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  • 21.02.2016, 10:47h           33      Teilen:   |

Flyer-Gaga zum Gender-Gaga

Homophobes Gender-Faltblatt jetzt bestellen – von Storch und Co. zahlen das Porto

Man wird doch nochmal warnen dürfen: In einem neuen Faltblatt beklagen die von Storchs "staatliche Propaganda für sexuelle Orientierungen".



Man stelle sich das mal vor: Ein "radikales Umerziehungsprogramm" wird "undemokratisch durchgesetzt" und "verschlingt Milliarden an Steuergeld". Gut, dass die "Initiative Familienschutz" aus dem Haus der AfD-Europaabgeordneten Beatrix von Storch jetzt Aufklärung über "Gender Mainstreaming" betreibt, diesen "Angriff auf die Zweigeschlechtlichkeit des Menschen, auf die Ehe von Mann und Frau und auf die herkömmliche Familie", diesen "Aufstand gegen die Natur und gegen die Wirklichkeit".

Gemäß Gender sollen alle sexuellen Orientierungen, Identitäten und Lebensformen vollumfänglich gleich sein, weil einzelne sonst minderwertig wären. Dazu wird der Normalfall ("boy meets girl") als "Zwangsheterosexualität" denunziert. Die Anziehung durch das andere Geschlecht wird abgewertet: Tugendterror der Antidiskriminierung.



So steht es in dem Faltblatt, dass die tapfere Christin jetzt an bis zu 200.000 Haushalte verteilen will – vor allem in den Bundesländern, in denen gerade eine Wahl ansteht und die Chance besteht, die weitere Politik zu beeinflussen (queer.de berichtete).

Die Initiative scheut keine Kosten, denn es drohen große Gefahren:

Jeder bekommt ein "Recht auf Kinder", ganz gleich, ob allein oder zu zweit lebend, ob hetero- oder homosexuell, monogam oder polygam. Bindungen und Tabus, Ehe und Familie werden als willkürliche Setzungen bekämpft. Den Preis zahlen die Kinder.





Die armen Kinder, denen doch schon "Frühsexualisierung" in der Schule droht:

Die Kinder werden verunsichert. Der Staat will sie nicht bloß zur Toleranz, sondern zur "Akzeptanz" aller möglicher Lebensweisen erziehen. Sie sollen homo- und transexuelle Neigungen auch bei sich selbst suchen und entdecken. Sogar ihr Geschlecht sollen sie als "frei wählbar" erkennen. Die Initiative Familien-Schutz sagt dazu: Besondere Neigungen sollten nicht diskriminiert, aber auch nicht gefördert werden.



Ohnehin die heutige Schulaufklärung:

Eine "ungewollte Schwangerschaft" zählt mit den Geschlechtskrankheiten wie HIV zu den großen Gefahren der Sexualität. Familienplanung kommt kaum noch vor, möglicher Kinderreichtum schon gar nicht. (…) Die jahrzentelange Anti-Aids-Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wurde längst zu einer Kampagne für sexuelle Selbstverwirklichung: "Mach's aber mach's mit". Zügellosigkeit wird zum Ideal.



Die Initiative fordert Schluss mit der "Sexualpädagogik der Vielfalt", eine klare Haltung gegen Abtreibung und ein Ende von Homo-"Propaganda": "Jegliche staatliche Propaganda für 'sexuelle Orientierungen' oder 'Lebensformen'" sei "sofort zu beenden".

Wie praktisch, dass die AfD das mehr oder weniger schon so in ihrem Wahlprogramm für Baden-Württemberg stehen hat und mit einer "Demo für alle" nächste Woche in Stuttgart, früher direkt von der "Initiative Familienschutz" organisiert und verlässlich mit Rednern der AfD bestückt, die Ziele nochmal verdeutlicht werden können.



Mit Diskriminierung hat das natürlich rein gar nichts zu tun, meinen Beatrix von Storch und ihr Ehemann Sven, der das Faltblatt offiziell verantwortet:

Die Initiative Familienschutz urteilt nicht über bestimmte geschlechtliche und sexuelle Orientierungen, sondern ist lediglich gegen sexuelle Indoktrination.



Wir finden: Dieses Faltblatt ist enorm wichtig für jeden für uns. Wir sollten es alle in hoher Stückzahl kostenfrei bestellen, um uns und unsere Freunde endlich angemessen über anstehende Gefahren aufzuklären!

Die Bestellungen werden übrigens manuell überprüft. Wenn zuviele Bestellungen gleichzeitig eingehen, kann es also sein, dass die "Initiative Familienschutz" fälschlicherweise davon ausgeht, das Anliegen wäre nicht ernst gemeint. Dabei ist das Ziel, so viele Menschen wie möglich über die Ziele der Initiative zu informieren, mehr als ernst. Wir würden allerdings nicht raten, dem Wunsch nach einer Spende nachzukommen.

Nebenbei: Nachdem es zum Thema Gender auch Flyer u.a. von "Kirche in Not", AfD, den "Besorgten Eltern" und der "Jungen Freiheit" gibt, letzteres verbunden mit einem Probeabo, wollen auch "Die Deutschen Konservativen e.V." noch vor den Landtagswahlen eine 90-seitige Aufklärungsbroschüre präsentieren. Der Titel: "Will Kretschmann das? Sex mit Sechs?" Sie lässt sich per E-Mail vorbestellen.

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Tags: initiative familienschutz, afd, beatrix von storch, bildungsplan, gender, flyer, faltblatt
Schwerpunkte:
 Streit um Bildungsplan in Baden-Württemberg
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Reaktionen zu "Homophobes Gender-Faltblatt jetzt bestellen – von Storch und Co. zahlen das Porto"


 33 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
21.02.2016
11:24:59
Via Handy


(0, 6 Votes)

Von schnurps


Klasse Idee.
Dann steht den ganzen Tag ein Paket mit deren Absender drauf vor meiner Wohnungstür.
Das wär mir dann doch zu peinlich.


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#2
21.02.2016
11:51:35
Via Handy


(+9, 11 Votes)

Von Thorsten Herget


Den Aufruf das Faltblatt massenhaft zu bestellen halte ich für falsch. Eine erhöhte bzw.gesteigerte Auflage dient dem Ehepaar v. Storch als Bestätigung ihrer Hetze und wird dies für ihre Zwecke zu nutzen wissen. Es hilft nur Transparenz und Aufklärung. Weiterhin die Öffentlichkeit zu informieren wer mit wem und warum, so wie queer.de dies hervorragend macht.


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#3
21.02.2016
11:52:26
Via Handy


(+12, 12 Votes)

Von Heiko Zenker


Ich werde nie verstehen wie der Umstand, dass man dafür sorgt, dass ein homosexueller Jugendlicher sich nicht mehr ausgegrenzt fühlt, andere sexuell indoktrinieren kann. Aber naja....machnchmal habe ich den Eindruck, dass Merkwürden von Storch eher große Probleme mit ihrer eigenen Sexualität hat und das auf den Rest der Menscheit projezieren will. Traurig!


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#4
21.02.2016
11:57:38


(-2, 8 Votes)

Von alex
Antwort zu Kommentar #1 von schnurps


#1: Da sieht man gar nix! Du scheints wohl noch nie ein Paket bestellt zu haben oder willst du uns hier bewusst veräppeln?


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#5
21.02.2016
12:09:23


(+6, 8 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008


die frage ist, ob die als "gemeinnütziger verein " die portokosten erstattet bekommen...
Ansonsten ist es schon interessant, deren krankengeschichte zu studieren um so zugang zu einer heilungstherapie für sie zu erarbeiten..

na ja, immer einen restverstand voraussetzend, der nicht in der religioten hirnwäsche verloren gegangen ist


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#6
21.02.2016
12:40:02


(+6, 6 Votes)

Von Nina


Bin dabei. Den Mist den sie mir zuschicken kann schon einmal keinem anderen in die Hände fallen. Schade nur um die ganzen Bäume, die dafür draufgingen...


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#7
21.02.2016
13:13:35


(+8, 8 Votes)

Von Svetlana L


Zwangsheterosexualität bedeutet für mich, dass ich keine Wahl habe, etwas anderes für mich auszuwählen. Und das ist der Fall, wenn alle anderen Lebensentwürfe, wie es diese Verrückten ja anstreben, als falsch, unchristlich oder sonstwie diffamiert werden.
Daher: Nein danke zu Storch, Kelle, Beverfoerde und wie sie sonst noch heißen mögen!


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#8
21.02.2016
14:04:45


(+5, 7 Votes)

Von Julian S


Prima Idee!

Lasst und alle dieses Propaganda-Pamphlet, das voller Lügen und falscher Unterstellungen ist, bestellen.

Je mehr von uns das gratis bestellen, desto besser.

Denn umso höher werden die Druckkosten und Portokosten für die Homohasser. Und umso weniger dieses Mülls kann andere Menschen erreichen.

Aber vorsicht:
bestellt immer nur eines pro Adresse. Wenn man mehr bestellt, ist die Gefahr zu groß, dass das durchschaut wird und dann gar keines an diese Adresse verschickt wird.

Also auch wenn es in den Fingern juckt: immer nur eines pro Adresse.

Und wenn dann Euer Exemplar ankommt: schön kleinreißen und ab ins Altpapier mit den Schnipseln.


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#9
21.02.2016
14:45:57


(+9, 9 Votes)

Von Marek


Eigentlich sollte man solchen Unsinn irgendwelcher verwirrten Fanatiker gar nicht kommentieren und man könnte jede einzelne Behauptung widerlegen.

Aber drei Dinge muss man dann doch klarstellen:

1.
Aufklärung an Schulen erfolgt (wie auch bisher schon) dem Alter entsprechend. Das sind nun mal Fragen, die Schüler ab einem gewissen Alter interessieren und wo sie von anderen irgendwelche Gerüchte hören.

Sollten sie da nicht lieber aus seriöser Quelle die Fakten in altersgerechter Aufmachung erfahren statt irgendwelcher dummen Gerüchte?

2.
Kinder in Regenbogenfamilien wachsen genauso gut auf wie Kinder in heterosexuellen Familien oder bei alleinerziehenden Eltern. Das sagen alle unabhängigen Studien.

Und sie wissen auf jeden Fall, dass sie echte Wunschkinder sind.

Dass Kinder in Regenbogenfamilien aufwachsen ist Fakt - ob es Homohassern passt oder nicht. Mit einer Diskriminierung von Regenbogenfamilien erreichen sie nur, dass diese Kinder diskriminiert werden und ihnen rechtliche Gleichstellung verwehrt wird. Was für die Kinder ganz konkrete Nachteile (z.B. beim Tod eines Elternteils) hat.

Die Leute, die behaupten, es ginge ihnen ums Kindeswohl, schaden in Wirklichkeit den Kindern.

3.
Die fordern "Erziehung und Bildung ohne Ideologie".

Genau das bieten die Bildungspläne: dass man nämlich nicht eine religiös begründete Ideologie zum Maßstab von Bildung macht, sondern dass man völlig offen alles aufzeigt, was es nun mal gibt. Dazu gehört Heterosexualität selbstverständlich auch.

Übrigens:
in solchen Broschüren erzählen die immer was von "Wir haben ja nichts gegen Schwule und Lesben, aber wollen keine 'sexuelle Indoktrination'." Mal ganz abgesehen davon, dass es so eine Indoktrination nicht gibt und auch nicht geben kann, weil die sexuelle Orientierung nicht beeinflussbar ist. Aber ganz abgesehen davon klingen deren Aussagen außerhalb von Hochglanzbroschüren ganz anders - da sieht man dann, dass sie GLBT ausrotten wollen.


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#10
21.02.2016
14:49:00


(+6, 6 Votes)

Von Carsten AC


Es wäre schön, wenn queer.de auch bei ähnlichen Gratis-Flyern anderer Aktionen immer die Bezugsquelle nennt.

Noch ein Tipp:
kopiert den Link per Zwischenablage in die URL-Leiste. Denn wenn man ihn einfach anklickt, sehen die, dass der Bestellende von hier kommt.

Denn man bekommt im Internet als Seitenbetreiber einen Referrer angezeigt, von wo der Besucher kommt. Und Bestellungen die von einem Link von queer.de o.ä. kommen, werden die garantiert nicht bearbeiten.


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