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  • 29.02.2016, 00:02h           75      Teilen:   |

Homo- und transphober Großprotest vor Landtagswahl

"Demo für alle": Ein Kampf gegen die "teuflische" Vielfalt

Artikelbild
Weihbischof Andreas Laun hatte sichtlich Spaß auf der "Demo für alle". Vor ihm wurden Gegendemonstranten von der Polizei weggetragen. (Bild: Norbert Blech)

Bei dem neuesten Protest von Bildungsplangegnern hetzte erstmals ein Bischof die Menge ein – Andreas Laun warnte vor einer Gender-Diktatur.

Von Norbert Blech

In Stuttgart haben sich am Sonntag erneut erzfromme Christen und Aktivisten von konservativ über rechtspopulistisch bis rechtsextrem zur "Demo für alle" versammelt. Zu dem bereits siebten Protest der früher direkt aus dem Haus der AfD-Europabegordneten Beatrix von Storch organisierten und inzwischen offiziell eigenständigen Bewegung kamen rund 4.500 Teilnehmer aus der ganzen Republik, knapp 500 weniger als zur vorherigen Demo im Oktober.

Dafür konnte die "Demo für alle" erstmals geradezu himmlischen Beistand auffahren: Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun, seit Jahren ein erbitterter wie lautstarker Gegner von LGBT-Rechten, wählte auch in Stuttgart gewagte Vergleiche: Die "Gender-Ideologie" sei eine "neue, hochgefährliche Lüge" wie einst der Kommunismus und der Nationalsozialismus. "Die nächste Diktatur könnte sich andeuten!", warnte er die Menge.

Er habe den Papst gefragt, was er von dieser Ideologie halte – wenn schon Namedropping, dann richtig! Die "Gender Ideologie" sei "dämonisch", habe der Papst kurz und knapp geantwortet. Von "teuflisch" sprach auch Laun selbst: Kinder sollten "mit den Mitteln der Verführung und Gewalt (…) umerzogen und gehirngewaschen werden", beklagte er. "Es ist Zeit, dass wir uns wehren." Er verwies dabei auf die überkonfessionelle "Salzburger Erklärung" gegen die "Bedrohung der menschlichen Geschöpflichkeit". Zum Schluss sagte er zum grölenden Platz: "Gott segne Sie alle!"

Youtube | Bischof Laun so: Ein Vater ist als Vater, nicht als Zweitmama von Gott geschaffen.
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"Sonderinteressen" gegen die "Schöpfung"

Gottbezogen wurde es auch bei einem weiteren Redner: Hartmut Steeb, Generalsekretär der Evangelischen Allianz und als einer der wichtigsten Evangelikalenführer des Landes von Anfang an in die Gegenbewegung gegen den Bildungsplan involviert, sprach ebenfalls zum ersten Mal auf dem Platz gegen die "gottlose Kulturrevolution von oben" an.



Es gehe bei dem Protest um die "Bewahrung der Schöpfung", um das "natürliche Recht", um eine "gesunde Zukunft auch fürs Musterländle". Minderheiten, die keine Fünf-Prozent-Hürde meistern würden, sollten keine Lehrpläne bestimmen, so Steeb. Der Bildungsplan müsse von "Sonderinteressen" entsprechender "Lobbys" "entgiftet" werden: Kinder müssten nicht aus 50 Geschlechtern auswählen.

Wahlkampf mit AfD und CDU im Schatten

Das ist ein Spruch, den man sonst von Birgit Kelle kennt. Die "Gender-Gaga"-Publizistin, die mit solcherlei Polemik durch Talkshows und CDU-Bürgerabende zieht, ging in Stuttgart vergleichsweise wenig auf ihr Hauptthema ein, sondern hielt größtenteils eine Wahlkampfrede zur Abwahl des "grün-roten Spuks" und der "Ideologen in den Ministerien", damit man in der Schule "wieder Lesen und Schreiben und nicht Sexualpraktiken" lernen könne.

Kelle war vom Bahnhof abgeholt worden von Christoph Scharnweber vom Evangelischen Arbeitskreis der CDU, der aber auf der Demo diesmal kein Wort sagte, auch sein Parteikollege Karl-Christian Hausmann hielt sich im Hintergrund. Kein Wort auch von der AfD, auch wenn der für den Landtag kandidierende Stadtrat Dr. Heinrich Fiechtner, der sich erst letzte Woche bei "Spiegel TV" über die "Sünde" Homosexualität ausließ, ebenso im Publikum AfD-Flyer verteilte wie wie die frühere Demo-Rednerin Anette Schultner, Chefin der "Christen in der AfD".


V.l.n.r.: "Marcel", Heinrich Fiechtner, Hartmut Steeb, Andreas Laun, Hedwig von Beverfoerde, Albéric Dumont und Birgit Kelle


Ihre Politik kam freilich in Form von Wahlprüfsteinen vor, die die "Demo für alle" verschickt hatte. Nur CDU, AfD und Bündnis C hätten alle Fragen "richtig" beantwortet, wurde von der Bühne aus zusammengefasst: Keine Ehe für alle, kein Adoptionsrecht für Homo-Paare, keine Leihmutterschaft, keine "Gender-Ideologie" und keine Sexualpädagogik der Vielfalt an Schulen. Und kein Aktionsplan für die Akzeptanz von LGBT & Co., der die "Glaubens-, Religions- und Gewissensfreiheit" aushebele. Eine Schule dürfe keine "Indoktrinierung" betreiben, so das Wahlfazit der "Demo": "Kontroverses muss kontrovers dargestellt werden!"

Beverfoerde beklagt theatralische Gewalt

Zuvor hatte Demoorganisatorin Hedwig von Beverfoerde die gleichen Forderungen aufgestellt – "wertfreie sexuelle Vielfalt" sei "mit keiner Religion vereinbar" – und sich ansonsten als verfolgte Unschuld präsentiert: Niemand wolle mit einem diskutieren, wenn man zum "wissenschaftichen Gender-Kongress" einlade. Stattdessen werde man zunehmend bekämpft, durch Brandanschläge oder auch Theaterstücke. In "Fear" an der Berliner Schaubühne würde auf Pappfiguren mit T-Shirts der "Demo für alle" eingeschlagen, empörte sich von Beverfoerde in Richtung Publikum: "SIE werden dort verprügelt!"



Man lasse sich aber nicht "niederbrennen und einschüchtern", sondern werde weiter Druck machen, "überparteilich, aber nicht parteienblind". Es gelte, bei der Wahl sein Kreuz gegen die "Gender- und Sex-Agenda von Grün-Rot" zu machen, gegen die "Umerziehung der ganzen Gesellschaft und gegen die Auflösung von Ehe und Familie." Der Platz, konnte man dem zustimmenden Jubel entnehmen, dürfte wohl einen Wechsel wollen.

Die übrigen Redner: Albéric Dumont von der französischen Bewegung "Manif pour Tous" warb "zum Schutz des Kindes" für die EU-Petition gegen die Homo-Ehe, von der man die nächsten Monate noch viel hören wird. Und eine nur als Mutter von zehn Kindern vorgestellte "Ingrid Kuhs" warnte naiv-dumm vor der Thematisierung von Sexualpraktiken im Unterricht, "von denen ich nicht wusste, dass sie existieren": Kinder würden damit "geschädigt, belästigt, verwirrt und verdorben". Das übliche halt.

"Bruder" Marcel spricht erneut

Und dann betrat noch "Marcel" die Bühne, jener junge Mann, der sich auf der letzten "Demo für alle" dafür beklatschen ließ, dass er seine Homosexualität nicht auslebt (die damalige Reportage). Nun spreche er erneut für sich und "mehrere Menschen, die mit mir auf dem Weg sind": Die "Demo für alle" diskriminiere niemanden, Kinder bräuchten "zur gesunden Entwicklung eine Mutter und einen Vater."



Man meinte, zwischenzeitlich "Marcels" Bearbeitung durch die Homo-"Heiler" von "Wüstenstrom" in seiner Rede zu spüren, etwa als er meinte, dass "Menschen mit stabilem Bindungsverhalten zu weniger sexuellem Risikoverhalten in der Jugend neigen" oder "dass Menschen, die in ihrer Identität unsicher sind, bereits früh Sexualität nutzen, um ihren mangelnden Selbstwert zu stabilisieren".

Eine Sexualpädagogik der Vielfalt leuge den "gesunden Zusammenhang von Bindung und Sexualität", meinte "Marcel". Kinder bräuchten keine politische Ermutigung zu einer "bindungsfreien, pornografischen Sexualität" – und auch nicht die "Erfindung zahlreicher sexueller Schubladen und geschlechtlicher Identitäten, damit sie darin ihre Identitätskonflikte so lange einsortieren, bis sie sie nicht mehr als Problem empfinden müssen." Homo- und Bisexuelle müssten stattdessen Angebote finden, in denen sie ihre "wahren Identitäten" finden und über Ängste und Grenzen sprechen könnten.

In der Bildung müsse es um treue Partnerschaften, nicht ums Lustprinzip gehen, so Marcel; Mitglieder seiner "Bruderschaft des Weges" suchten nach Beziehungen, in denen sie "geliebt" und "nicht sexuell abgespeist werden". Sie suchen wohl schlicht am falschestmöglichen Ort, aber Marcel gibt der Masse, was sie hören will: "Denkt an eure Kinder und die Zukunft in unserem Land und helft, dass diese Regierung ihre unwissenschaftlichen Experimente zur sexuellen Vielfalt beenden muss."

Busse beschädigt, mehrere Verletzte

Am Rande kam es zu den üblichen kleineren Ausschreitungen zwischen vor allem linken Aktivisten, einigen Rechten (von denen sich die "Demo für alle" inzwischen routiniert nachträglich distanzierte) sowie Polizisten. Laut der Polizei wurde etwa an einem Eingang zum homophoben Protest auf dem Schillerplatz Pfefferspray eingesetzt, als Gegendemonstranten die Absperrung durchbrechen wollten. Spray, Schlagstöcke und die befürchtete eskalierende Reiterstaffel wurde auch gegen mehrere Protestler am Rande und eine Sitzblockade eingesetzt, als die "Demo für alle" kurz eine Runde durch unbelebte Teile der Innenstadt machte.



Insgesamt wurden laut Polizei drei Polizisten, darunter ein Beamter mit mehrfachen Fingerbrüchen, sowie rund fünfzehn Personen verletzt (der Polizeibericht spricht hier vage von "Demonstrationsteilnehmern", die "Stuttgarter Nachrichten" von verletzten Linken durch den Polizeieinsatz). Während des Nachmittags hatten zudem Personen drei – offenbar bereits leere – Busse, in denen Teilnehmer der "Demo für alle" angereist waren, mit Steinen beworfen. Die Einsatzkräfte nahmen zwei Tatverdächtige vorläufig fest.

Gleichzeitig zur Demo für vermeintlich alle hatte es drei friedliche Gegenproteste mit tausenden Besuchern gegeben: Eine Kundgebung überwiegend linker Gruppen direkt am Schlossplatz und eine weitere Kundgebung auf dem versteckteren Kleinen Schlossplatz, die u.a. vom Stuttgarter CSD und ATME e.V. unterstützt wurde und auf der u.a. die Grünenpolitikerin Brigitte Lösch und das Szene-Urgestein und Linken-Ratsmitglied Laura Halding-Hoppenheit sprachen (mehrere Reden bei Youtube).


Kundgebung auf dem Kleinen Schlossplatz, Credit: Enough is Enough


Alfonso Pantisano von "Enough is Enough" kritisierte in seiner Ansprache die "dümmsten, dreisten und blödsinnigsten Lügen", mit denen die "radikal rechtskonservativen und christlich-fundamentalistischen Frauen" von Storch, Beverfoerde, Kelle und Kuby "Hass gegenüber Homosexuellen und Transsexuellen in unserem Land wieder salonfähig gemacht haben". Wer die AfD wähle, als Hetero wie als Homo, werde "in Baden-Württemberg und im Rest Deutschlands russische und homophobe Verhältnisse schaffen" und "die freie und plurale Zukunft aller Kinder unserer Landes" gefährden.

Zusätzlich gab es erstmals ein Fest von Angestellten mehrerer Kulturbetriebe vor der Oper – die "Demo für alle" konnte hier folglich nicht mehr wie in der Vergangenheit ihre Abschlusskundgebung abhalten, sondern musste an den Schillerplatz zurück.



Man werde auch der zukünftigen Regierung über die Schulter schauen, versprach dort von Beverfoerde. Das war nicht das inzwischen ebenfalls routinierte "Wir kommen wieder", eher ein "Schauen wir mal, wie es ausgeht".

 Update  29.2., 11.20h: Distanz der lokalen Kirchen
Der "Südkurier" berichtet von einer zusätzlichen Veranstaltung mit dem grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, der im Haus der Architekten eine "Grundsatzrede zum Zusammenhalt der Gesellschaft" hielt. "Unter Kretschmanns Zuhörern setzte auch der katholische Stadtdekan Christian Hermes – wie sein evangelischer Kollege – durch Anwesenheit Zeichen", so die Zeitung. "Dass sein österreichischer Glaubensbruder zweihundert Meter Luftlinie entfernt die 'Dämonen der Genderpolitik' geißelt, erregt bei ihm nur Kopfschütteln: 'Es herrscht Reisefreiheit.' Auch ideologische Weihbischöfe könnten offene Grenzen nutzen."

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"Demo für alle" am 28.2.2016

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Tags: demo für alle, stuttgart, bildungsplan, andreas laun, hartmut steeb, birgit kelle, wüstenstrom
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Reaktionen zu ""Demo für alle": Ein Kampf gegen die "teuflische" Vielfalt"


 75 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
29.02.2016
00:47:48


(+8, 12 Votes)

Von Miguel53de
Aus Wuppertal (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 23.07.2012


Was fuer ein peinlicher Auftritt. Und wieder einmal bestaetigt sich: diese Kleingeister verweigern sich jeder wissenschaftlichen Erkenntnis. Und man kann mit ihnen auch nicht diskutieren. Das sind Hetzer und Brandstifter, die wissen, was sie tun.

Aber mit ihrer Arroganz und krankhaften Selbstueberzeugung sperren sie jede Erkenntnis aus. Und doch finden ihre billigen Parolen genug Dumme, die ihnen folgen.

Da weiss man nicht, ob man sich vor kaltem Zorn, vor Entsetzen oder vor Trauer schuetteln soll.


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#2
29.02.2016
00:55:50


(+3, 7 Votes)

Von Ralf


In Baden-Württemberg Grün Wählen.

Das ist das beste, was man gegen die homophoben Hetzer tun kann, neben den Gegenprotesten auf der Straße versteht sich.


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#3
29.02.2016
02:23:27


(-9, 11 Votes)

Von Johannes45
Antwort zu Kommentar #2 von Ralf


"In Baden-Württemberg Grün Wählen. "

--> Besser ist es die FDP zu wählen.
Die FDP war in der deutschen Parteiengeschichte die erste Partei mit einem offen schwulen Vorsitzenden. Unter FDP-Regierung in Berlin wurde die Gleichstellung in der Einkommenssteuer, in der Grunderwerbssteuer, in der Erbschafts- und Schenkungssteuer, die Gleichstellung in Besoldung und in Versorgung von verpartnerten Bundesbeamten, Soldaten und Entwicklungshelfern sowie die Gleichstellung beim BaföG für Studenten durch Gesetzesanpassungen beschlossen.

Auch wurde die Magnus-Hirschfeldt-Stiftung unter FDP-Regierungzeit ins Leben gerufen.

Und die FDP fordert so wie die Grünen die Eheöffnung im Bund.

Platz 1) FDP
Platz 2) Grüne, Piratenpartei und Linkspartei
Platz 3) Alfa und Freie Wähler
Platz 4) SPD
Platz 5) CDU

Wer die Partei die Grünen wählt, muss wissen, dass er/sie leider sein Kreuz bei einer Partei setzt, die Europa derzeit spaltet und die Deutschland isoliert und mitverantwortlich ist, wenn die Briten durch BREXIT die EU verlassen. Auch trägt diese Partei Mitschuld, dass seit Jahren in Griechenland Milliarden an Euros versenkt werden.

Da lobe ich doch als schwuler Wähler lieber die FDP. Wer nicht am Abend von Islamisten verprügelt werden will, der wählt die FDP, die mehr Polizisten auf Streife und eine bessere Bezahlung für Polizisten fordert. Wer die Grünen wählt, wählt leider eine Parei, die seit Jahren die Deutsche Polizei und deren Arbeit nicht zu würdigen weiß.

Und wer die Grünen wählt, wählt leider eine Partei, die das Gymnasium schwächt, Gesamtschulen errichtet und damit die Bildung in unserem Lande vernachlässigt.

Daher besser die FDP statt die Grünen wählen, denn die FDP setzt sich für uns ein und ist auch in anderen Politikfeldern die bessere Partei.


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#4
29.02.2016
03:52:24


(+7, 11 Votes)

Von mats


Wie für so viele andere psychosozial hochkomplexen Formen menschlicher Verirrungen und Abgründe hat die französische Sprache auch für jene Variante, die heute in Stuttgart zur Schau gestellt wurde, ein erstaunlich einfaches Wort gefunden: BIGOTTERIE.

Ach, und Marcel fragt man am besten in 5 Jahren nochmal ... armer Kerl ...


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#5
29.02.2016
06:47:58


(+9, 9 Votes)

Von KMBonn
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 06.05.2012


Jetzt erst recht. Man muß den Religiösen entgegentreten, sie haben genug Unheil angerichtet.
Man muß Kinder vor diesen Hetzern schützen und ihnen beibringen, dass die sogenannte Schöpfung nur ein Märchen eines obskuren Fantasyvereins ist.
Die Religiösen müssen akzeptieren, dass ihre Vereinsregularien nicht über dem Grundgesetz stehen, sondern dass der Staat über der Religion und der Kirche steht.
Und deswegen sollte auch der Religionsunterricht - in meinen Augen das Anfixen beeinflußbarer Kinder - umgewandelt werden. Vor allem sollte er aus den Händen der Kirchen genommen werden. Es sollte nicht mehr möglich sein, dass Theologen den Unterricht gestalten. Religion kann im Geschichts- und Sozialkundeunterricht abgehandelt werden, damit bliebe die aktuell nur theoretische Neutralität des Staates gewahrt.


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#6
29.02.2016
07:17:33


(+9, 11 Votes)

Von Peer


"Bischof Laun so: Ein Vater ist als Vater, nicht als Zweitmama von Gott geschaffen."

Ich weiß nicht, was in dessen kranker Phantasie abgeht, aber ein Vater bleibt ein Vater. Oder meint der, Schwule würden plötzlich transsexuell, wenn sie ein Kind haben?

Im übrigen:
ein Pfarrer ist auch nicht als Kinderschänder geschaffen. Dennoch gibt es tausende Kinderschänder-Pfarrer und -Nonnen...

Sollte der sich darum nicht viel mehr kümmern?


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#7
29.02.2016
07:36:57


(+12, 16 Votes)

Von kindeswohl


" "Spotlight" wurde von der US-Filmakademie zum besten Film des Jahres gewählt und erhielt außerdem die Trophäe für das beste Original-Drehbuch. Der Film erzählt die wahre Geschichte der Aufdeckung eines Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche durch ein Reporterteam.

Koproduzent Michael Sugar drückte in seiner Dankesrede die Hoffnung aus, dass "Spotlight" ein "Signal" an den Vatikan sende. "Dieser Film hat den Überlebenden eine Stimme gegeben, und dieser Oscar verstärkt diese Stimme", sagte er."

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Sexueller_Missbrauch_in_der_
r%C3%B6misch-katholischen_Kirche


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#8
29.02.2016
07:52:26


(+8, 8 Votes)

Von PFriedrich
Aus Trier (Rheinland-Pfalz)
Mitglied seit 19.02.2015


Der dümmlich grinsende Laun vor seinem Horror-Aufzug - was für ein Bild des Grauens. Die armen Kinder, die diesen Leuten ausgeliefert sind!


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#9
29.02.2016
08:13:30


(+5, 7 Votes)

Von Heiner


Wenn man sich diese unheilvolle Allianz aus religiösen Fanatikern, braunen Faschisten, ewiggestrigen Hinterwäldlern und durchgeknallten Spinnern ansieht, fragt man sich, wie überhaupt noch irgendein Politiker auf sowas hören kann...

Aber auch wenn die sich bei ihren Fackelzügen ganz stark fühlen - die werden wahre Demokratie und Menschenrechte allenfalls verzögern können, aber nicht aufhalten...


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#10
29.02.2016
08:16:56


(+8, 8 Votes)

Von Carsten AC


Ich hätte nicht gedacht, dass Deutschland noch mal so weit kommt, dass der braune Mob wieder durch die Straßen zieht...

Wir müssen diese Entwicklung mit aller Kraft bekämpfen.

Das muss Motiviation sein, den Fortschritt noch schneller umzusetzen...


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