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  • 24.02.2016, 14:34h           23      Teilen:   |

Niek Jan van Damme

Das schrittweise Coming-out eines Telekom-Managers


Vorstandsmitglied Niek Jan van Damme will in erster Linie Mensch und nicht schwuler Botschafter bei der Telekom sein


Niek Jan van Damme, einer von sieben Vorständen der Deutschen Telekom AG und Sprecher der Geschäftsführung des Tochterunternehmens Telekom Deutschland GmbH, hat in einem am Wochenende veröffentlichten Interview mit der "Welt am Sonntag" auf eine nebenbei aufgeführte Frage über seine Homosexualität gesprochen. In der Mitte des Interviews mit dem 1961 geborenen Niederländer hieß es:

Welt am Sonntag: Zum Kulturwandel tragen Sie womöglich auch als Person bei. Sie leben mit einem Mann zusammen und sind mit ihm verheiratet. Wie wurde das von Ihren Kollegen aufgenommen?

van Damme: Als ich bei der Telekom angefangen hab, war das in meinem direkten Umfeld kein Geheimnis. Wir verstecken das auch nicht. Meine Vorstandskollegen kennen meinen Mann, er geht mit zu Veranstaltungen, bei denen Begleitung mit eingeladen ist.

Welt am Sonntag: Gab es nie Anfeindungen?

van Damme Das habe ich nicht erlebt. Es war aber von vornherein klar, dass ich nicht als Botschafter vorangehe und dies überall öffentlich ankündige. Es war mir immer wichtig, dass ich in erster Linie als der Mensch Niek Jan van Damme gesehen werde, als ein Vorstand, der etwas umsetzen kann und Erfolg bringt. Und nicht als jemand, der aus Diversity-Gründen dort ist, wo er ist.



Anders als viele Manager hatte van Damme seine sexuelle Orientierung aber nie wirklich versteckt – immerhin kann man Glückwünsche zur Schließung seiner Lebenspartnerschaft vor knapp drei Jahren mit einer einfachen Google-Suche finden. Ein offen schwuler Manager in deutschen Top-Chefetagen war aber bislang unbekannt, woraufhin auch die "taz" hinweist.

Der Bundesverband schwuler Führungskräfte (Völklinger Kreis) hofft, dass die Firmen mit Hilfe von Diversity Management – also der Berücksichtigung von Vielfalt- mehr Manager zu einem Ende des Versteckspiels bewegen. Verbandschef René Behr erklärte:

Diversity Management ist nicht nur ein Wohlfühlfaktor. Es ist ein personalstrategisches Konzept. Diversity Management schafft die Voraussetzungen, dass die Karriere nicht nur stereotypen weißen heterosexuellen Männern offensteht und sich alle Mitarbeiter und das Unternehmen optimal entwickeln. […] Die Entscheidung der Jury, den Max-Spohr-Preis 2012 an die Telekom zu verleihen, sehe ich dadurch bestätigt.

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Tags: niek jan van damme, deutsche telekom, coming-out
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Reaktionen zu "Das schrittweise Coming-out eines Telekom-Managers"


 23 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
24.02.2016
17:54:50


(-3, 9 Votes)

Von Dont_talk_about
Aus Frankfurt (Hessen)
Mitglied seit 14.01.2014


Endlich mal einer, der nicht so ein Tamm-tamm um seine sexuelle Orientierung macht


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#2
24.02.2016
18:15:36


(+6, 8 Votes)

Von yslmd
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Einfach geil, dieses Beispiel sollte Schule machen und es darf nun endlich mal auch noch in den letzten Kopf reingehen, dass die sexuelle Orientierung ein normale Sache ist, genau so wie die Vorliebe für eine Automarke oder wie Essen und Trinken.


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#3
24.02.2016
20:58:57


(+3, 5 Votes)

Von Sven


ich sehe das grundsätzlich anders : sexuelle Orientierung gehört weder ins Büro noch in die Kantine auf der Arbeit ich muss mich für rein garnichts im Privatlebem rechtfertigen oder " outen " es ist allein meine Sache ob ich schwul oder hetero bin ist sowas von egal im Arbeitsleben es sollte eine ganz normale Sache sein! wenn Begleitung gewünscht ist mit dem Freund oder der Freundin zu kommen dann isses eben so und ich bringe meinen Freund mit und ich muss mich doch bitte nicht rechtfertigen warum und wieso. die Welt ist (regenbogen ) bunt und das soll sie bleiben das ist gut so


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#4
24.02.2016
21:01:39


(+5, 9 Votes)

Von NichtVerstecken
Antwort zu Kommentar #1 von Dont_talk_about


Mit Leisetreten kommt man nicht weiter, da muss schon ein bischen mehr kommen, damit die Gesellschaft die Vielfalt auch wahrnimmt.
In seiner Position hat er Vorbild für die Jugend zu sein. Er sollte sein Amt wesentlich offensiver nutzen und lauter für gleiche Rechte werben.


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#5
24.02.2016
22:08:34


(+2, 4 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #1 von Dont_talk_about


Der Mann ist Niederländer !
Und mit seinem Mann auch verheiratet..
Das kann man in den Niederlanden schon länger, als wie in Deutschland nur verpartnert zu sein..
Das entspannt ungemein..


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#6
24.02.2016
22:20:31


(-3, 9 Votes)

Von Dont_talk_about
Aus Frankfurt (Hessen)
Mitglied seit 14.01.2014
Antwort zu Kommentar #4 von NichtVerstecken


Das ist ein Widerspruch in sich. Wer entsprechend laut und häufig für die Rechte einer 5%-Minderheit trommelt, wird in der Regel nicht mit einer Führungsaufgabe betraut, aus der heraus er Vorbild für die Jungend sein könnte. Führungsaufgaben haben es an sich, dass man das Große und Ganze im Blick hat und nicht nur die Interessen einer kleinen Abteilung.

Deinen Widerspruch kann man nur auflösen, indem man irgendwann den Schalter total umlegt und dann auf einmal nur noch von Schwulenrechten spricht, wozu man vorher Jahrzehnte lang geschwiegen hat (Beispiel: Tim Cook). Ich persönlich finde das jedoch nicht authentisch. Besser kurz Bescheid sagen und dann weiter schweigen


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#7
25.02.2016
12:45:32


(+3, 7 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #6 von Dont_talk_about


""Deinen Widerspruch kann man nur auflösen, indem man irgendwann den Schalter total umlegt und dann auf einmal nur noch von Schwulenrechten spricht""..

Dieser "Widerspruch" ist ein DENKFEHLER von Leuten wie Dir, die "Schwulenrechte" immer noch als "zusätzliche Rechte einer kleinen 5-%-Minderheit" begreifen und bezeichnen !

Es geht hier aber nicht um "Minderheiten-Rechte" !

Es ging schon immer um Gleichstellung/Gleichberechtigung, und damit darum, das ALLE Menschen DIE GLEICHEN Rechte besitzen !
Nicht mehr, und vor allem nicht weniger !

Diese Marginalisierungen mit denen Leute wie Du immer wieder versuchen das Klein zu reden, um ZEIT zu schinden, sind unerträgliches Geschwafel !


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#8
25.02.2016
14:02:39


(+5, 5 Votes)

Von yslmd
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Antwort zu Kommentar #3 von Sven


Hallo Sven, na eigentlich bestätigst Du mit Deinem Kommentar den Meinen. Natürlich entscheiden wir mit wem wir in der Kantine oder im Büro über das Intimste sprechen wollen. Und wenn Begleitung gewünscht wird, möchte ich auch nicht erklären müssen, weshalb da mein Mann oder Freund mitkommt und nicht eine Dame vom Escordservice. Genau das meine ich damit, dass es wohl nun langsam an der Zeit ist, dass es auch noch in den letzten Kopf reingeht, dass mein privates Leben so normal ist, wie die Vorliebe für eine Automarke oder wie Essen und Trinken.



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#9
25.02.2016
14:45:15


(+5, 5 Votes)

Von yslmd
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Antwort zu Kommentar #7 von TheDad


Schwulenrechte - Hetenrechte? Solange diese Begrifflichkeiten differenziert werden, solange wird es auch eine Ungleichbehandlung geben. Natürlich hat ein Vorstandsmitglied eines globalen Konzerns eine Vorbildfunktion wahrzunehmen, aber diese Vorbildfunktion muß er schon lt. deutschem Gesetz erfüllen. Nur ist das eher nicht die Regel, weder in Konzernen noch in größeren oder kleineren Betrieben oder im Öffentlichen Dienst. Ein Mann in dieser Position hat durchaus sehr viel mehr Möglichkeiten um sich Gehör zu verschaffen und Einfluß auszuüben. Gerade wenn es um die Rechte von Minderheiten geht, ist es wichtig, dass es Personen des öffentlichen Interesses sind, die auf die immer währende Stigmatisierung durch große Teile der Bevölkerung und nicht zuletzt auch Personen mit politischem/gesellschaftlichem und wirtschaftlichen Einfluß pfeifen und in den verstaubten Vorstands- und gehobenen politischen Ebenen demonstrativ für eine Gleichstellung und Gleichbehandlung öffentlich einstehen. Dass das nicht so selbstverständlich ist, erleben wir doch jeden Tag in der Firma, auf Ämtern u.s.w. Und wenn es dann Holländer ist, der den Deutschen zeigt, es geht auch anders, dann kann mir das nur Recht sein. Es dürfte jeder Andere auch sein, ob Russe, Ire, Italiener - ist doch völlig egal. Wichtig ist, er zeigt den Vorstandsetagen und dem öffentlichen Leben, hier bin ich und das ist mein Mann.


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#10
25.02.2016
15:53:26


(+1, 5 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #9 von yslmd


""Schwulenrechte - Hetenrechte? Solange diese Begrifflichkeiten differenziert werden, solange wird es auch eine Ungleichbehandlung geben.""..

Eben noch auf der richtigen Spur, und schon differenzierst Du das wieder :

""Ein Mann in dieser Position hat durchaus sehr viel mehr Möglichkeiten um sich Gehör zu verschaffen und Einfluß auszuüben.""..

So richtig das klingt, so falsch ist es..
Man muß der Gesellschaft klar machen das es nicht um "Schwulenrechte", sondern um Menschenrechte geht, und dem Teil der Gesellschaft der sich ständig als "Mehrheit" begreift klar machen, das Gleichstellung von Minderheiten ihre eigenen Rechte betreffen, indem sie nicht geschwächt, sondern gestärkt werden..

""Wichtig ist, er zeigt den Vorstandsetagen und dem öffentlichen Leben, hier bin ich und das ist mein Mann.""..

Stimmt..
In vielen andern Firmen ist das aber immer noch nicht möglich..
Und das wird nur möglich werden, wenn man auch die "Frauen-Qoute" durchsetzt, denn Gleichberechtigung ist ja kein singuläres Thema der Minderheit LGBTTIQ..


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