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  • 21.02.2016, 08:09h           25      Teilen:   |

Keine Trauung, keine Ämter

Evangelikale: Gnadauer Verband bekräftigt harte Linie gegenüber Homosexuellen

Artikelbild
Michael Diener, Präses des Gnadauer Gemeinschaftsverbands und inzwischen Mitglied des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland (Bild: Christliches Medienmagazin pro / flickr / cc by 2.0)

Homosexuelle dürften in der Kirche weder Verkündungs- noch Leistungsaufgaben übernehmen und müssten enthaltsam leben, beschlossen die Mitglieder.

Der Gnadauer Gemeinschaftsverband, eine wichtige Dachorganisation evangelikaler Gruppen in Deutschland, hat sich in der Diskussion um den Umgang mit dem Thema Homosexualität auf eine harte Linie geeinigt. Die Debatte war durch vermeintlich liberale Äußerungen des eigenen Präses Michael Diener angestoßen wurden.

Am Freitag beschloss die Mitgliederversammlung eine Verlautbarung (PDF), wonach nur die Bibel Maßstab für Glauben und Verkündung sein könne. Gott habe den Menschen als Mann und Frau geschaffen, in der "lebenslangen Einehe" habe die menschliche Sexualität einen "einzigartigen Raum zur Entfaltung und Gestaltung", heißt es darin.

Menschen, die nicht in einer Ehe leben, seien "unabhängig von Geschlecht und Alter zur Enthaltsamkeit aufgerufen". Homosexuelle seien in der Gemeinde willkommen zu heißen, so das Dokument, aber: "Aus unserer Sicht lassen sich biblische Aussagen über den Willen Gottes und eine homosexuelle Lebensweise nicht in Einklang bringen."

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Trauung nur für Mann und Frau

Aus dieser biblischen Sicht heraus erklärt der Verband, dass der Trausegen nur für eine Ehe aus Mann und Frau ausgesprochen werden könne. Zugleich hält er generell für Homosexuelle, anders als generell für Heterosexuelle, fest: "Weil die Lebensform eines Menschen immer 'mit-spricht' und 'mit-verkündigt', berufen wir Menschen, die in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft leben, weder in den Verkündigungsdienst noch in Leitungsaufgaben. Denn Leben und Lehre gehören zusammen."

Der Verband, dem innerhalb der evangelischen Landeskirchen etliche Gemeindenverbände, Missionswerke, Diakonien, theologische Ausbildungsstätten und Jugendverbände angehören und nach eigener Schätzung ca. 300.000 Einzelmitglieder vertritt, will also kein homosexuelles Führungspersonal – was ihm durch die Ausnahmen für Kirchen im Antidiskriminierungsgesetz auch erlaubt ist.

Nichts anderes hatte die letzten Jahre auch Michael Diener verkündet und zudem noch reichlich Werbung für Angebote zur "Heilung" Homosexueller gemacht. Als der Evangelikalen-Chef im letzten November in den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland gewählt wurde und in einem Interview vermeintlich liberal betonte, dass man im innerkirchlichen Dialog auch andere Auffassungen über Homosexualität dulden könne (queer.de berichtete), hatte das zu einem heftigen Streit unter den Evangelikalen und gar zu Berichten über eine drohende Spaltung geführt (queer.de berichtete).

Vor dem Gnadauer Gemeinschaftsverband hatte bereits der einflussreiche pietistische Verband Die Apis eine ähnliche und teilweise gleich formulierte Erklärung zum Umgang mit Homosexuellen veröffentlicht. Im Juli 2013 war der Verband von Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht worden, bei einer Rede sprach sie sich für den besonderen Schutz der Ehe aus (queer.de berichtete). Kurz zuvor hatte sie dem Gnadauer Gemeinschaftsverband ein Grußwort geschickt (queer.de berichtete). (nb)

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Tags: evangelikale, gnadauer gemeinschaftsverband, die apis, michael diener, evangelische kirche
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Reaktionen zu "Evangelikale: Gnadauer Verband bekräftigt harte Linie gegenüber Homosexuellen"


 25 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
21.02.2016
08:30:34


(+7, 9 Votes)

Von Fredinbkk
Aus Bangkok (Thailand)
Mitglied seit 08.01.2015


na ja , ob evangelikale Pest oder roemisch katholische Colera ...

letztlich alles die selbe Scheisse ....

die widerlichen,stinkenden "Ausscheidungen " religiotisch verblendeter Sektenmitglieder


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#2
21.02.2016
08:37:17


(+14, 14 Votes)

Von Svetlana L


Christliche Nächstenliebe - Fehlanzeige
Toleranz - Nie gehört
Aufeinander zugehen - Gott bewahre
Wir müssen aufpassen, dass diese radikale bzw. schon extremistische Einstellung nicht irgendwann zum Mainstream wird. Besonders schlimm und beschämend finde ich jedoch, dass dieser Haufen sogar von höchsten Regierungskreisen hofiert wird. Aber das passt ja zum Bild der CDU: Dort ist es der MdB, der sich Kelle und Co. anbiedert, hier ist es die Bundeskanzlerin, die den Schulterschluss mit einer Vereinigung sucht, die offen (und fatalerweise sogar vom Gesetz gedeckt) Ausgrenzung betreibt.


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#3
21.02.2016
08:49:36


(+2, 6 Votes)

Von Fredinbkk
Aus Bangkok (Thailand)
Mitglied seit 08.01.2015


.....
traegt der Fiesling nicht ne CSD Krawate,

und am Rednerpult ein durchkreuztes P ...

steht wohl fuer Penis ???


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#4
21.02.2016
09:23:51
Via Handy


(+11, 11 Votes)

Von Marc


Dieses Geschwurbel ist so dermaßen absurd! In der Bibel wimmelt es von Paaren und Gruppen,die NICHT in 'lebenslanger Eingehe' leben. Und da ließe sich mit Jesus selbst anfangen... Hanebüchener Sektenquark von Vorvorgestern.


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#5
21.02.2016
09:37:00


(+7, 9 Votes)

Von Finn


"Homosexuelle dürften in der Kirche weder Verkündungs- noch Leistungsaufgaben übernehmen"

Ich habe Neuigkeiten für die:
das wollen wir auch gar nicht.

Die können ihren fanatischen Operettenverein gerne alleine haben.

--------------------

"und müssten enthaltsam leben"

Und genau da ist der Punkt, wo sie zu weit gehen. Die können gerne in ihrer lächerlichen Organisation machen was sie wollen. Aber die haben anderen keine Vorschriften zu machen und sich nicht in den demokratischen Rechtsstaat einzumischen.


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#6
21.02.2016
09:51:28


(+7, 9 Votes)

Von KatholibanWatch


Die tun ja gerade so, als ob man sich um die Mitgliedschaft reißen würde...
DIE sind diejenigen, die sich aus der Realität abgrenzen und nicht umgekehrt.
Dann sollen die bitteschön auch die "frohe" Botschaft für sich behalten oder besser: sich in Kakangelikale umbenennen. Das trifft eher zu.
Wozu verkünden die die dann überhaupt um dann zu sagen: "ihr dürft dies und das nicht"??

Eine bessere Werbung für den Atheismus gibt es nicht!
Das Ganze wäre nicht so schlimm, würden sie ihren Kindern nicht von klein an den Glauben ungefragt aufzwängen und Gehirnwäsche betreiben.
Ach ja:

www.kirchenaustritt.de


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#7
21.02.2016
10:06:22
Via Handy


(+4, 10 Votes)

Von Evchen B


Wir fortschrittlichen Schweden können nur den Kopf schütteln über diese abartigen deutschen Splittergruppen.


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#8
21.02.2016
10:14:44
Via Handy


(+11, 11 Votes)

Von Marc


Man sollte ein Buch schreiben - "Evangeligaga" -, Unterschriften sammeln gegen religiös ideologisierte Lehrpläne und Demos organisieren gegen die Früh-Evangelisierung von Kindern...


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#9
21.02.2016
10:25:50


(+1, 5 Votes)

Von Adämchen
Antwort zu Kommentar #7 von Evchen B


"Die Mehrheit des schwedischen Klerus hat diese Entwicklung durch Stillschweigen bislang meist widerspruchslos hingenommen. In den Predigten und Andachten, höhnte ein Kritiker, "ist Gott für alles gut. Er ist Umweltschützer, Kernkraftgegner, arbeitet für den Frieden und äußert sich im Programm eines Radiopfarrers zu tagespolitischen Fragen. Nur die Verkündigung der Glaubenslehre glänzt durch Abwesenheit".

Diese Anpassung vieler Pastoren an die von den seit 60 Jahren regierenden Sozialdemokraten geprägte schwedische Gesellschaftsordnung habe "die Kirche unserer Väter zu einem staatlich sanktionierten Seligsprechungsmonopol" degradiert.

Der Opportunismus der Kleriker hatte gute Gründe - vor allem das Recht auf eine Kirchensteuer von durchschnittlich einem Prozent, das auch die Sozialdemokraten der Kirche beließen. Mit den so erhobenen rund acht Milliarden Kronen (2,4 Milliarden Mark) finanzierte die Staatkirche bislang bequem ihre 24 000 Bediensteten und auch ihre gesamte Tätigkeit, darunter zwei staatliche Pflichtaufgaben:

Das Pfarramt ist gleichzeitig auch Einwohnermeldeamt;

die Kirche hat das Monopol über das Bestattungswesen und richtete daher bei Bedarf auch Friedhöfe etwa für Moslems ein."


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#10
21.02.2016
10:26:28


(+1, 5 Votes)

Von KatholibnWatch
Antwort zu Kommentar #8 von Marc


Das wäre mal eine sehr gute Aktion.
Ach ja: Da hat mal wieder der pawlowsche Hund auf die Aufforderung zum Kirchenaustritt reagiert...


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