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  • 23.02.2016, 10:11h           5      Teilen:   |

Party und Kultur

Barcelona: Coole Typen unter heißer Sonne

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Barcelona gehört unter Schwulen zu den beliebtesten Destinationen – auch wegen der netten katalanischen Männer (Bild: flickr / icanteachyouhowtodoit / cc by 2.0)

Die katalanische Metropole ist das wohl beliebteste europäische Reiseziel unter Schwulen – mit gutem Grund.

Von Dennis Klein

Kaum eine andere Stadt in Europa bietet so viel auf kleiner Fläche wie Barcelona. Die 1,6 Millionen Einwohner zählende Metropole vereint neben einer der lebhaftesten Szenen der Welt auch atemberaubende Architektur und Strände bis zum Abwinken.

Die offene Art der Katalanen hebt sich angenehm vom eher kühlen deutschen Naturell ab. Und dabei gibt es keine Low Season: Im Winter ist es in Barcelona nicht so grau wie in nördlichen Gefilden, und auch die Temperaturen spielen mit. Im Sommer übersteigt das Quecksilber bei schönstem Sonnenschein regelmäßig die 30-Grad-Marke.

Natürlich ist die Stadt vor allem für das schwule Nachtleben bekannt: Dieses findet hauptsächlich im Stadtteil Eixample statt (gesprochen: Eschample, von Schwulen oft als "Gayschample" bezeichnet). Hinter den historischen Fassaden ist hier in den vergangenen Jahren viel renoviert worden, so dass sich Tradition und Moderne mischen wie an kaum einem anderen Ort. Die Kellner in diesen Restaurants sind äußerst kontaktfreudig – und verraten gerne, wo es am Abend zur Sache geht. Manchmal verteilen sie – nach freundlicher Nachfrage – auch Coupons, mit denen man umsonst in Clubs kommt, die sonst Eintrittspreise von über zehn Euro verlangen.

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Die Szene ist "heterofriendly"

Allerdings ist jeder auch jenseits des Szeneviertels willkommen: In der ganzen Stadt mischt sich schwules und "Mainstream"-Leben. Viele schwul-lesbische Restaurants und Bars werden ganz selbstverständlich von Heterosexuellen besucht – hier wird darauf Wert gelegt, dass diese Einrichtungen "heterofriendly" sind.

Neulinge können sich auch von einem Führer von "Rainbow Tours" führen lassen, die die ganze Stadt aus Regenbogensicht erklären. Hier erfährt man auch viel über die aufregende Geschichte der Community; so gründeten Aktivisten hier bereits 1970 unter der Franco-Diktatur die erste LGBT-Organisation.

Am besten lernt man die Lebensart in Barcelona kennen, indem man wie die Einheimischen ausgeht. Und das heißt: je später der Abend, desto schöner die Party. Wer am Nachmittag durch die Straßen Eixamples oder andere Gassen streunt, wird sich wie an einem verwaisten Filmset vorkommen: Die Spanier sind spurlos verschwunden. Die machen Siesta und kriechen erst am frühen Abend aus ihren Löchern. Dann wollen sich die meisten erstmal den Bauch voll schlagen. Und hier ist mehrheitlich nicht Fastfood angesagt, sondern ein üppiges, mehrgängiges Menü. Die Restaurants der Stadt machen auch erst auf, wenn die meisten deutschen Restaurants bereits die Küche schließen.


Der Bau der beeindruckenden Kathedrale Sagrada Família wurde 1882 begonnen. 2026 soll das Gebäude fertiggestellt sein.


Natürlich ist Barcelona mehr als Nachtleben: Dass Alt und Neu gut zusammen gehen, zeigen natürlich die verspielten Bauten von Antoni Gaudí, der etwa die Kathedrale Sagrada Família entworfen hat, ebenso wie das Museum für zeitgenössische Kunst MACBA. Das Nationalmuseum für Katalanische Kunst enthält unzählige Kunstwerke – etwa die größte Sammlung romanischer Fresken. Außerdem hat man von dem in einem Neo-Barock-Palast untergebrachten Museum einen wundervollen Blick auf die Stadt. Bei einem mehrtägigen Aufenthalt sollte man alle drei Einrichtungen besuchen – und sich dabei viel Zeit nehmen.

Eine Stunde zum Strand

Wer einen Tag Urlaub von so viel Kultur braucht, kann sich in den Zug setzen und ist nach weniger als einer Stunde am Strand von Sitges. Der schwule Strand hat hier eine lange Tradition.

Für den queeren Touristen besonders geeignet ist das schwule Designhotel "Axel", das insbesondere Barcelona-Neulingen den Aufenthalt sehr angenehm macht – dazu gehört, dass Informationen über die schwule Szene gegeben werden. Zum "Axel" gehören auch ein Fitness-Studio, in dem sich Gäste vor dem Ausgehen noch trimmen können, und eine spacige Sky-Bar mit hervorragender Aussicht.



In derartigen Designer-Hotels sind die Preise zwar immer etwas höher als im Durchschnitt, es gibt aber für Besucher mit kleinerem Geldbeutel genügend Angebote in und um das Gayxample-Viertel herum. Hier kriegt man in der Preisklasse um 40 Euro pro Nacht wesentlich schickere Unterkunft als in deutschen Großstädten.

Nach Barcelona zu kommen, ist für deutsche Touristen sehr einfach. Besonders günstig ist die Billigfluglinie Vueling, die von neun deutschen Städte aus den Flughafen von Barcelona anfliegt. Der Airport ist nur 15 Kilometer von der Innenstadt entfernt und kann für ein paar Euro mit Bus oder Bahn erreicht werden. Selbst ein Taxi ist mit rund 30 Euro noch erschwinglich.

Links zum Thema:
» Offizielle Reiseinfos über Barcelona
» Gay Barcelona Guide 2016
Mehr zum Thema:
» Gay and gayfriendly Hotels buchen
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Reaktionen zu "Barcelona: Coole Typen unter heißer Sonne"


 5 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
23.02.2016
14:15:40


(0, 2 Votes)

Von john


"Für europäische Schwule" ist Berlin das beliebteste Reieziel.


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#2
23.02.2016
18:34:09
Via Handy


(-1, 5 Votes)

Von Wahlen2016


Und wieso sind es auf einmal Katalanen? Schreiben Sie auch von Rheinland-Pfälzer wenn es um Mainzer Gays geht oder doch eher Deutsche? Und was ist der Unterschied zwischen Katalanen und Spanier?

Propaganda der Katalanischen Regionalregierung?


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#3
23.02.2016
18:41:40


(+2, 4 Votes)

Von Wahlen2015
Antwort zu Kommentar #2 von Wahlen2016


Wieso spricht man bei Schotten auf einmal von Schotten... und warum ist Bayern ein Freistaat und behaart auf eine eigene Partei, die in der Bundespolitik mitmischt? Propaganda der CSU? Fragen über Fragen...


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#4
23.02.2016
20:03:03


(-1, 3 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #3 von Wahlen2015


Sowohl bei den Katalanen als auch bei den Schotten gibt es Bestrebungen zur Unabhängigkeit..

Die Schotten haben es im Referendum im vergangenem Jahr nicht hingekriegt..

Nun wollen die Briten aus der EU fliehen, das macht den Schotten Angst, die längst schon im Euro wären, wenn sie nur könnten..
Mehr als 80 % der Ölreserven Großbritanniens liegen in der Schottischen See..


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#5
23.02.2016
20:44:05


(0, 4 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von Wahlen2016


Wahlen2016: "wieso sind es auf einmal Katalanen?"

Das kommt nicht so fürchterlich plötzlich "auf einmal". Die Geschichte Kataloniens und seiner Menschen reicht bis ins Jahr 1000 v. u. Z. zurück und ist kulturell unabhängig von temporären Zugehörigkeiten zu einem Staatsgebiet.

Im Übrigen ziehe ich es in der Tat vor, nicht generalisierend von "Deutschen" zu schreiben, sondern z. B. von sächsischen Neonazis oder bayerischen Katholiban. Generalisierungen helfen da nicht.


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