in sich JEWEILS die gleiche Würde und das gleiche Recht?

So wie hier?

Link:
static1.squarespace.com/static/5291f5c9e4b08385d90
bfb01/t/53ffa615e4b027023c450feb/1409263130986/


"Separate but equal" ist sowas von vorgestern!
By the way:
Wieso kann man nicht gleichzeitig eine ELP und eine Ehe eingehen, wenn es doch was vollkommen anderes ist?
Hier ein bald kommender Film, der das gut thematisiert:

Youtube-Video:


Also: Wo ist da die Verschiedenheit, die unterschiedlich behandelt werden soll?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
22.02.2016
08:48:18


(-3, 5 Votes)

Von Johannes45


"Eine Ehe seien die gleichgeschlechtlichen Verbindungen in allen Kirchen nicht, betonte Schad, der sich kritisch zur Forderung nache einer Ehe für alle äußerte: "

---------

---> Das ist nach meinem Kenntnisstand falsch. In der Landeskirche Rheinland handelt es sich um eine reguläre kirchliche Trauung, die als Amtshandlung kirchenrechtlich gilt, und die in die Kirchenbücher eingetragen wird. Kirchenrechtlich kann ich hier keine rechtliche Unterscheidung mehr feststellen.

Hinzukommt das bereits seit Martin Luther und Johanens Calvin die Ehe bei den Kirchen der Reformation NICHT als Sakrament bewertet wird. Bei den evangelischen Kirchen besteht die Feier der Ehe in einer öffentlichen Segnung vor dem Altar: einen Sakramentenstatus hat die Ehe bei den Kirchen der Reformation nicht; dies ist ein elementarer Unterschied zur römisch-katholischen Kirche.

Ich stimme daher Herrn Schad weder aus theologischer noch aus kirchenjuristischer Sicht zu: natürlich handelt es sich in der Landeskirche Rheinland nunmehr um eine Ehe, die durch eine kirchliche Trauung vor dem Altar gefeiert wird und in die Kirchenbücher eingetragen wird.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 


 GLAUBE

Top-Links (Werbung)

 GLAUBE



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
"Looking: The Movie" im Oktober im deutschen TV Coming-out einer werdenden Mutter Zwei schwule Männer in Berlin-Mitte niedergeschlagen Bettina Böttinger traut sich nach Greifswald
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt