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  • 01.03.2016, 15:09h           15      Teilen:   |

Trotz drohender Hungersnot

Mugabe will keine "schmuddelige" Entwicklungshilfe

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Robert Mugabe regiert sein Land seit Jahrzehnten – und machte sich vor allem als Homo-Hasser einen Namen

Bei seiner Geburtstagsparty spielt der homophobe Diktator wieder rhetorisch mit den Muskeln: Er werde keine Nahrungsmittelhilfe akzeptieren, wenn der Westen dafür die Ehe-Öffnung fordere.

Der simbabwische Präsident Robert Mugabe hat am Samstag erklärt, er werde weiter gegen LGBT-Rechte kämpfen, auch wenn sein Land deswegen auf Entwicklungshilfe verzichten müsse. Das Land hatte erst vor wenigen Tagen die internationale Gemeinschaft in einem dringenden Appell um knapp 1,6 Milliarden Dollar (1,4 Milliarden Euro) an Nahrungsmittelhilfe gebeten, da bis zu drei Millionen Menschen nach einer extremen Dürre der Hungertod drohe.

Bei der auf das Wochenende verlegten Geburtstagsfeier für Mugabe, für die seine Partei 800.000 Dollar ausgegeben haben soll, sagte der seit Jahrzehnten mit harter Hand regierende Diktator nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters: "Wenn Entwicklungshilfe an die Bedingung geknüpft wird, dass wir gleichgeschlechtliche Ehen akzeptieren müssen, dann kann die Entwicklungshilfe da bleiben, wo sie ist." Der 92-Jährige fuhrt fort: "Das ist verrottete und schmuddelige Entwicklungshilfe, und wir wollen damit nichts zu tun haben."

Entgegen der Behauptung Mugabes wurde die Entwicklungshilfe allerdings nie mit der Öffnung der Ehe verknüpft. Zwar hatten in der Vergangenheit mehrere Länder Hilfen oder Kredite gekürzt, etwa im Fall Uganda (queer.de berichtete). Allerdings handelte es sich dabei nicht um Notfallhilfen und außerdem sollten damit nur extremen Auswüchsen, wie der Verschärfung der Verfolgung von Homosexuellen bis hin zur Androhung der Todesstrafe, entgegengewirkt werden.

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Mugabe: Homosexuelle sind "schlimmer als Hunde und Schweine"

Robert Mugabe galt Anfang der Achtzigerjahre als Freiheitskämpfer, entwickelte sich aber schnell zu einem Diktator und zu einem der homophobsten Politiker der Welt. Er hat bereits mehrfach den "Unzuchtsparagrafen" genutzt, um politische Gegner auszuschalten. 1996 ließ er etwa seinen Vorgänger im Präsidentenamt, Canaan Banana, wegen angeblicher Homosexualität verhaften und verurteilen. Außerdem wird ihm vorgeworfen, die ehemalige Kornkammer Afrikas in ein Armenhaus verwandelt zu haben.

Rhetorisch geht Mugabe immer wieder gegen Schwule und Lesben vor, die er etwa öffentlich als "schlimmer als Hunde und Schweine" bezeichnete. Bei seiner letzten Vereidigung zum Staatschef 2013 nannte er Homosexualität eine "schmutzige Krankheit". Zuvor hatte er im Wahlkampf homosexuellen Menschen mit Enthauptung gedroht (queer.de berichtete). Vergangenes Jahr erklärte er in der UN-Vollversammlung: "Wir lehnen auch Versuche ab, uns 'neue Rechte' zu verschreiben, die unseren Werten, Normen, Traditionen und unserem Glauben widersprechen. Wir sind keine Schwulen!" (queer.de berichtete).

In Simbabwe stehen auf gleichgeschlechtlichen Sex langjährige Haftstrafen. Seit 2006 kann auch homosexuelles "Verhalten" in der Öffentlichkeit – beispielsweise eine Umarmung – als "sexuelle Abweichung" zu einer Gefängnisstrafe führen. (dk)

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Tags: simbabwe, robert mugabe, homophobie
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Reaktionen zu "Mugabe will keine "schmuddelige" Entwicklungshilfe"


 15 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
01.03.2016
15:41:00


(+6, 6 Votes)

Von thysonrex
Aus Köln (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 30.07.2015


»Dann lasst sie dock Ku ähm Hostien essen«

Bei mir geht so langsam jedes Verständnis für die Religioten flöten. Wenn sie vor lauter religiöser Verbocktheit verhungern wollen, na dann los.

Unfassbar!


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#2
01.03.2016
16:35:18


(+7, 7 Votes)

Von Robin


Wieso wird dieser faschistische Diktator weiterhin mit unserem Geld an der Macht gehalten?!


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#3
01.03.2016
17:13:05


(+5, 5 Votes)

Von ursus
Antwort zu Kommentar #1 von thysonrex


>"Wenn sie vor lauter religiöser Verbocktheit verhungern wollen"

ich denke, mugabe selbst dürfte von hunger nicht bedroht sein. seine homofeindlichkeit geht offenbar mit einer allgemeinen menschenverachtung einher - wie so oft. das spiel heißt wohl eher: ich gebe der leidenden bevölkerung einen sündenbock (die homos bzw. das homofreundliche ausland), damit die nicht auf die idee kommen, MICH für ihre miserable lage verantwortlich zu machen. die religion liefert hier "nur" das praktische instrumentarium für diesen widerlichen trick. und wiederum: wie so oft.


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#4
01.03.2016
17:24:49


(+2, 6 Votes)

Von schwarzerkater
Profil nur für angemeldete User sichtbar


an diesenen diktator klebt so viel unschuldiges blut; eine ehemals wohlhabende kolonie hat der starrsinnige machthaber jahr für jahr tiefer in den ruin getrieben - und nun stellt er bedingungnen für humanitäre hilfe für sein volk?
wenn der typ (mugabe) auch nur einen funken ehre im leib hätte, dann ...


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#5
01.03.2016
17:35:06


(+8, 8 Votes)

Von peanuts
Antwort zu Kommentar #2 von Robin


Er wird nicht mit "unserem" Geld an der Macht gehalten. Er wird als Figur nicht ersetzt, der Kurs nicht geändert.

Beides wird relativ geräuschlos mit chinesischem Kapital und chinesischem Einfluß auf internationale Finanzmechanismen -bisher erfolgreich- organisiert.

"Unser" Geld(chen) ist eine vergleichsweise geringe Teilnehmergebühr, um aus strategischen Gründen vor Ort vielleicht mal was meinen zu dürfen. Und ein paar Kundschaftern die Möglichkeit zu geben, irgendwie opponierende Kräfte auszumachen, zu kontaktieren oder mit ihnen zu plaudern.

Link zu www.newsday.co.zw

Link:
nehandaradio.com/2016/03/01/china-warns-zim-over-m
ine-grabs/


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#6
01.03.2016
17:57:08


(+7, 9 Votes)

Von Vater
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Oh ja...Homosexuelle sind schlimmer als Hunde und Schweine, Frauen sind schlimmer als Seehunde und Kanarienvögel...

Um aber herauszufinden, ob z.B. Amseln schlimmer sind als Rotkehlchen oder Perserkatzen schlimmer als Königspudel, bedarf es einer gut geführten Rangliste, welches Tier oder Lebewesen wie schlimm ist.

Sind Butterblümchen schlimmer als Rosskastanien?
Sind Schimpansen schlimmer als Löwenzahn?

All das sind sicher nicht leicht zu beantwortende Fragen. Wir könnten uns daher glücklich schätzen, Universalgeleerte wie Herrn Mugabe zu haben. Außerdem: was wäre eine derartige Rangliste wert, wenn nicht er selber den allerersten Platz unter den Allerschlimmsten bekleiden würde? So ist er ihr Anfang, wie das Liste hoffentlich dazu beiträgt, sein Ende zu besiegel.
AM Ende dürfte er angesichts seines hohen Alters auf jeden Fall schon bald sein...und DAS ist ausnahmsweise mal überhaupt nicht schlimm.


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#7
01.03.2016
19:09:15


(+4, 6 Votes)

Von seb1983
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Antwort zu Kommentar #2 von Robin


Das machen längst China und Co, Europa hält sich zwar nach wie vor gerne für den Nabel der Welt aber die Musik in Afrika machen längst ganz andere.

Und selbst wenn die Entwicklungshilfe an Mugabe und Co. gestrichen wird: Deren Bäuche sind gefüllt, ihre Bevölkerung leidet.


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#8
01.03.2016
19:21:20


(-1, 7 Votes)

Von Johannes45


Dieser brutale Diktatator in Simbabwe ist mir ein Gräuel.

Aber da er Jahrgang 1924 ist und mittlerweile 92 Jahre alt ist, dürfte er wohl in absehbarer Zeit von der politischen Bühne in Afrika abtreten.


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#9
01.03.2016
19:28:12


(+4, 6 Votes)

Von SchwTA


"Wenn Entwicklungshilfe an die Bedingung geknüpft wird, dass wir gleichgeschlechtliche Ehen akzeptieren müssen, dann kann die Entwicklungshilfe da bleiben, wo sie ist."

Super, dann sind wir uns ja einig.


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#10
01.03.2016
21:24:02


(+5, 5 Votes)

Von Finn


Sofort alle Zahlungen einstellen.

Die dienen eh nur dazu, dass dieser Wahnsinnige weiterhin Millionen in seine Feste und seinen luxuriösen Lebensstil stecken kann.


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